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28.12.2020, 11:29

Die wichtigen Autoneuheiten 2021 fahren elektrisch

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SUV-Stromer: Den iX3 tanken BMW-Kunden an der Steckdose auf

Die Autoindustrie treibt 2021 mit ihren Neuheiten den Systemwechsel voran: Das Gros der Debütanten fährt in fast allen Segmenten mit Strom. Werden klassische Verbrenner zur Ausnahme?

Lange Jahre musste sich die Autoindustrie den Vorwurf gefallen lassen, sie habe den Systemwechsel verschlafen und mit dem Verbrenner aufs falsche Pferd gesetzt. Doch so langsam reißt sie das Ruder herum. Elektrische Antriebe dominieren das Angebot - zumindest bei den Neuheiten. Nachdem 2020 bereits viele Volumenmodelle mit Stecker vorgestellt wurden, geht es 2021 genau so weiter.

In fast allen Segmenten dominieren die Stromer den Ankündigungen der Hersteller und den Indiskretionen der Fachmedien zufolge. Dabei bringt die Elektrifizierung nicht nur neue Modelle, sondern sogar neue Marken auf die Straße.

So starten aus China die Volvo-Schwester Lynk & Co sowie die wiederbelebte britische Traditionsmarke MG ihr Geschäft in Deutschland. Und auch Nio und Byton laufen sich für den Export warm, wenn den Start-ups nicht doch noch das Geld ausgeht. Ebenfalls neu ist der Hyundai-Ableger Ioniq, den die Koreaner als reine Elektromarke aufbauen wollen. Sie alle treten in jenem Segment an, in dem die Musik auch im neuen Jahr am lautesten spielen dürfte: Bei den SUVs. Sowohl der als Hybrid oder Plug-in angebotene Lynk & Co 01 als auch der rein elektrische MG ZS sind genau wie der Nio ES6 und der Byton M-Byte für die Steckdose hochbeinige Kompakte mit rustikalem Design. Und auch der Ioniq 5 folgt diesem Trend.

Auch die deutschen Hersteller stehen unter Strom

Die etablierten Hersteller halten aber kräftig dagegen, insbesondere die deutschen, die jetzt mit Macht auch elektrisch in die Volumensegmente drängen. So hat Audi den E-Tron Q4 angekündigt, BMW bringt den iX3, Mercedes den EQA und VW den ID.4 sowie das Schwesterauto ID5 mit Schrägheck. Dazu gibt es den lange erwarteten Deutschland-Start des Tesla Model Y aus der noch fertig zu stellenden Fabrik bei Berlin. Lexus bringt mit dem UX 300e das erste batterieelektrische Auto aus dem Toyota-Imperium, von den VW-Töchtern kommt der Skoda Enyaq und der Cupra El-Born als sportliche Seat-Alternative.

Ford bringt den Mustang Mach-E und Opel den neuen Mokka, der mit seinem dualen Angebot aus Elektroantrieb und Verbrenner die Brücke zur alten Welt schlägt. Diesen Spagat macht er gemeinsam mit dem Citroën C4, der die gleiche Plattform nutzt. Und auch bei Nissan fahren sie zweigleisig, aber dann auch mit zwei Modellen. So gibt"s für konventionelle Gemüter eine Neuauflage des Qashqai, die mit einem neuen Hybridantrieb auch elektrisch fahren kann. Und für Avantgardisten gibt es als rein elektrisches SUV den Ariya, der den Erfolg des Leaf ins nächste Segment tragen soll.

Andere SUV-Neuheiten fremdeln noch etwas mit der Elektromobilität

Eher in der alten Welt zu Hause sind ein paar wenige andere SUV-Neuheiten, bei denen die Elektrifizierung allenfalls bis zum Plug-in-Hybrid reicht. Den gibt es für den neuen Hyundai Tucson in der Kompaktklasse genau wie für den Kia Sorento in der Mittelklasse.

Der Crossover auf Basis des Toyota Yaris bekommt genau wie die nächste Generation des Honda HR-V auf Basis des Jazz und der Renault Arkana als erstes SUV-Coupé eines Volumenherstellers zumindest einen konventionellen Hybriden. Und auch der große Highlander als neuer Siebensitzer im SUV-Programm von Toyota fährt als Teilzeitstromer ohne Stecker vor. Allein der GV70, mit dem der edle Hyundai-Ableger Genesis auch bei uns den Kampf mit Lexus & Co aufnehmen will, kommt nach Angaben des Unternehmens erst mal nur mit Verbrennern.

