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19.11.2020, 13:03

Das Cabrioverdeck besser ohne Hochdruck pflegen

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Mit Wasser und Fingerspitzengefühl: Das Cabrioverdeck möglichst sanft reinigen

Viele Cabriobesitzer gönnen ihrem Frischluftfahrzeug eine Winterpause. Neben den üblichen Vorbereitungen benötigen vor allem das Verdeck und seine Mechanik etwas Aufmerksamkeit.

Wer sein Cabrio über den Winter einmotten will, muss sich auch um das Verdeck kümmern. Wie vor jedem automobilen Winterschlaf ist auch ein Cabrio vorher gründlich zu waschen und zu reinigen. Zur Unterboden- und Motorwäsche rät der TÜV ebenfalls.

Am besten lässt sich ein Stoffverdeck mit klarem Wasser reinigen. Beim Entfernen von Flecken dabei am besten auf die Angaben des Herstellers achten. Vorsicht ist bei Hochdrucklanzen angebracht: Stoffdächer sollten Cabriofans damit nicht waschen. Bei falscher Anwendung riskieren sie Schäden an den weichen Materialien und zerstören die Imprägnierung.

Für die Durchfahrt einer Waschanlage sind moderne Verdecke aber in der Regel gerüstet. Im Zweifel lieber vorher noch einmal in die Betriebsanleitung des Autos schauen. Ist das Cabrio trocken, lassen sich die Dichtungen an Rahmen, Türen und Fenstern mit Pflegemitteln aus dem Zubehör-Shop behandeln. Die sind oft auf Silikonbasis hergestellt.

Auf den Geschmack gekommen?

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Der Auris ist bei Toyota ein zwölfjähriges Intermezzo. Mittlerweile heißt das Kompaktmodell in der Neuwagenflotte des japanischen Herstellers wie einst wieder Corolla, den Auris gibt offiziell nur noch als Gebrauchten. Und als solcher ist er beliebt, denn Anlass zum Klagen gab er zuletzt kaum, wie seine Bilanz bei der Kfz-Hauptuntersuchung in Deutschland zeigt.

Modellhistorie: 2007 löste der Auris in Europa den Corolla ab, 2012 kam die hier betrachtete Nachfolgegeneration (E18) auf den Markt, die es ab 2013 auch als Kombi zu kaufen gab. Mit dem Facelift von 2015 schärfte der Hersteller die Optik nach und modernisierte die Motorenpalette - allem voran mit einem spritzigen 1,2-Liter-Turbo.

Karosserievarianten: Der Auris ist ein klassischer fünftüriger Kompaktwagen im Format des Golf. Wie den VW gibt es ihn auch als Kombi, bei Toyota wird er Touring Sports genannt.

Abmessungen: 4,28 m bis 4,56 m x 1,76 m x 1,46 m bis 1,48 (L x B x H); Kofferraumvolumen: 360 l bis 1200 l (Schrägheck), 530 l bis 1658 l (Kombi).

Stärken: Der Auris gilt als zuverlässig, beim Fahrkomfort sogar als langstreckentauglich. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung gibt es kaum Probleme: "Abgesehen von leicht erhöhten Fehlerquoten bei der vorderen und hinteren Beleuchtung ist der E18 ein echter Musterschüler", schreibt der "Auto Bild TÜV Report 2020".

Schwächen: Vor allem das Abblendlicht kassiert Rüffel, die Fehlerquote der vorderen Lichter liegt dem Report zufolge über dem Durchschnitt. Beim zweiten Pflichtcheck werden die Blinker oft gerügt.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: "Der Auris schneidet gut ab, einzige Ausnahme ist das Startjahr, hier reicht es nur fürs Mittelfeld." Einziger Pannenschwerpunkt, der zum durchwachsenen Abschneiden des 2012er-Jahrgangs führt, sind demnach die allmählich schlapp machenden Batterien.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 73 kW/99 PS bis 97 kW/132 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 66 kW/90 PS bis 91 kW/124 PS; Hybrid (Vierzylinder-Benziner und E-Motor, Frontantrieb): 100 kW/136 PS Systemleistung.

