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20.11.2020, 15:22

So bleibt das Auto im Winter geschützt

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Winterzeit ist Wäschezeit? Ja, denn Streusalzreste müssen entfernt werden

Salzreste, die sich durch den Unterboden knuspern oder blühende Rostpickel, die Blechkleid beflecken? Ja, im schlimmsten Fall können Streusalzreste im Winter Korrosion am Auto verursachen oder beschleunigen. Regelmäßige Besuche in der Waschanlage können das Risiko reduzieren, so der Auto Club Europa (ACE). Doch wie oft ist oft genug?

Das hängt davon ab, wie oft und wo Sie das Auto im Winter fahren. Wird auf den typischen Routen oft gestreut, muss häufiger gewaschen werden. Als Faustregel rät der ACE Vielfahrern zur wöchentlichen Wäsche. Ansonsten genügt allen, die weniger fahren, ein oder zwei Mal im Monat die Waschstraßenfahrt.

Wichtig: Beim Waschprogramm eine Unterbodenwäsche wählen. Ansonsten reicht aber eine günstigere Wäsche, dafür lieber häufiger. Schnee, Dreck und Salzreste sollten Sie aber unbedingt vor dem Waschgang mit warmen Wasser aus dem Hochdruckreiniger abspülen. Ansonsten können Dreck- und Salzreste in der Waschanlage Kratzer verursachen, warnt der ACE.

Verbliebene Feuchtigkeit in Ritzen, Ecken und Falzen entfernen Autobesitzer nach der Wäsche mit einem weichen Tuch. Dann eventuelle Heißwachsreste von der Scheibe entfernen und die Türgummis mit einem Pflegemittel fetten, damit sie nicht festfrieren. Das rundet die Winterwäsche ab. An Frosttagen aber besser auf den Waschgang verzichten, denn Türen und Haube könnten zufrieren. Wer dann versucht, diese zu öffnen, könnte die Dichtungen beschädigen.

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Oft Streusalz auf den Straßen und manchmal Schnee im Fußraum: In der kalten Jahreszeit brauchen Autos besondere Pflege. So bringt man das Fahrzeug unversehrt durch den Winter.

Für Autos ist der Winter nicht gerade eine angenehme Zeit. Regen, Eis, Schnee, Dreck und auch Streusalz können Lack, Gummidichtungen, Scheinwerfern, Scheiben und Schlössern zusetzen. Es gilt also, das Fahrzeug zu pflegen - nur wie?

"Eine regelmäßige Autowäsche ist im Winter mindestens ebenso wichtig wie im Sommer", sagt Bernd Stürmer, Fachreferent beim TÜV. Wenn Straßen mit Taumitteln wie Salz bearbeitet werden, wird auch das Auto mit einem Schmierfilm aus Nässe, Schmutz und Taumitteln überzogen. Und dieser Film müsse immer wieder abgewaschen werden, erläutert der Experte für Fahrzeugtechnik und Fahrzeugprüfung.

Viele Autobesitzer sorgen sich zwar, dass eine Wäsche im Winter dem Fahrzeug wegen des gefrierenden Wassers schaden könne. Sören Heinze vom Auto Club Europa (ACE) hält diese Bedenken aber für unbegründet - "vorausgesetzt, man beachtet einige Regeln."

Vorsicht in der SB-Waschbox

Die erste Regel für die Fahrzeugwäsche lautet: "Vorsicht schon beim Aussteigen, gerade in einer offenen SB-Box." Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt könne es dort glatt werden. Vereisen kann aber nicht nur der Boden, sondern auch das Türschloss nach einer unsachgemäßen Handhabung des Hochdruckreinigers in den Selbstbedienungs-Waschboxen.

Man sollte unbedingt darauf achten, den Strahl des Reinigers nicht direkt auf das Türschloss zu richten, rät Dieter Thiel, Fachmann für Fahrzeugaufbereitung. Ohnehin empfiehlt Thiel, dessen Firma Neuwagen und Oldtimer aus den USA importiert, das Fahrzeug eher in einer Waschanlage oder Waschstraße als in einer SB-Box zu reinigen.

Nicht jeder Autobesitzer ist vertraut mit der Bedienung eines Hochdruckreinigers. Dann könne es zu Schäden an Anbauteilen kommen. Besonders gefährlich sei der Versuch, die Reifen mit Hochdruck zu säubern, warnt Heinze: "Der Strahl des Reinigers darf niemals direkt auf die Reifen gerichtet werden." Sonst könne es zur Beschädigung der Reifenstruktur oder gar zum Reifenplatzen während der Fahrt kommen.

