1

10.09.2021, 14:25

Alles im Abo: Für wen lohnt sich das Auto auf Zeit?

#Wirtschaft und Finanzen 
#Kfz-Industrie 
#Verbraucherschutz 
#Motor 
#Tipps 
Auto-Abos können Autofahren fast zum All-inclusive-Erlebnis machen

Immer mehr Dinge sind im Abo verfügbar: Lebensmittel, Rasierklingen, Socken - und inzwischen sogar Autos. Die Zahl der Anbieter und Nutzer steigt. Interessant ist das Auto-Abo gerade für junge Fahrer. In wenigen Klicks geht es zum neuen Auto. Und wer noch ein paar Euro drauflegt, bekommt den Wagen sogar nach Hause geliefert. Möglich ist das mit einem Auto-Abo, für das sich jüngsten Zahlen zufolge immer mehr Kunden entscheiden.

Dafür gibt es gute Gründe, sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR Center in Duisburg: "Das Auto-Abo ist für den Kunden einfach, transparent und kostengünstig." Für einen monatlichen Festpreis erhalten Nutzerinnen und Nutzer einen Neuwagen inklusive Versicherung, Steuer und Werkstattkosten. Mitunter ist sogar der Reifenwechsel im Preis enthalten. Nur tanken müsse man noch selbst.

"Beim Auto-Abo wird dem Kunden das Risiko abgenommen, das macht es so attraktiv", sagt Dudenhöffer. Weder eventuelle Werkstattkosten noch steigende Versicherungsprämien würden den Autofahrer belasten.

Der Unterschied zum Leasing

Mieten statt kaufen: Das bieten auch Leasingangebote, allerdings zu anderen Konditionen. "Ein wesentlicher Vorteil des Auto-Abos ist die hohe Flexibilität, denn der Kunde kann zwischen Laufzeiten meist ab ein bis drei Monaten wählen und eben auch das Automodell wechseln", sagt Thomas K. Hamann, ein auf Auto- und Mobilitätsthemen spezialisierter Unternehmensberater. Da das Auto durch den Anbieter angemeldet und versichert wird, habe der Kunde selbst bei einem Fahrzeugwechsel keine Rennereien oder bürokratische Hürden.

Allerdings unterschieden sich die Bedingungen zum Teil sehr. "Einige Anbieter haben im Vergleich zu vielen Leasingverträgen relativ geringe Kilometergrenzen, bei anderen gibt es Einschränkungen für Fahrten ins Ausland. Man muss daher genau schauen, was man mit dem Auto machen will", sagt Hamann. Zudem gebe es bei den Automodellen nur eine eingeschränkte Auswahl.

Warum die Abo-Modelle vergleichsweise günstig sind

Dies ist aber auch ein Grund, warum die vergleichsweise günstigen Konditionen überhaupt möglich sind. "Insgesamt ist das ein sehr schlankes Produkt. Es fallen beispielsweise kaum Kosten für den Händler an, die beim normalen Neuwagenverkauf bei rund zehn Prozent liegen", sagt Dudenhöffer. Zudem würden die Anbieter ihre Fahrzeuge günstig im Pool einkaufen und mitunter auf Lagerwagen bei Händlern zugreifen. Auch junge Gebrauchtfahrzeuge werden via Abo angeboten.

Die steigenden Abo-Zahlen - Dudenhöffer rechnet für das Jahr 2021 mit rund 60 000 Abos nach rund 40 000 im Vorjahr - sorgen auch für eine sprunghafte Zunahme bei der Zahl der Anbieter: "Aktuell gibt es bereits 432 Auto-Abo-Anbieter, im Februar waren es noch rund 200. Auch immer mehr Hersteller steigen in den Markt ein."

Verschiedene Anbieter - verschiedene Bedingungen

Ein Vergleich zwischen Auto-Abo und Leasing zeigt, dass das Abo vor allem bei kurzen Laufzeiten gut abschneidet. Hamann hat für einenm Volvo XC40 T5 Recharge einen monatlichen Preis von 677 Euro beim Auto-Abo ermittelt gegenüber 424 Euro beim 24-Monats-Leasing. Bei diesem Leasingangebot ist ein Nachlass von 13 Prozent berücksichtigt.

Auf den ersten Blick scheint also das Auto-Abo um rund 250 Euro teurer. Aber: "Da bei einem solchen Vergleich die einmalig anfallenden Kosten wie Fahrzeugbereitstellung, Leasingsonderzahlung, Winterräder sowie die Gutschrift des Umweltbonusses auf Monatsraten umgelegt werden, wäre das Auto-Abo bis zu einer Nutzungsdauer von 14 Monaten günstiger", hat Hamann ausgerechnet.

Sprich: Im konkreten Beispiel ist das Abo-Modell bis zu einer Nutzung von 14 Monaten billiger. Darüber hinaus würde Leasing günstiger sein. Selbst dann, wenn man dieses Auto auch nur 14 Monate nutzt und es für die restlichen 10 Monate abgemeldet bis zum Leasingende stehenließe.