Wer viel Platz und Variabilität sucht und kein SUV möchte, wird bei der wachsenden Anzahl an familienfreundlichen Kleintransportern fündig - und kann auch die immer öfter an der Steckdose parken. Wenn 2021 ein neuer Renault Kangoo und baugleich der Mercedes Citan sowie dessen neuer Pkw-Ableger T-Klasse kommen, wird es neben Dieseln und Benzinern ebenfalls E-Versionen geben, so die Hersteller.

Auch bei den eher traditionellen Karosserievarianten stehen wichtige Neuheiten unter Strom: Opel Astra, Peugeot 308 und Citroën C5 - alle eng verwandt und auf der gleichen Plattform konstruiert, wird es mit Benzintank oder Batterie geben. BMW schickt den rein elektrischen i4 ins Rennen. Toyota bringt mit der zweiten Generation des Mirai die Brennstoffzelle ein wenig näher an den Alltag. Und Mercedes rollt mit dem luxuriösen EQS quasi eine elektrische S-Klasse vor - mit bis zu 700 Kilometern Reichweite nach WLTP, so der Hersteller.

Gibt es überhaupt noch neue Vebrenner? Aber ja

Klassische Limousinen wie die neue Generation der Mercedes C-Klasse sowie der DS9 als französisches Comeback in der Oberklasse sind da fast schon eine Ausnahme. Selbst die Sportwagenwelt parkt längst an der Steckdose. Ja, die Petrolheads freuen sich auf Verbrenner wie den neuen BMW M3/M4 oder das Deutschland-Debüt der Corvette, die im Herbst noch einmal mit klassischem V8-Motor durchstartet. Von Toyota gibt"s einen neuen GT86 und von Mercedes endlich einen frischen SL.

Doch neue Sportler wie der nächste Nissan Z oder der zweite Subaru BRZ werden bei uns mit Blick auf die CO2-Bilanzen gar nicht mehr angeboten. Und mit Premieren wie dem Pinifarina Battista, dem Ferrari SF 90 Spider, dem Maserati MC20 oder dem McLaren Artura hält die Elektrifizierung auch auf der Überholspur weiter Einzug.

Einzig bei den Kleinwagen spielen die Stromer noch eine untergeordnete Rolle, weil Autos in dieser Klasse selbst mit der staatlichen Förderung nur schwer finanzierbar sind. Premieren wie der Dacia Sandero und sein rustikaler Bruder Stepway kommen deshalb ganz konventionell daher. Und auch beim Skoda Fabia wird es für kaum mehr als einen Mild-Hybriden reichen.

Aber sogar in dieser Liga beginnt so langsam eine Zeitenwende. Nicht nur der Fiat 500 wird als Liebling der Lifestyle-Fraktion mit dem Generationswechsel elektrisch, sondern sogar Dacia versucht sich an der Mobilitätswende und bringt den Renault K-ZE aus China als Spring nach Europa - mit einem ambitionierten Ziel: Denn mit einem Netto-Preis um die 10.000 Euro soll er Elektromobilität endlich für alle erschwinglich machen.

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Als die BMW vor 40 Jahren die R80 G/S auf den Markt brachte, begründete sie die Gattung der Reiseenduros. Ein Rückblick mit kleiner Ehrenrunde auf dem Ur-Modell.

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Weiterentwicklung einer Wettbewerbsmaschine

Laszlo Peres ist einer der Väter der BMW G/S. Als Mitarbeiter der Versuchsabteilung entwickelt er 1977 innerhalb von drei Monaten eine Wettbewerbsmaschine fürs Gelände. Ein Jahr später wird er mit seiner Maschine Vizemeister bei den Deutschen Geländemeisterschaften über 750 ccm. "Die Enduro wog nur 130 Kilogramm und war wegen des tiefen Schwerpunktes und dem kräftigen Motor ideal im Gelände", sagt Peres. BMW ist von seinem Konzept überzeugt und baut die Motorsport-Aktivitäten aus. Der Prototyp wird weiterentwickelt, feiert 1979 weitere Erfolge.

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Das eigentlich Neue ist die Einarmschwinge mit einem Federbein, das mehr Federweg und dadurch mehr Geländegängigkeit verspricht. Die Monolever genannte Einarmschwinge stützt sich mit einem Federbein gegen den Rahmen ab, stemmt das Heck beim Beschleunigen nach oben. Dadurch entsteht ein "Fahrstuhl-Effekt", der erst 1987 beim Nachfolger mit der Weiterentwicklung Paralever minimiert wird.