Trick gegen vereiste Türschlösser

Damit das Türschloss beim Waschen nicht vereist, empfehlen die Experten, einen Klebestreifen darüber anzubringen. Dieser verhindert, dass Wasser in den Schließzylinder eintreten und gefrieren kann. Nach der Wäsche zieht man den Kleber wieder ab.

Aber nicht nur das Schloss kann den Zugang verwehren. Türdichtungen können ebenfalls festfrieren. "Wer dann mit Gewalt versucht, die Tür zu öffnen, dem mag das wahrscheinlich sogar gelungen", sagt Heinze. "Mit ziemlicher Sicherheit zerreißt dabei aber auch die Dichtung."

Vorbeugend sollte man die Türdichtungen reinigen, trocknen und einreiben. Während TÜV-Experte Stürmer Vaseline und Wachs als Mittel der Wahl nennt, schwört Dieter Thiel auf Ballistol. "Man kennt das vor allem als Waffenöl", sagt der Experte für US-Fahrzeuge. Er behandle zum Beispiel nach einer Motorwäsche die Motoren seiner Fahrzeuge damit. "Egal ob Gummi, Metall, Aluminium oder Kunststoff, dieses Öl produziert den idealen Schutzfilm, das Wasser der Waschanlage kann dann kaum noch etwas ausrichten."

Saubermachen für mehr Sicherheit

Frontscheinwerfer, Rückleuchten, Blinker und alle Scheiben sollten Autofahrer außen sauber halten. Das sorgt für bessere Sicht und dafür, dass andere das eigene Auto besser wahrnehmen.

Wichtig ist es, die Scheiben auch von innen reinigen. Denn schmutzige Scheiben beschlagen schneller, wie Heinze erklärt. Ein Hausmittel dafür soll Zeitungspapier sein. Bernd Stürmer hält davon aber nichts: "Zeitungspapier hat zwar eine gute Saugkraft, aber leider landet auch die Druckerschwärze auf den Scheiben. Dann sieht man gerade nachts nur noch konzentrische Kreise auf der Frontscheibe."

Katzenstreu gegen Feuchtigkeit

Stattdessen haben Autofahrer idealerweise ein Anti-Beschlagtuch stets an Bord, sagt Dieter Thiel, der das Zeitungspapier aber nicht völlig verdammen will: Ausgelegt im Fußraum sei es beispielsweise ein gutes Hilfsmittel, um Feuchtigkeit und Nässe aufzusaugen, damit Fußmatten und Teppiche nicht durchnässen.

Noch besser aber wirke Katzenstreu. Dieses nutze seine Firma bei der Verschiffung von Autos aus den USA nach Deutschland, um Schimmelschäden vorzubeugen, so Thiel. "Einfach einen festen Kartondeckel in Fuß- oder Kofferraum legen und Katzenstreu großflächig darauf verteilen, das wirkt Wunder."

Idealerweise kommt das Wasser aber erst gar nicht hinein. "Man sollte im Winter seitlich ins Auto einsteigen, so dass die Beine zunächst noch draußen sind und man die Schuhe gegeneinanderschlagen und so den Schnee abklopfen kann", rät Bernd Stürmer.

Keine Schlieren dank einwandfreier Wischer

Eine entscheidende Rolle für gute Sicht spielen einwandfreie Scheibenwischer. "Bei defekten oder verschmutzen Wischerblättern kommt es zu Schlierenbildung auf der Scheibe", mahnt Sören Heinze. Er rät zu einer regelmäßigen Reinigung der Gummis, die man im Zweifel lieber früher als später austauschen sollte.

Im Wischwasser wiederum sollte ausreichend Frostschutz sein. Von Spiritus hingegen rät Heinze ab: "Spiritus ist zwar in der Tat ein guter Frostschutz, gehört aber nicht in die Scheibenwaschanlage." Denn auch er verursache Schlieren und wirke somit kontraproduktiv.

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Moderne Autos lassen sich mit einer Vielzahl von Sicherheitssystemen ausrüsten. Vorgeschrieben sind diese meist nicht. Sind sie an Bord, müssen sie aber auch funktionieren.

Geht in einem Auto ein Assistenzsystem kaputt, müssen Autofahrer es reparieren lassen. Speziell, wenn es sich um Sicherheitssysteme handelt. Das gilt auch für solche, die zusätzlich an Bord und nicht vorgeschrieben sind, erläutern Dekra-Sachverständige.

Arbeiten zum Beispiel Airbags, Notbremsassistenten oder ESP nicht korrekt oder gar nicht mehr, darf der Fahrer sie nicht einfach ausschalten. Stattdessen müssen sie fachgerecht repariert werden. Das soll gewährleisten, dass die hohen Sicherheits-Standards bei modernen Autos auch im zunehmenden Alter noch eingehalten werden.