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22.12.2020, 09:43

Gebrauchtwagen-Check: Nissan Micra (2010 bis 2017)

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Der Nissan Micra wird als City-Car vermarktet

Der Nissan Micra ist ein Kleinwagen – als City-Car vermarktet der japanische Hersteller das Modell aktuell. Für lange Strecken war er nie gebaut. Bei der Hauptuntersuchung (HU) erweist sich die Viertauflage unter einigen Prüfkriterien als weniger ausdauernd – trotz Besserungstendenzen.

Modellhistorie: Der Ur-Micra kam 1982 auf den Markt, die betrachtete vierte Generation K13 war zwischen 2010 und 2017 als Neuwagen im Verkauf und bekam 2013 eine größtenteils optische Modellpflege mit Designänderungen an Front und Heck. Der Nachfolger K14 wird seit 2017 angeboten.

Karosserievarianten: Anders als sein Vorgänger, den es auch als Cabrio-Coupé gab, wurde der K13 nur noch als Schrägheck mit fünf Türen gefertigt.

Abmessungen (laut ADAC): 3,83 m x 1,67 m x 1,52 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 265 l bis 1132 l.

Stärken: Der Micra ist ein wendiges Auto, gedacht für die Stadt, für längere Strecken jedoch weniger. Bei der HU machen die Lenkung sowie Federn und Dämpfung vergleichsweise selten Probleme, so der "Auto Bild Tüv Report 2021". Auch Bremsscheiben, -leitungen und -schläuche sowie Auspuffanlagen erweisen sich als überdurchschnittlich haltbar.

Schwächen: Bereits bei der ersten HU, fällt die Achsaufhängung mit hohen Mängelquoten auf. Beim vierten Check im Alter von neun Jahren sieht das nicht anders aus. Auch verstelltes Abblendlicht wird oft bemängelt sowie beim ersten und zweiten Check Ölverlust. "Die Tüv-Noten sind kein Anreiz, den Mini-Japaner zu wählen", so der Report. Gegenüber seinem Vorgänger zeige sich der K13 aber immerhin in besserer Form.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine aktuelle Pannenstatistik: Exemplare der Erstzulassungsjahre 2012 bis 2014 schnitten mittelmäßig ab, der "Rest ist gut". Pannenschwerpunkte sind streikende Anlasser (2013 und 2014) sowie marode Zündkerzen (2014 und 2016).

Motoren: Benziner (Dreizylinder, Frontantrieb): 59 kW/80 PS und 72 kW/98 PS.

Auf den Geschmack gekommen?

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Autos wie Ford Fiesta, Opel Corsa oder VW Polo sind mittlerweile Kleinwagen-Klassiker. Aber auch Kia baut den Rio seit nunmehr 20 Jahren - wie schlägt sich dabei die dritte Generation des Koreaners?

Ein Kleinwagen im Format des deutschen Platzhirschen VW Polo - das ist der Rio der koreanischen Marke Kia, dessen Design an den europäischen Geschmack angepasst wurde. So gewöhnlich er für hiesige Verhältnisse aussieht, so durchschnittlich zeigt er sich bei der Hauptuntersuchung (HU). Mit dem Vorwissen über die Mängel ist das für die Anschaffung ein im Grunde gutes Zeichen.

Modellhistorie: Die erste Generation kam 2000 in Europa auf den Markt, die betrachtete Drittauflage 2011. Facelift: 2015. Abgelöst wurde die Baureihe 2017 durch die vierte Generation.

Karosserievarianten: Der Kia Rio ist ein typischer Kleinwagen, wenngleich er die Vier-Meter-Marke bei der Länge überschreitet. Verkauft wurde er als Drei- und als Fünftürer. Die Stufenheckvariante wurde in Europa nicht vermarktet.

Abmessungen (laut ADAC): 4,05 m x 1,72 m x 1,46 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 288 l bis 923 l.

Stärken: Der Rio ist ein funktionales Auto, das vier Erwachsene recht bequem von A nach B bringt - und zwar sparsam. Denn der Dreizylinder-Diesel von 2011 war mit 3,2 Litern das Auto mit dem geringsten Normverbrauch auf dem deutschen Markt. Bei der HU schneiden Antriebswellen, Achsfedern und Dämpfung meist gut ab, so der "Auto Bild TÜV Report 2020". Gleiches gilt für Bremsleitungen, -schläuche und Feststellbremse.

Schwächen: Die Achsaufhängung fällt mit erhöhten Mängelquoten schon beim ersten HU-Termin auf, bei der zweiten HU schneiden die Bremsscheiben schlechter als der Durchschnitt ab. In allen Jahren negativ fällt laut Report auch das Abblendlicht auf, die hintere Beleuchtung ab dem zweiten Pflichtcheck.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick aufs Pannenverhalten: "Die Werte sehen insgesamt gut aus." Als Pannenschwerpunkt nennt der Club einzig die Zündkerzen bei Autos vom Erstzulassungsjahr 2012. In der offiziellen ADAC-Pannenstatistik wird der Koreaner aufgrund niedriger Zulassungszahlen nicht veröffentlicht.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 62 kW/86 PS bis 80 kW/109 PS; Diesel (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 55 kW/75 PS und 66 kW/90 PS.

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