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01.12.2020, 09:49

Der Kia Rio aus zweiter Hand

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#Deutschland 
Kias Kleinwagen Rio ist ein Auto mit Stärken und Schwächen

Autos wie Ford Fiesta, Opel Corsa oder VW Polo sind mittlerweile Kleinwagen-Klassiker. Aber auch Kia baut den Rio seit nunmehr 20 Jahren - wie schlägt sich dabei die dritte Generation des Koreaners?

Ein Kleinwagen im Format des deutschen Platzhirschen VW Polo - das ist der Rio der koreanischen Marke Kia, dessen Design an den europäischen Geschmack angepasst wurde. So gewöhnlich er für hiesige Verhältnisse aussieht, so durchschnittlich zeigt er sich bei der Hauptuntersuchung (HU). Mit dem Vorwissen über die Mängel ist das für die Anschaffung ein im Grunde gutes Zeichen.

Modellhistorie: Die erste Generation kam 2000 in Europa auf den Markt, die betrachtete Drittauflage 2011. Facelift: 2015. Abgelöst wurde die Baureihe 2017 durch die vierte Generation.

Karosserievarianten: Der Kia Rio ist ein typischer Kleinwagen, wenngleich er die Vier-Meter-Marke bei der Länge überschreitet. Verkauft wurde er als Drei- und als Fünftürer. Die Stufenheckvariante wurde in Europa nicht vermarktet.

Abmessungen (laut ADAC): 4,05 m x 1,72 m x 1,46 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 288 l bis 923 l.

Stärken: Der Rio ist ein funktionales Auto, das vier Erwachsene recht bequem von A nach B bringt - und zwar sparsam. Denn der Dreizylinder-Diesel von 2011 war mit 3,2 Litern das Auto mit dem geringsten Normverbrauch auf dem deutschen Markt. Bei der HU schneiden Antriebswellen, Achsfedern und Dämpfung meist gut ab, so der "Auto Bild TÜV Report 2020". Gleiches gilt für Bremsleitungen, -schläuche und Feststellbremse.

Schwächen: Die Achsaufhängung fällt mit erhöhten Mängelquoten schon beim ersten HU-Termin auf, bei der zweiten HU schneiden die Bremsscheiben schlechter als der Durchschnitt ab. In allen Jahren negativ fällt laut Report auch das Abblendlicht auf, die hintere Beleuchtung ab dem zweiten Pflichtcheck.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick aufs Pannenverhalten: "Die Werte sehen insgesamt gut aus." Als Pannenschwerpunkt nennt der Club einzig die Zündkerzen bei Autos vom Erstzulassungsjahr 2012. In der offiziellen ADAC-Pannenstatistik wird der Koreaner aufgrund niedriger Zulassungszahlen nicht veröffentlicht.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 62 kW/86 PS bis 80 kW/109 PS; Diesel (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 55 kW/75 PS und 66 kW/90 PS.

Auf den Geschmack gekommen?

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Benzin bleifrei - kennt jeder und ist an jeder Tankstelle zu haben. Verbleiten Kraftstoff indes kennt längst nicht jeder. Manche Motoren brauchen ihn dennoch wegen seiner dämpfenden Eigenschaften.

Tankstellen mit verbleitem Kraftstoff im Angebot sucht man in der EU schon seit Jahren vergeblich. Nachdem in Österreich die Abgabe von Blei-Sprit an den Zapfsäulen 1993 verboten wurde, folgte im Jahr 2000 das endgültige Verbot in der Europäischen Union.

Manches Fahrzeug hat dennoch Durst nach Kraftstoff mit Blei. Für ältere Motoren, die heute meist in Oldtimern zu finden sind, könne der Bleizusatz wichtig sein, erklärt Marcus Constantin. Das liege an den verbauten Materialien bei Ventilen und Ventilsitzen, die mitunter verhältnismäßig weich seien, führt der Experte der Prüforganisation Dekra aus.

Die Schwermetallverbindungen im bleihaltigen Kraftstoff lagern sich demnach an den Ventilen und Ventilsitzen ab und wirken dort somit als Dämpfer beim Schließen der Ventile, damit diese nicht etwa in den Ventilsitz einschlagen. Würde dies passieren, verringert sich das Ventilspiel - das könnte zu einem kapitalen Motorschaden führen.

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Bei zweistelligen Plustemperaturen haben Winterreifen dagegen gravierende Nachteile. So erhöhen sich durch die weichere Gummimischung Reifenverschleiß und Spritverbrauch. Das zu weiche Material hat auch Folgen für die Sicherheit: Vor allem in Kurven kann sich das Fahrverhalten ändern und der Bremsweg ist deutlich länger.