1

16.11.2020, 09:16

Desinfektionsmittel fürs Auto erst testen

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Tipps 
Wisch und weg: Meist reicht ein mildes Reinigungsmittel

Sauberkeit ist wichtig - auch im Auto und gerade jetzt. Trotz der Corona-Pandemie muss es aber gar nicht immer ein Desinfektionsmittel sein, sagen Experten.

Wer den Innenraum des eigenen Autos mit Desinfektionsmitteln reinigen will, sollte an unauffälliger Stelle testen, ob die Mittel die Oberflächen angreifen. Denn Viren abtötende Mittel seien aggressiv und könnten Materialien im Fahrzeug beschädigen, warnt die Zeitschrift "Auto Bild" (45/2020). Zudem muss das Mittel eine gewisse Zeit lang auf der Oberfläche einwirken.

Doch in den meisten Fällen reicht ohnehin ein einfaches Reinigungsmittel, so die Zeitschrift, und verweist dabei auf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Das sei ähnlich wirksam wie das Händewaschen mit Seife, greife aber die Materialien nicht an.

Normale Cockpitreiniger eliminieren ebenfalls Krankheitserreger. Sie hinterlassen jedoch einen Schutzfilm, der die Oberflächen oft rutschig werden lässt. Das eignet sich aus Sicherheitsgründen nicht für Stellen wie etwa das Lenkrad oder gar die Pedale.

Dringend gereinigt müssen vor allem alle Flächen, die berührt oder angeniest oder angehustet werden können. Beim Carsharing sind feuchte Desinfektionstücher praktisch. Man wechselt zwischen den einzelnen Schritten die Tücher aus und säubert sich am Ende die Hände.

Auf den Geschmack gekommen?

Das könnte dich auch interessieren:

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Autos 

Von außen klingt der Oldtimer satt. Tiefes Blubbern, leichtes Schlürfen. Doch innen ertönen beim Dreh am Radio nur krächzende Geräusche. Alte Radios in Oldtimern können die Fahrt verderben. Deshalb haben sich Hersteller wie Retrosound auf neue Radios in alter Optik spezialisiert, und tüftelnde Spezialisten hauchen alten klassischen Radios wieder harten Rock ein.

Christoph de Leuw von Computer-BILD sieht in vielen auf alt getrimmten Autoradios keine Alternative. "Die Radios entpuppen sich oft als billig und sind das Geld nicht wert", sagt er. Kunden sollten auf eine zum Auto passende Optik achten. "Im Extremfall ist mit einem modernen Radio kein H-Kennzeichen möglich, weil es nicht dem originalen Eindruck entspricht." Abmessungen und Anschlüsse sind selten ein Problem, vor dem Kauf empfiehlt sich dennoch ein Blick auf die Elektrik im eigenen Auto.

"Manche US-Oldtimer haben andere Schächte, ganz alte Fahrzeuge haben eine 6-Volt-Anlage, bei britischen Fahrzeugen läuft Plus über die Karosserie", erklärt de Leuw. Blaupunkt bietet mit dem Bremen SQR46 DAB+ ein Autoradio mit moderner Technik in der Optik der 1980er Jahre. So besitzt es DAB+-Tuner, Bluetooth sowie Anschlüsse für USB, Klinke und SD-Karte. "Das Radio funktioniert und klingt gut, ist mit rund 450 Euro aber kein Schnäppchen", sagt de Leuw.

In Mercedes steckte früher oft ein Becker-Radio. Dazu gab es eine Vielzahl von Einbausätzen für verschiedenste Hersteller wie Aston Martin, Jaguar, Porsche oder VW. Vor einigen Jahren übernahm Königs-Klassik-Radios die Lagerbestände und kann nun Becker-Radios von 1940 bis Mitte der 1990er Jahre mit neuen Originalteilen überholen oder restaurieren. Neues Innenleben in alten Radios wird nicht angeboten, dafür ein Aux-in-Eingang, über den sich oft Zusatzmodule stecken lassen.

Interessant ist für Oldtimer-Besitzer eine Kombination von Radio und Navi im Standard-Radio-DIN-Schacht. "Fest eingebaute und sichtbare Anlagen in alten Fahrzeugen sind aber nicht schön und werden bei einer H-Abnahme oft nicht akzeptiert", sagt Jan Hennen vom Deuvet, dem deutschen Bundesverband Oldtimer-Youngtimer. Versteckte Installationen seien manchmal die bessere Lösung - oder die Navigation über eine App auf dem Smartphone.

Ob sich ein guter Klang in ein historisches Fahrzeug integrieren lässt, hängt nicht unbedingt vom Radio ab, sondern auch vom Fahrzeug. "Manche Autos sind so laut, dass gar kein guter Klang möglich ist", sagt de Leuw. "Oder es fehlt der Platz für gute Lautsprecher. Ein Renault Alpine A110 dürfte für einen guten Radiosound ein hoffnungsloser Fall sein." Dagegen lassen sich in anderen Autos Lautsprecher austauschen.

