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16.10.2020, 16:37

Womit der Toyota Yaris im Autotest punktet

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Ein verbesserter Hybrid-Antrieb macht den Toyota Yaris zu einem Drei-Liter-Auto

Von keiner Modellreihe verkauft Toyota in Europa mehr als vom Yaris. Entsprechend viel Mühe haben sich die Japaner mit der vierten Generation gegeben, die es etwa mit dem Ford Fiesta, Opel Corsa, VW Polo und Renault Clio aufnehmen soll und ab diesem Herbst zu Österreich-Preisen ab 16.990 Euro im Handel ist.

Mehr Platz, cooleres Aussehen

Neu sind vor allem das Design und die Plattform, die alle künftigen Kleinwagen im Konzern tragen wird. Die Länge von 3,94 Metern ändert sich nur marginal, doch geht der Wagen spürbar in die Breite, bekommt fünf Zentimeter mehr Radstand und hat ein vier Zentimeter flacheres Dach. Innen bringt das zwar mehr Platz auf allen Plätzen, doch andere Kleinwagen haben durchaus einen geräumigeren Fond zu bieten. Der Kofferraum misst nun 286 Liter.

Außen bekommt der Yaris einen frischen Look. Während die Japaner ihre Autos sonst gern eher langweilig gestalten oder fast schon ins Fratzenhafte überzeichnen, sieht dieses Modell einfach cool aus - und lässt vor allem die deutsche Konkurrenz ungeheuer spießig wirken.

Hybrid spielt die Hauptrolle

Zwar haben die Japaner einen völlig neuen Auftritt gewählt, aber beim Antrieb ändert sich an der Philosophie nichts. Der Hybrid spielt nach wie vor die erste Geige, und der Diesel ist abgewählt. So spannt Toyota wie selbstverständlich wieder einen Benziner mit diesmal 68 kW/92 PS und einen ausgewachsenen E-Motor zusammen und setzt als Puffer erstmals auf einen Lithium-Ionen-Akku. Denn mittlerweile hat auch Toyota erkannt, dass der nicht nur leichter ist, sondern doppelt so schnell geladen und entsprechend oft unterstützen kann. Für große Elektro-Sprünge ist die Batterie mit nicht einmal 2 kWh allerdings zu klein und die E-Maschine mit 59 kW/80 PS zu schwach. Und für viel mehr als zwei Kilometer reicht der Strom kaum, selbst wenn der Yaris dabei auch ohne den 1,5 Liter großen Dreizylinder immerhin bis zu 130 km/h erreicht.

Doch weil der Akku beim Bremsen immer wieder geladen wird und sich der Stromer ständig zuschaltet, wird der Yaris zu einem Drei-Liter-Auto: 2,8 Liter und einen CO2-Ausstoß von 64 g/km weist das Datenblatt aus, und auch im Alltag hat man meist eine Drei vor dem Komma. Und dann hat man bereits ausgiebig beide Motoren genutzt, die Systemleistung von 85 kW/116 PS abgerufen, mal in 9,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und bei Vollgas 175 km/h erreicht. Zudem freut sich der Fahrer an der deutlich tieferen Sitzposition, die ihn etwas mehr ins Geschehen einbindet. Damit ist auch für genügend Fahrspaß gesorgt.

Zwei weitere Benziner und viel Sicherheit

Auch wenn Toyota das Heil im Hybrid sieht, wissen die Japaner um die klamme Kassenlage vieler Kleinwagen-Käufer. Deshalb bieten sie neben dem Teilzeitstromer noch zwei solitäre Benziner an. Das Basismodell fährt mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder mit 53 kW/72 PS und für etwas engagiertere Fahrer gibt es einen 1,5-Liter mit ebenfalls drei Zylindern und 92 kW/125 PS.