Robuste Maschine und viel Zubehör

1980 kommt die G/S mit der Schwinge samt wartungsfreiem Kardanantrieb, 800-ccm-Zweizylinder-Boxer mit 37 kW/50 PS der R80/7 und einem 21 Zoll großen Vorderrad auf den Markt, fährt bis zu 160 km/h schnell. Der Boxermotor ist robust, die Technik überschaubar, das Ventilspiel lässt sich einfach einstellen. Das Hinterrad ist in wenigen Minuten ausgebaut. 1980 ist sie die leistungsstärkste, aber auch schwerste Enduro auf dem Markt.

Die G/S wird zur Mutter aller Reiseenduros. Die damals neue Optik ist keine Designspielerei. Dank der besonderen Reifen und der hohen Schutzbleche sind Sand-, Schlamm- und Flussfahrten möglich. Lediglich die Höhe der Vergaser reglementiert die Wattiefe. Was die meisten Besitzer mögen: langstreckentaugliche Sitzposition, fast 200 Kilogramm Zuladung, ein 19,5 Liter großer Tank für rund 250 Kilometer Reichweite und ein großes Zubehörprogramm. BMW hat das richtige Gespür für die sich gut verkaufende Reihe und bietet Enduros bis heute erfolgreich an.

Kurvenwedeln mit den Zylindern im Wind

Noch heute begeistert der Oldie. Die Zylinder ragen seitlich heraus, lassen sich vom Fahrtwind kühlen. Bei leichtem Dreh am Gasgriff an der Ampel schwingt das Motorrad leicht zur Seite. Doch einmal auf der weichen Sitzbank in Fahrt, wirkt die schmale G/S wie ein Mofa. Der Fahrer sitzt aufrecht im Wind, ohne Verkleidung bläst der ab 60 km/h gegen den Oberkörper, die Instrumente sind eher karg angeordnet und beschlagen ständig.

Trotz des hohen Gewichts von 192 Kilo vollgetankt wedelt die G/S leicht durch Kurven, lässt sich flott und spielerisch fahren. Nur sollten Piloten die nächste Kurve im Blick haben. Die vordere Scheibenbremse verlangt etwas Kraft, die hintere Trommelbremse verzögert eher zaghaft. Auch das ewige Aufschaukeln des Hecks ist nicht jedermanns Sache, lässt sich aber nach ein paar Kilometern in den Fahrfluss einbauen. Wen das stört, sollte sich ein späteres Modell mit der Paralever-Schwinge suchen.

Für Frank Meißner vom Oldtimer-Marktbeobachter Classic Analytics stehen die frühen G/S-Modelle besonders hoch im Kurs. "Die G/S gelten als zuverlässig, wartungsfreundlich, wertstabil, bieten eine gute Ersatzteilversorgung und einen großen Zubehörmarkt sowie den Zweizylinder-Boxermotor", so Meißner. In der Zustandsnote Zwei stieg der Wert ab 2014 von 5.100 Euro auf heute 9.800 Euro, das Sondermodell Paris-Dakar mit großem Tank, Einzelsitzbank, Gepäckbrücke und Rallye-Optik ist bis zu 50 Prozent teurer.

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Wie steht es um das Öl? Ist genug Wischwasser da? Und wie sieht es hier überhaupt aus? Nicht nur vor der Urlaubsfahrt lohnt sich ein Autocheck - auch nach einer Reise sollte man sich die Zeit nehmen.

Ihr Auto hat Sie sicher aus dem Urlaub heimgebracht? Zeit, es ihm mit etwas Pflege zu danken. Wer den Lack auf Kratzer und Steinschläge kontrolliert, kann diese zum Beispiel sofort ausbessern und so Rostbildung verhindern, erklärt der ADAC.

Der Check sollte bei den Flüssigkeiten wie Öl, Kühlflüssigkeit und Wischwasser weitergehen: Hier gemäß den Angaben des Hersteller nachfüllen. Wer ungewöhnlich hohen Kühlmittelverlust feststellt, sollte Experten hinzuziehen, um die Ursache dafür zu finden.

Ein genauen Blick wirft man besser auch auf die Reifen, um sie auf Schäden und ausreiche Profiltiefe zu untersuchen. Wer aufgrund von viel Zuladung den Luftdruck vor der Reise erhöht hat, sollte ihn nun wieder der aktuellen Belastung anpassen.

Natürlich freut sich das Auto auch über eine Wäsche und eine Entrümplung von Koffer- und Innenraum. Dazu sollte unbedingt gehören, die Scheiben sorgsam zu putzen. Das gilt auch für die Innenseiten. Ansonsten kann der Schmutzfilm speziell bei tief stehender Sonne für große Blendgefahr sorgen.