1

09.02.2021, 11:54

Der Ford Ecosport im Gebrauchtwagen-Check

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Autos 
Mit dem Ecosport hat Ford seit 2014 auch ein kleines SUV im Programm

Höhere Sitzposition und bequemer Einstieg sind Kaufgründe für SUV-Kunden. Es muss aber nicht immer ein Dickschiff sein. Ein kleines Gefährt ist etwa der Ford Ecosport - auch gebraucht ein guter Kauf?

Man nehme einen Kleinwagen, bocke ihn auf und gönne ihm ein Reserverad an der Hecktür: So wurde aus dem Fiesta das Mini-SUV Ecosport. Mit Blick auf die Beliebtheit der Gattung ist der Pseudo-Geländewagen ein markenstrategisch nachvollziehbares Auto. Bei der Hauptuntersuchung (HU) schneidet es ganz okay ab. Der Ecosport tritt an gegen Autos wie Opel Mokka, Renault Captur und Peugeot 2008.

Modellhistorie: 2012 auf der Automesse in Neu-Delhi vorgestellt, kam der Ecosport 2014 als zweite Generation erstmals auch in Deutschland auf den Markt. Schon im Folgejahr gab es das erste Update, bei dem unter anderem das Fahrwerk neu justiert wurde. 2017 dann das zweite Facelift: Das Reserverad konnten Kunden nun abbestellen, der Innenraum wurde überarbeitet, die Front bekam den Look der Flotte.

Karosserievarianten: Der Ecosport ist ein Mini-SUV mit fünf Türen. Wie bei manchem großen Geländewagen schwingt seine Hecktür seitlich auf.

Abmessungen (laut ADAC): 4,01 m bis 4,02 m x 1,77 m x 1,61 m bis 1,65 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 320 l bis 1.238 l.

Stärken: Laut "Auto Bild Tüv Report 2021" empfehlen sich als Gebrauchtwagen vor allem die Exemplare ab 2015. Die weisen bei der HU insgesamt ein geringeres Mängelniveau als der Durchschnitt auf. In Sachen Fahrwerk gilt das vor allem für die Radaufhängungen, aber auch Federn, Stoßdämpfer und Antriebswellen bleiben demnach bislang unauffällig. Als vergleichsweise haltbar erweisen sich auch die Bremsscheiben. Blinker werden selten beanstandet.

Schwächen: Bei der zweiten HU zeigt der Ecosport seine größte Schwäche: Die Handbremse zeigt beim zweiten HU-Termin eine um das Siebenfache erhöhte Mängelquote, so der Report. Überdurchschnittlich oft bemängelt wird auch die Lenkung; schon beim ersten HU-Termin gilt das auch für Scheinwerfer und Rückleuchten.

Pannenverhalten: Dem ADAC liegen keine Daten zum Ecosport vor. Allerdings trafen das Mini-SUV einige Rückrufe - bei Exemplaren vom Baujahr 2016 wegen fehlerhafter Schweißnähte an den vorderen Querlenkern. Bei Ausführungen mit Automatikgetriebe könne zudem die Ölpumpe versagen, worauf der Tüv-Report hinweist.

Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 74 KW/100 PS bis 103 kW/140 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 66 kW/90 PS bis 92 kW/125 PS.

Auf den Geschmack gekommen?

Das könnte dich auch interessieren:

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Autos 

Mercedes hat im Zuge der E-Klasse-Überarbeitung nun auch die sportlichen AMG-Modelle erneuert. Was wird Interessenten geboten?

Mit dem überarbeiteten E 63 AMG schließt Mercedes das Facelift seiner E-Klasse ab. Die stärkste Version von Limousine und Kombi soll im zweiten Halbjahr nach den Werksferien auf die Straße kommen, teilte die Mercedes-Tochter AMG mit. Preise nannte das Unternehmen noch nicht.

Zu erkennen ist der E 63 AMG vor allem an einer neuen Front, die den sogenannten Panamericana-Grill mit seinen senkrechten Streben trägt. Dazu gibt es flachere Scheinwerfer, weiter ausgestellte Radhäuser sowie neue Schürzen und Schweller. Zugleich übernimmt AMG das neue Cockpit der Großserie mit einem weiter aktualisierten Anzeige- und Bedienkonzept sowie einer neuen Lenkrad-Generation.

