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04.11.2020, 09:59

Was ist eigentlich eine Differenzialsperre?

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Die Differenzialsperre ermöglicht komfortables, reifenschonendes Kurvenfahren

Beim Begriff Differenzialgetriebe dürften manche Autofahrer gar nicht wissen, um was es geht. Doch jedes Auto hat eines - und manche können dieses sogar sperren. Von was ist da die Rede?

Sie wollen wissen, was eine Differenzialsperre ist? Okay, gern. Dann müssen wir aber einen Schritt zurück und zunächst das Differenzialgetriebe erklären. Kennen Sie nicht? Doch, denn das gibt es in jedem Auto. Das hat mit der Gangschaltung nichts zu tun, sondern ermöglicht komfortables, reifenschonendes Kurvenfahren.

Grundsätzlich dient ein solches Getriebe der Leistungsverzweigung: Es teilt die Kraft von einer Eingangswelle wie zum Beispiel der Kardanwelle auf zwei Ausgangswellen auf und gleicht dort bestehende Drehzahlunterschiede aus. "Ohne Differenzialgetriebe würde am kurveninneren Rad ein erhöhter Reifenschlupf auftreten und das Rad durchdrehen", erklärt Dekra-Experte Denny Weiser.

Manchmal kommt das Differenzialgetriebe an seine Grenzen

In einigen speziellen Situationen können die Eigenschaften des Differenzialgetriebes allerdings störend sein. So zum Beispiel im Winter, wenn ein Rad auf einer zugefrorenen Pfütze und das andere Rad auf rauem Asphalt steht: Das Rad auf dem Eis hat aufgrund der Eisglätte kaum Haftung und dreht beim Gasgeben sofort durch, während das andere Rad stillsteht. Ein Anfahren ist somit unmöglich, die Kraft ist dem Weg des geringsten Widerstandes gefolgt.

Gleiches gilt beim Anfahren in unwegsamem Gelände oder mit einem PS-starken Sportwagen. "In solchen Fällen schafft ein Sperrdifferenzial Abhilfe", sagt Weiser. Dieses kann kurzfristig - oder wenn gewünscht auch dauerhaft - die Verteilung teilweise oder ganz sperren. Für das Beispiel der vereisten Pfütze würde dies bedeuten, dass stets auch ein gewisser Prozentsatz der Kraft auf das Rad übertragen wird, das auf dem Asphalt steht. Ein Anfahren wäre somit wieder möglich.

Sperrdifferenzial ist nicht Sperrdifferenzial

Beim Sperrdifferenzial selbst gibt es laut dem Dekra-Experten rein mechanische, pneumatisch-mechanische, hydraulisch-mechanische und elektro-mechanische Varianten. Die Sperrung kann entweder variable und last- oder drehzahlabhängige sowie auch feste Werte annehmen.

Die einfachste Art ist eine vom Fahrer manuell ausgelöste Festwertsperre. Dabei verteilen sogenannte Reibkupplungen das Drehmoment zu einem festen Prozentsatz zwischen den beiden Ausgangswellen. Lastabhängige Differenzialsperren erledigen ihre Arbeit dagegen erst bei einer Drehmomentdifferenz zwischen den Ausgangswellen, drehzahlabhängige Sperren ebenso wie die elektronische Variante erst ab einer gewissen Drehzahldifferenz.

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Der S-Max ist ein Familienvan für Väter und Mütter, die gerne schneller unterwegs sind. Sofern er keine Panne hat. Die Modelle sind nämlich überdurchschnittlich anfällig für Mängel.

Der S-Max ist bei Ford der sportlichere Van unterhalb des familienzahmen Galaxy. Aber Kind und Kegel kann er transportieren, denn es gibt ihn optional mit dritter Sitzbank. Mit Blick auf die Mängelstatistik offenbart der S-Max Schwächen, wobei jüngere Exemplare hier noch besser abschneiden.

Modellhistorie: Seit 2006 auf dem Markt, bekam der auf dem Mondeo basierende S-Max 2010 seine erste Modellpflege (unter anderem mehr Assistenzsysteme und neue Optik). 2015 rückte der leicht gewachsene S-Max II nach, der 2018 überarbeitet wurde. Seitdem erfüllen die Motoren die Abgasnorm Euro 6d-Temp.

Karosserievarianten: Den S-Max gibt es ausschließlich als Kombi im Zuschnitt eines Vans. Regulär ein Fünfsitzer, weitere zwei Sitzplätze sind in beiden Generationen optional.