So arg der Toyota mit dem Platz und dem Treibstoff auch geizt, bei der Ausstattung geben sich die Japaner großzügig und punkten vor allem in Sachen Sicherheit. Sie haben nicht nur den ersten Mittenairbag in dieser Klasse eingebaut, der sich beim Crash schützend zwischen Fahrer und Beifahrer legt. Sondern bei allen Modellen ist auch das sogenannte Safety Sense-Paket an Bord, das neben dem aktiven Frontkollisionswarner mit Notbremsfunktion samt Fußgänger- und Radfahrererkennung auch Unterstützung bei der Spurführung bietet, Verkehrszeichen erkennt, das Licht einschaltet und den Abstand zum Vordermann hält. Und gegen Aufpreis gibt es sogar Oberklasse-Extras wie ein ordentliches Head-Up-Display.

Fazit: Ein ganz großer unter den Kleinwagen

Die Platzverhältnisse sind zwar allenfalls gehobener Durchschnitt, und mit seinem Hybrid-Antrieb ist er seit dem neuen Honda Jazz und dem Renault Clio E-Tech auch nicht mehr alleine. Doch mit seinem konsequenten Hang zur Sparsamkeit gepaart mit der üppigen Sicherheitsausstattung wird der Yaris in der vierten Generation tatsächlich zu einem ganz Großen unter den Kleinwagen.

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Wer einen günstigen Gebrauchtwagen sucht, könnte auch bei Fiat fündig werden. Mit dem Punto hatte man bis 2018 ein Modell im Programm, das einst den Uno beerbte: Ist der gebrauchte Punto eine Nummer eins?

Nachdem sein Ende schon Jahre zuvor angekündigt worden war, verließ 2018 der klassische Kleinwagen Punto von Fiat die Werkstore. Verblieben im Programm der Italiener sind seither Kleinst- und Kompaktwagen, Modelle mit Crossover-Zügen oder der Retro-Star 500. Bei der Hauptuntersuchung (HU) leistet sich der als Neuwagen Ausgestorbene allerdings viele Mängel.

Modellhistorie: In Grande Punto umgetauft kam Fiats Kleinwagen 2005 in Neuauflage auf den Markt - 20 Zentimeter länger als sein Vorgänger Punto. Mit der Modellpflege von 2009 wurden Karosserie und Innenraum überarbeitet sowie die Motoren sparsamer und eine serienmäßige Start-Stopp-Automatik installiert. Und: Der Punto hieß nun Punto Evo. Ab dem letzten Facelift von 2012 trug der Kleinwagen wieder den schlichten Punto-Schriftzug am Blech - wie die erste, von Giorgetto Giugiaro gezeichnete Generation, die 1993 den Uno abgelöst hatte.

Karosserievarianten: Den Grande Punto gibt es nur als Fünftürer, mit dem Evo kam eine dreitürige Version hinzu. Auch den letzten Punto gibt es als Drei- und als Fünftürer.

Abmessungen: 4,03 m bis 4,07 m x 1,69 m x 1,49 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 275 l bis 1030 l.

Stärken: Für seine Abmessungen ist der Punto geräumig, er fährt sich dank kleinem Wendekreis handlich, und er ist ein günstiger Gebrauchtwagen. Rost am Fahrwerk tritt selten auf. Bei der HU macht die Achsaufhängung meist einen robusten Eindruck. Bis zur zweiten HU ist auch die Lenkung im grünen Bereich, Bremsleitungen und -scheiben sind es zumindest bei der ersten HU, wie der "Auto Bild Tüv Report 2020" vermeldet.

Schwächen: Der Report schreibt: "Mit reichlich Mängeln beim Tüv bleibt er ein Fall für unerschrockene Fans." Schwachstellen am Fahrwerk sind danach Stoßdämpfer und Federn. Überdurchschnittlich viele Mängel attestieren die HU-Prüfer an der Beleuchtung schon beim ersten Check im Fahrzeugalter von drei Jahren. Alle Jahrgänge leiden unter ungleichmäßiger oder unzureichender Wirkung von Fuß- und Feststellbremse. Vermehrter Ölverlust wird ab der zweiten HU bemängelt, bei der häufig auch Rost an der Auspuffanlage auffällt.