Die Motoren sorgen für maximal Tempo 300

Nichts ändert sich dagegen am Antrieb: Es bleibt bei einem vier Liter großen V8-Turbo, der im Grundmodell auf 420 kW/571 PS kommt und in der Variante E 63 S mit bis zu 450 kW/612 PS zu Werke geht.

Das reicht für einen Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in bestenfalls 3,4 Sekunden und für Spitzengeschwindigkeiten von maximal 290 km/h für das T-Modell (Kombi) und 300 km/h für die Limousine. Den Verbrauch gibt Mercedes mit 11,6 bis 11,9 Litern und den CO2-Ausstoß mit 265 bis 273 g/km an.

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Sicherheit 

Ein Reifenplatzer auf der Autobahn ist für jeden Autofahrer ein Horrorszenario. Doch welche Warnzeichen gibt es vor einem Schaden, und wie verhält man sich richtig, wenn es zu einer Reifenpanne kommt?

Beschädigungen am Autoreifen können gravierende Folgen nach sich ziehen. "Im schlimmsten Fall kann der Reifen während der Fahrt platzen, was nicht selten in der Leitplanke endet", weiß Reifenexperte Christian Heinz vom TÜV. Worauf also sollten Autofahrer achten und was im Notfall tun?

In den meisten Fällen ist ein zu niedriger Reifendruck die Ursache für eine Reifenpanne. Auch eingefahrene Gegenstände wie Nägel oder andere spitze Metallteile können zu einem schleichenden Druckverlust im Reifen führen. Andere Gründe sind starker Reifenverschleiß oder extrem gealterte Reifen, bei denen unter Umständen sogar die Ventilschäfte schlappmachen können. Materialfehler seien indes eher selten Ursache für Reifenschaden.

Mit dem richtigen Luftdruck vorbeugen

Daher ist es wichtig, den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren und die Pneus dabei auch gleich nach äußerlich erkennbaren Beschädigungen abzusuchen. Reifenschäden können ihre Ursache auch im unvorsichtigen Kontakt mit der Randsteinkante haben. Vielen Autofahrern ist laut Heinz gar nicht bewusst, wie stark sie ihre Reifen beim Überfahren des Randsteins belasten. Wird dieser in einem spitzen Winkel angefahren, ist die Belastung für den Reifen besonders hoch.

Nicht aufs Reifendruckkontrollsystem allein verlassen

Neuere Fahrzeuge verfügen über Reifendruckkontrollsysteme, aber auch diese machen die regelmäßige Kontrolle nicht überflüssig: "Gerade ein schleichender Plattfuß wird von den Systemen im Zweifel zu spät erkannt", erläutert der TÜV-Mann. "Die Systeme schlagen erst bei einem Druckverlust von 20 Prozent Alarm."

Seine Faustregel zum rechtzeitigen Erkennen eines schleichenden Druckverlusts: Reifendruck alle 14 Tage kontrollieren und wenn nötig anpassen. Die Druckkontrolle sollte dabei immer entweder mit kalten oder warmgefahrenen Reifen erfolgen, anderenfalls verfälschen Temperaturunterschiede das Messergebnis deutlich: Schon zehn Grad Temperaturunterschied machen etwa 0,1 Bar aus.

Was ist im Ernstfall zu tun?

Doch wie sollten sich Autofahrer verhalten, wenn doch einmal der Reifen platzt? Der Reifenschaden kündige sich meistens bereits kurz davor an, so Heinz. "Das Fahrverhalten des Fahrzeugs ändert sich durch den verminderten Reifendruck stark. Der Wagen zieht in eine Richtung, reagiert schwammig oder schaukelt sich auf."

Generell sollten Autofahrer in einem solchen Fall ruhig bleiben und nicht hektisch lenken. "Auch abruptes Abbremsen ist keine gute Idee und kann zum Ausbrechen des Wagens führen", warnt Heinz. Erste Handlung bei einer sich andeutenden Reifenpanne ist das Einschalten der Warnblinkanlage. Das Fahrzeug sollte dann möglichst behutsam und ohne starke Lenkbewegungen zum Stillstand gebracht werden.