Abmessungen: 1. Generation: 4,77 m x 1,88 m x 1,66 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 285 l bis 2.000 l; 2. Generation: 4,80 m x 1,92 m x 1,66 m (LxBxH); 165 l bis 2.200 l.

Stärken: Viel einladen und gleichzeitig den Sportler markieren, das geht mit dem S-Max. Denn in ihn passt nicht nur eine Menge herein, er lenkt präzise und hat ein fein, aber straff abgestimmtes Fahrwerk - dieses macht bei der Hauptuntersuchung (HU) laut "Auto Bild TÜV Report 2020" zumindest beim S-Max II auch keine Probleme. Als weitgehend solide und haltbar gelten die Bremsen.

Schwächen: Die Bilanz, die der Report zieht, ist dennoch eher negativ: "Am S-Max finden die Prüfer in allen Jahrgängen stets mehr erhebliche Mängel als durchschnittlich.". Bei der ersten Generation in der Kritik: Achsaufhängungen, Lenkungen, Spurstangenköpfe. Ab der vierten HU schwächeln die Federn. Bei der zweiten Generation bereits zur ersten HU oft bemängelt: die Beleuchtung, die Bremsscheiben und der gegenüber dem Durchschnitt dreifach erhöhte Ölverlust.

Pannenverhalten: Eher trübe Aussichten für Käufer eines gebrauchten S-Max sagt der ADAC voraus, der mit Blick auf seine Pannenstatistik schreibt: "Der S-Max schneidet mehrfach sehr schlecht ab, von 2011 bis 2014 reicht es immerhin für"s Mittelfeld."

Pannenanfällig seien vor allem ältere Exemplare. Bei Autos mit Erstzulassung 2009 etwa sind Abgasrückführung, Anlasser, CAN-Bus (Netzwerksystem), Einspritzung, Kraftstofffilter, Feststellbremse oder Ladedruckregelung defektbehaftet. Für Panneneinsätze sorgten außerdem die Batterie (2009 bis 2014 und 2016), die Kraftstoffpumpe (2009 bis 2011), der Motor allgemein (2009, 2010 und 2013), die Partikelfilter sowie die Wegfahrsperre (beides 2009 und 2010).

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Derzeit ist Campen beliebt. Doch das Verletzungsrisiko ist hoch, wenn ein Wohnmobil in einen Unfall verwickelt wird. Stößt ein Auto mit einem Wohnmobil zusammen, besteht für beide Fahrer eine hohe Verletzungsgefahr. Was lässt sich dagegen unternehmen?

Ein Crash-Test des ADAC zeigt: Die Knautschzonen beider Fahrzeuge waren bei dem Frontalzusammenstoß mit 56 Stundenkilometern überfordert und komplett eingebeult. Doch nicht nur für die Fahrer bestand ein Verletzungsrisiko, sondern auch für die hinteren Insassen im Wohnmobil, beispielsweise durch herumfliegende Gegenstände.

Verletzungsgefahr reduzieren

Der ADAC rät daher, Gegenstände im Wohnmobil sicher zu verstauen und in obere Ablagen nur leichte Gegenstände zu packen. Schwere Lasten gehören in den abgetrennten Kofferraum. Diese Sachen am besten nach unten legen und zusätzlich mit einem Spanngurt sichern. Insbesondere die Küchenkästen sollten Sie zusätzlich sichern und fest mit dem Fahrgestell verbinden. Der Test zeigte, dass der Inhalt der Kästen beim Aufprall durch den Innenraum des Fahrzeugs flog - daher auf Gläser und Porzellan besser verzichten und Kunststoffbesteck verwenden.

Sicherheitssysteme funktionieren

Immerhin: Von Schränken im Heck ging keine Gefahr aus. Sie blieben verschlossen. Auch die Gasanlage unterbricht bei einem Unfall die Versorgung. Diese Sicherheitseinrichtung minimiert die Brandgefahr. Während der Fahrt sollten Sie nichts offen herumliegen lassen und den Tisch vor der hinteren Sitzreihe hochklappen. Alle Wohnmobil-Insassen müssen stets angeschnallt bleiben.

Beim Kauf oder Mieten eines Wohnmobils raten die Experten dazu, auf Notbrems- und Spurhalteassistenten zu achten. Denn sie können das Risiko eines Unfalls deutlich reduzieren.