Pannenverhalten: Der ADAC fällt mit Blick auf seine Pannenstatistik ein zweigeteiltes Urteil: Die älteren Jahrgänge bis Erstzulassungsjahr 2008 schnitten durchschnittlich oder schlechter ab, jüngere Exemplare dagegen gut bis sogar sehr gut. Als Pannenschwerpunkte nennt der Club unter anderem: Anlasser (2007), Auspuffrohr und - topf (2005 und 2008), Generator (2007 und 2008), Kabelbaum (2006), Kraftstoffpumpe (2005 bis 2007) und Schaltgestänge (2007 und 2008).

Motoren: Benziner (Zwei- und Vierzylinder mit Frontantrieb): 48 kW/55 PS bis 132 kW/179 PS; Diesel (Vierzylinder mit Frontantrieb): 55 kW/75 PS und 96 kW/131 PS; Erdgas: 51 kW/69 PS.

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Falsch oder schlecht eingestellte Scheinwerfer machen es nicht nur schwer, die Fahrbahn ordentlich einzusehen. Sie sind vor allem eine Gefahr für den Gegenverkehr. Das muss nicht sein.

Herbst und Winter stehen im Straßenverkehr für lange Nächte, Nebelschwaden, Regen- und Schneeschauer. In diesem schwierigen Umfeld kann nur eine funktionierende, fehlerfreie Beleuchtung Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern eine gute Sicht sowie verlässliche gegenseitige Sichtbarkeit garantieren.

Deshalb ist mit der kalten Jahreszeit auch die Zeit für eine gründliche Überprüfung und Säuberung der Fahrzeugbeleuchtung gekommen, rät der Auto Club Europa (ACE). Und wegen der besseren Sichtbarkeit sei es in den dunklen Jahreszeiten zudem empfehlenswert, das Licht auch tagsüber einzuschalten, egal ob es sich um ein Auto, Motorrad oder Fahrrad handelt.

Alles Einstellungssache

Die richtige Einstellung und Funktion der Auto-Beleuchtung sollte man lässt sich im Oktober während der Licht-Test-Wochen in vielen Kfz-Meisterbetrieben überprüfen, erklärt der ACE. Bei dem Test werde nicht nur die Funktion, sondern auch die richtige Einstellung der Autolichter überprüft. Dazu gehören neben Nebelscheinwerfern auch Fern- und Abblendlicht, Bremslichter, Nebelschlussleuchte, Blinker und weitere Beleuchtungsbestandteile.

Doch die besten Einstellungen bringen in Sachen Sicht nichts, wenn die Autoscheiben verdreckt sind. Ergänzend zum Licht-Test empfehlen die Experten deshalb, vor dem ersten Frost das Wischwasser mit einer Reinigungsflüssigkeit zu befüllen, die Frostschutz enthält. Zudem gelte es, die Scheiben von innen gründlich zu reinigen. Denn schmutzige Scheiben beschlagen den Angaben zufolge erheblich schneller als saubere und verschlechtern so die Sicht.

Wischerblätter prüfen

Da die Gummilippen der Scheibenwischer im Sommer durch Hitze und UV-Strahlung besonders schnell spröde werden, lohnt sich zu Beginn der kalten Jahreszeit auch eine Kontrolle der Wischerblätter. Sind sie porös, eingerissen oder anders beschädigt, müssen sie ausgetauscht werden. Grundsätzlich rät der ACE allen Verkehrsteilnehmern, im Herbst und Winter besonders vorsichtig und umsichtig unterwegs zu sein. Das geht einfacher, wenn man von vorne herein versucht, Stress und Hektik keine Chance zu geben, etwa indem man sich angewöhnt, immer einige Minuten früher loszufahren.