Allerdings gebe es beim Auto-Abo keinen Verhandlungsspielraum. Hier gelte in der Regel die Devise "Take it or leave it". Berücksichtigt werden müsse zudem, dass es auch bei Auto-Abo-Anbietern unterschiedliche Kosten gebe. So verlangten einige eine Art Startgebühr oder Kosten für Modellwechsel während der Laufzeit.

Junge Menschen können besonders profitieren

Interessant ist das Auto-Abo laut Dudenhöffer gerade für junge Autofahrer, da diese Variante ein schneller Weg in die Mobilität sei. "Für Führerschein-Neulinge sind die Versicherungsprämien in der Regel sehr hoch und ein neues Auto praktisch unbezahlbar." Das Auto-Abo dagegen biete eine niedrige Einstiegshürde. Die meisten Leasing- und Finanzierungsverträge wiederum sind oft erst ab 21 Jahren möglich.

Einige Auto-Abo-Anbieter wie CONQAR vermieten auch an ganz junge Autofahrer ab 18 Jahren, verlangen dann aber einen Aufschlag von 19 Euro pro Monat. CONQAR gehört zur Fleetpool Group, die seit 2008 über mehrere Marken wie like2drive und sonnenDrive Mobilitäts- und Auto-Abo-Angebote betreibt. Andere Anbieter sind beispielsweise ViveLaCar, Finn.Auto, Instadrive oder auch Shell Recharge Auto Abo.

Am Abo-Ende besteht in der Regel die Möglichkeit einer Verlängerung mit und ohne Fahrzeugwechsel, oder der Kunde gibt den Wagen zurück.

Auf den Geschmack gekommen?

Das könnte dich auch interessieren:

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Autos 

Allen Software-Problemen und der Corona-Pandemie zum Trotz beginnen die Niedersachsen jetzt mit der Vermarktung des ID.3. Der erste designierte Stromer der Marke könne ab kommender Woche (17. Juni) bestellt werden und komme Anfang September auf die Straße, bestätigte der designierte Markenchef Ralf Brandstätter.

Der Grundpreis für die so genannte "First Edition" liegt den Angaben nach bei knapp 40.000 Euro. Später soll es eine Basis-Version geben, die bei annähernd 30.000 Euro startet.

Außen so groß wie ein Golf und innen so geräumig wie ein Passat, gibt es den ID.3 zunächst mit einer 58 kWh großen Batterie für bis zu 420 Kilometer Reichweite und einem 150 kW-Motor für maximal 160 km/h. Die spätere Basisvariante wird 45 kWh bekommen und soll damit 330 Kilometer schaffen. Wer weiter fahren will, soll künftig auch 77 kWh bestellen können und dann maximal 550 Kilometer mit einer Ladung erreichen können.

Ganz ohne Restriktionen kommt VW aber mit dem ID.3 nicht ins Rennen: Funktionen wie die Augmented-Reality beim Head-Up-Display, die Integration von Apple Carplay und Android Auto sowie die Einparkautomatik sind beim Verkaufsstart noch nicht verfügbar und werden bis zum Jahreswechsel mit einem Software-Update nachgeliefert, so der Hersteller.

#Auto 
#Großbritannien 
#Motor 
#Autos 

Das Beste zum Schluss: Kurz vor dem Generationswechsel in der Super Series bringt McLaren noch ein spezielles Modell, das nicht nur aerodynamisch optimiert wurde.

McLaren legt ein neues Longtail-Modell auf: Auf Basis des 720S hat der britische Sportwagenhersteller den 765LT entwickelt, der ab Oktober für 326.560 Euro verkauft wird und auf 765 Exemplare limitiert ist. Danach läuft die Fertigung von Super-Series-Sportwagen aus, weil dann eine neue Fahrzeug-Generation auf einer neuen Plattform gebaut wird.

Für Finale hat McLaren das Coupé nicht nur komplett neu eingekleidet und abgestimmt, sondern vor allem den Motor optimiert: Der 3,8 Liter große V8 leistet deshalb künftig 563 kW/765 PS statt wie bislang 529 kW/720 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 800 Nm.

Longtail (LT) bedeutet nicht nur, dass der Zweisitzer aerodynamisch optimiert wurde. Das Getriebe schaltet um 15 Prozent schneller und der Supersportwagen wiegt 80 Kilogramm weniger als der 720S.

Deshalb sind die Fahrdaten noch eindrucksvoller: Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der 765LT in 2,8 Sekunden, 200 km/h sind aus dem Stand nach 7,2 Sekunden erreicht und das Spitzentempo gibt McLaren mit 330 km/h an. Dabei verbraucht der Sportwagen im Mittel 13,0 Liter und kommt auf einen CO2-Ausstoß von 259 g/km.