Marktpreise (laut "DAT Marktspiegel" der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Auris 2.0 D-4D Life Touring Sports (2013); 91 kW/124 PS (Vierzylinder); 109.000 Kilometer; 9.225 Euro.

- Auris 1.8 Hybrid Comfort Touring Sports (2014); 100 kW/136 PS (Vierzylinder und E-Motor); 78.000 Kilometer; 13.100 Euro.

- Auris 1.2 Turbo Executive (2015); 85 kW/116 PS (Vierzylinder); 65.000 Kilometer; 12.150 Euro.

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City-E-Bikes sieht man oft nicht an, dass in ihnen Motor und Akku verbaut sind. Man radelt also, gewollt oder ungewollt, im Tarnlook. Und erweitert dank Tretunterstützung den Radius. Ein Testbericht.

Einst galten sie als uncool und hatten ein Rentner-Image: City-E-Bikes. Sie trugen klobige Akkus auf ihrem Gepäckträger oder am Sitzrohr und sahen lahm aus. Mit dem technischen Fortschritt sind die elektrischen Komponenten aber immer kleiner geworden und konnten fast unsichtbar integriert werden. Das hat die City-E-Bikes für einen größeren Kundenkreis interessant gemacht.

Manche Hersteller betonen den erweiterten Aktionsradius, der sich der Motorisierung verdankt - und in Verbindung mit einer jüngeren Zielgruppe damit die Pendlerqualitäten der Räder. So zum Beispiel der estnische Hersteller Ampler, der sein entsprechendes Modell Stellar als "smarten Stadt-Commuter" vermarktet. Commuter ist die englische Bezeichnung für Pendler.

Der Einsatzzweck: Ampler zielt mit dem Stellar auf Radler, die tagein, tagaus von A nach B müssen - zur Arbeit, zum Supermarkt und zügig wieder zurück. Das Modell sei "für schnelle Fahrten im Stadtverkehr als auch für langsame Wochenendfahrten auf unbefestigten Straßen ausgelegt", sagt Ampler-Sprecherin Tuuli Jevstignejev. Den Trapezrahmen bewirbt Ampler als "unisex". Das passt in die Zeit.

Die Technik: Die Akkuzellen sind im Rahmenrohr versteckt, es gibt kein verräterisches Display am Lenker. Auch den Einschaltknopf sowie die Ladebuchse am unteren Ende des Sitzrohres entdeckt man nicht sofort. Den Schub gibt ein Heckmotor in der Hinterradnabe mit gängiger Durchschnittsleistung von 250 Watt und 40 Newtonmeter (Nm) Drehmoment.

Untypisch für ein E-Bike: Es gibt nur zwei Unterstützungsmodi. Grundsätzlich wechselt man zwischen den Stufen durch längeres Halten des Startknopfes. Über eine App und eine Bluetooth-Verbindung zum Rad können die Modi voreingestellt werden - etwa, wie stark der Motor unterstützt. Deckeln lässt sich auch das Tempo. Je nach Einstellung schont dies den Akku.

Die vollgeladene Batterie mit 336 Wattstunden (Wh) sorgt laut Hersteller für 45 bis 100 Kilometer Reichweite. Aber wie immer hängt die Ausdauer von vielen Faktoren ab: Gelände, Einstellung der Unterstützung, Fahrergewicht, Außentemperatur oder Wind. Jevstignejev nennt eine Faustregel: Für zwei bis drei Tage Alltagsradeln in der Stadt sollte es genügen.

Sind die Zellen leer, dauert das Nachladen etwa 2,5 Stunden. Allerdings muss das Rad zur Steckdose gebracht werden, denn die Batterie ist nicht zum schnellen Herausnehmen konzipiert. Dies ist dem Fachbetrieb vorbehalten, der dazu Spezialwerkzeug benötigt.

Ampler gewährt eine Zweijahresgarantie auf den Akku, der als defekt gilt, wenn seine Restkapazität innerhalb dieser Frist auf weniger als 70 Prozent sinkt. Es empfiehlt sich deshalb, Reichweitenwerte über die Nutzungsdauer als Hinweise auf Verschleiß zu notieren und miteinander zu vergleichen. Als Lebensdauer nennt die Sprecherin 600 Ladezyklen, "was etwa 40 000 Kilometern entspricht." Wer zum Beispiel täglich den einfachen Weg von acht Kilometern zur Arbeit und wieder zurück pendelt, bräuchte demnach nach rund elf Jahren Ersatz.