Eine Alternative können Bluetooth-Lautsprecher sein. "Sie sind unkompliziert und vergleichsweise günstig - für unter 200 Euro gibt es kleine Bluetooth-Lautsprecher mit ordentlichem Klang", so de Leuw. "Aber sie müssen sicher befestigt werden, damit sie bei einer Vollbremsung nicht durchs Auto schleudern." Dazu komme eine Halterung fürs Smartphone, was den optischen Eindruck störe. Außerdem lenke die Bedienung während der Fahrt übers Smartphone schnell ab.

Von dem Kauf alter Radios auf Versteigerungsplattformen rät de Leuw ab. "In der Regel sind die Radios genauso alt wie das eigene, das Interessenten ersetzen wollen." Etwas anderes sei es, wenn das originale Radio professionell aufbereitet wurde.

Peter Wallich von Youngtimerradio hat sich genau darauf spezialisiert. Seit 15 Jahren repariert, wartet und modernisiert er Radios aus dem Zeitraum von 1930 bis in die späten 1990er Jahre. Vor allem Besitzer von Youngtimern, also Autos bis 30 Jahre, nutzen seine Dienste. "Ganz gleich, ob bei BMW, Audi, Opel, Mercedes oder Porsche. Nicht nur das Blech wird alt, sondern auch das Radio", sagt Wallich.

So trocknen die oft in Radios verbauten Elektrolytkondensatoren aus und speichern keinen Strom mehr, Kontakte korrodieren und Tasten fallen ab. "Dann hilft nur der Austausch der defekten Teile und eine Überholung der Elektronik in Verbindung mit einer Klangoptimierung", sagt Wallich. Bei ganz alten Radios ohne UKW-Empfang wird dieser mit einem speziellen Modul nachgerüstet. "Ebenso lässt sich der Klang bei alten Röhrenradios durch eine diskrete Endstufe optimieren."

Neben der Reparatur modernisiert er die Musikquellen mit Bluetooth oder Klinkenanschluss. So können Autofahrer das Radio mit ihrem Smartphone oder MP3-Player verbinden. Mit einer kleinen zusätzlichen Fernbedienung lassen sich die Lieder vor- und zurückspulen oder auswählen. In die meisten Radios passe ein modernes Bluetooth-Modul, auch in eines von 1934.

Radios von US-Fahrzeugen entkernt Wallich vollständig und setzt moderne Technik ein. "Die sieht man nicht, kann sie aber umso besser hören. Die Radios klingen wieder toll", sagt der Bastler. Auch die Bedienung für die Lautstärke oder der Sendersuchlauf bleibe erhalten. Er rät Kunden dazu, das originale Radio zu behalten und modernisieren zu lassen. "Denn es gehört von Anfang an zum Auto dazu, ist ein Originalteil."

Für einen guten Klang im Auto sorgen auch andere Bauteile wie ein aktiver Subwoofer, Lautsprecher, Verstärker und eine Antennenanlage. "Die müssen aufeinander abgestimmt werden, damit es sauber klingt", sagt Wallich. "Um mehr Klangvolumen zu erhalten, kann auch eine separate Endstufe helfen."

Werden alte Breitbandlautsprecher porös und rissig, schnarrt es aus den Boxen. "Für viele Fahrzeuge gibt es neue Lautsprecher, die deutlich besser klingen und in die alten Bohrungen passen", verspricht Wallich. Dann passt auch wieder der Sound. Außen wie innen.

#Auto 
#Motor 
#Autos 
#Deutschland 

Der Twingo fährt künftig auch ohne Benzin. Zum Jahreswechsel bringt Renault den Kleinwagen auch mit Elektroantrieb in den Handel. Wo bisher Dreizylinder-Benziner montiert wurden, soll es dann einen E-Motor 60 kW/82 PS geben, den ein 21 kWh großer Akku speist. Bei einem maximalen Drehmoment von 160 Nm reicht das für einen Sprint von 0 auf 50 km/h in 4,2 Sekunden, ein Spitzentempo von 135 km/h und eine Normreichweite von 190 Kilometern.

Für den Stadtverkehr, in dem der Twingo für gewöhnlich zu Hause ist, stellen die Franzosen einen Aktionsradius von bis zu 270 Kilometern in Aussicht. Der Twingo erlaubt bis zu 22 kW Ladeleistung, so dass der Kleinwagen binnen 30 Minuten im besten Fall den Strom für 80 Kilometer zieht. In 60 Minuten kann er es laut Hersteller auf 84 Prozent Ladestand bringen.