Der Fahreindruck: Im Ferrari-roten Lack "Racing Red" sieht das Testrad für ein City-Rad schon im Stand ganz schön flott aus. Natürlich ist es kein Sportrad, doch die Sitzposition geht in diese Richtung. Weil Sattel und der nur wenig nach oben gekröpfte Lenker in etwa auf einer Linie sind, ist die Körperhaltung leicht gebückt.

Cruisen ist damit nicht so sehr die Sache des Stellar, aber ein für den Radtyp wendiges Fahrverhalten, zu dem der kurze Radstand beiträgt. Andererseits spürt man auch einen gewissen Komfort: Die 42 Millimeter breiten 28-Zoll-Reifen gewähren gute Dämpfung bei normalen Straßenunebenheiten und verkraften auch Schotter. Die Griffenden des Lenkers sind, einem City-Rad ähnlich, nach hinten gebogen. Sofort einsatzbereit ist der Gepäckträger, denn er wird ab Werk mit einem Gummiband ausgeliefert.

Der Heckmotor, eine gemeinsame Entwicklung von Ampler und dem Motorenhersteller Aikema, agiert bauartbedingt leise; die Geräuschkulisse ist noch unauffälliger als bei manchem Konkurrenzmodell. Das maximal mögliche Drehmoment und die Position des Motors, der direkt an der Nabe effizient arbeiten kann, sorgen je nach Voreinstellung per App für ein gutes Beschleunigungsverhalten.

Für ein E-Bike mit Vollausstattung wiegt das Stellar mit 17,2 Kilo nicht sehr viel. Dass es sich zum Stromtanken auch in den Keller oder ersten Stock relativ unbeschwert tragen lässt, liegt aber auch daran, dass es sich am niedrigen Querrohr des Alu-Rahmens gut fassen lässt.

Die zehn Gänge der Shimano-Kettenschaltung aus der Deore-Gruppe RD-T6000 wechseln schnell und treffsicher, bieten für städtische Einsatzszenarien genügend Abstufung und eine ausreichende Bandbreite. Die hydraulischen Scheibenbremsen vom gleichen Zulieferer verzögern verlässlich bei Wind und Wetter.

Probefahrten in mehreren deutschen Städten können über die Ampler-Website vereinbart werden, über die das Stellar in zwei Rahmengrößen für Körpergrößen von 1,55 Meter bis 1,85 Meter bestellt werden kann.

Ausstattung, Zubehör, Peripherie: Zur Vollausstattung zählen Trägersystem, Pannenschutzreifen, Schutzbleche, Beleuchtung und Reflektorelemente an Pedalen und Reifenflanken, Front- und Heckreflektoren und eine Klingel. Interessant ist vor allem das innovative Rücklicht der koreanischen Marke Lightskin: Es besteht aus fünf in der Sattelstütze integrierten LEDs.

Wer ein Display zum Überwachen der Fahrdaten möchte, muss auf sein Smartphone zurückgreifen, das er mit einer Halterung aus dem Zubehörhandel am Lenker festmachen kann. Die App informiert über Tempo, Ladestand, Restreichweite und weitere Parameter, etwa die Restkilometer zum Ziel über die integrierte Kartennavigation. Neben den Voreinstellungen der Unterstützungsstufen lassen sich Firmware-Updates laden, etwa für bessere Motorabstimmung.

Der Preis: Mit 2490 Euro liegt der Preis eher unter dem Niveau der wenigen Konkurrenzmodelle. Der Versand ist - anders als bei anderen Anbietern - im Preis enthalten.

Das Fazit: Vor allem im "Racing Red" fällt man mit dem Stellar auf - trotz technischem Tarnfaktor. Wer das vermeiden möchte, wählt als Lackfarbe "Space Blue". So oder so ist das Stellar ein City-E-Bike mit allem Drum und Dran, das sich kräftig und quirlig fährt und dabei nicht zu teuer ist.