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23.06.2020, 10:27

Sicher durch den Autotunnel

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Bei einer Tunnelfahrt wird manchen Autofahrern mulmig

Unter Wasser oder durch den Berg: So manche Urlaubsroute führt durch einen Tunnel Was sollten Autofahrer bei der Fahrt durch die Röhre beachten?

Manchem wird im Autotunnel mulmig - doch das muss nicht sein. Denn wer ein paar Hinweise beachtet, fährt sicherer durch die Röhre. Bei Sonnenschein sollte man vor der Einfahrt schon mal nicht vergessen, die Sonnenbrille von der Nase zu nehmen und das Abblendlicht einzuschalten, rät der ADAC.

Auf genügend Sprit im Tank zu achten, gilt eigentlich immer, doch im Tunnel umso mehr - um nicht ausgerechnet hier liegenzubleiben. Ein aktuelles Radioprogramm mit Verkehrsfunk ist auch einzustellen, um auf dem Laufendem zu bleiben. Manchmal informieren auch Hinweisschilder über Sender, die in der Röhre empfangbar sind.

Abstand und Tempolimit einhalten

In der Röhre halten Autofahrer den ausreichend Abstand zum Vordermann ein und überschreiten nicht das angezeigte Tempolimit. Ampelsignale und Verkehrszeichen sollte man natürlich beachten. Und im Idealfall merken sich Autofahrer auch, wo Notausgänge und Notrufsäulen sind.

Wenn der Tunnel Gegenverkehr hat, führt man möglichst weit am rechten Rand. Außerdem: Nie rückwärts fahren, nur im Notfall halten und immer auf Anweisungen über Tunnellautsprecher achten.

Was soll ich im Notfall tun?

Beginnt sich der Verkehr zu stauen, Warnblinker einschalten und eine Rettungsgasse bilden. Dabei mindestens fünf Meter zum vorderen Fahrzeug halten. Steht der Verkehr länger, schaltet man den Motor aus und wartet - im Fahrzeug.

Wer eine Panne hat, versucht mit Warnblinker noch aus dem Tunnel herauszufahren. Ansonsten ist möglichst in einer Pannenbucht anzuhalten oder möglichst weit rechts am Fahrbahnrand. Nachdem der Motor ausgestellt wurde, mit angezogener Warnweste per Notrufeinrichtung im Tunnel Hilfe holen. So kennt die Leitstelle gleich den Standort.

Kommt es zum Brand, nutzt man die ausgewiesenen Notausgänge und achtet dabei weiter auf Durchsagen. Dabei den Zündschlüssel stecken lassen - so können Rettungskräfte das Fahrzeug manövrieren.

Tunnelangst: Was kann ich machen?

Wem mulmig im Tunnel wird, der kann versuchen sich durch tiefes Ein- und Ausatmen zu entspannen. Um Tunnel zu meiden, lassen sich Alternativrouten in Navi finden. Das gilt besonders für alle, die in der Röhre Schweißausbrüche, unkontrollierte Kurzatmung oder Panikattacken an sich feststellen. Bei diesen Formen der Tunnelangst sollten Autofahrer einen Arzt um Rat fragen.

Europäische Tunnel in drei Ländern - mehr als die Hälfte hat Mängel

Aktuell hat der ADAC 16 ausländische Tunnel auf Routen untersucht, auf denen Urlauber häufig in den Urlaub fahren - darunter Röhren in Italien, Kroatie und Österreich. Mängel zeigt demnach mehr als die Hälfte der getesteten Anlagen. Sie erfüllen nicht die Mindestanforderungen der Europäischen Union für Sicherheit in europäischen Straßentunneln. Diese gelten laut ADAC seit 2004 und hätte bis spätestens 2019 ungesetzt werden sollen.

Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern. Die fünf in Österreich geprüften Tunnel haben am besten abgeschnitten und erfüllen mindestens die Richtlinie. Die Tunnel in Kroatien beschreibt der Club als "überwiegend solide". So erfülle nur einer der drei untersuchten die Standards nicht, unter anderem weil Pannenbuchten zu weit auseinander liegen und Notausgänge fehlen.

In Italien zeigten sich den Testern "deutliche Mängel". Nur einer von acht Tunneln erfüllt die EU-Anforderungen teilweise, die anderen gar nicht. Keine oder zu weit auseinander liegende Pannenbuchten, Notausgänge und Notrufeinrichtungen und fehlende Löschwasser-Hydranten notiert der Club als im Unglücksfall lebensgefährliche Mängel.

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Der S-Max ist ein Familienvan für Väter und Mütter, die gerne schneller unterwegs sind. Sofern er keine Panne hat. Die Modelle sind nämlich überdurchschnittlich anfällig für Mängel.

Der S-Max ist bei Ford der sportlichere Van unterhalb des familienzahmen Galaxy. Aber Kind und Kegel kann er transportieren, denn es gibt ihn optional mit dritter Sitzbank. Mit Blick auf die Mängelstatistik offenbart der S-Max Schwächen, wobei jüngere Exemplare hier noch besser abschneiden.

Modellhistorie: Seit 2006 auf dem Markt, bekam der auf dem Mondeo basierende S-Max 2010 seine erste Modellpflege (unter anderem mehr Assistenzsysteme und neue Optik). 2015 rückte der leicht gewachsene S-Max II nach, der 2018 überarbeitet wurde. Seitdem erfüllen die Motoren die Abgasnorm Euro 6d-Temp.

Karosserievarianten: Den S-Max gibt es ausschließlich als Kombi im Zuschnitt eines Vans. Regulär ein Fünfsitzer, weitere zwei Sitzplätze sind in beiden Generationen optional.

Abmessungen: 1. Generation: 4,77 m x 1,88 m x 1,66 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 285 l bis 2.000 l; 2. Generation: 4,80 m x 1,92 m x 1,66 m (LxBxH); 165 l bis 2.200 l.

Stärken: Viel einladen und gleichzeitig den Sportler markieren, das geht mit dem S-Max. Denn in ihn passt nicht nur eine Menge herein, er lenkt präzise und hat ein fein, aber straff abgestimmtes Fahrwerk - dieses macht bei der Hauptuntersuchung (HU) laut "Auto Bild TÜV Report 2020" zumindest beim S-Max II auch keine Probleme. Als weitgehend solide und haltbar gelten die Bremsen.

Schwächen: Die Bilanz, die der Report zieht, ist dennoch eher negativ: "Am S-Max finden die Prüfer in allen Jahrgängen stets mehr erhebliche Mängel als durchschnittlich.". Bei der ersten Generation in der Kritik: Achsaufhängungen, Lenkungen, Spurstangenköpfe. Ab der vierten HU schwächeln die Federn. Bei der zweiten Generation bereits zur ersten HU oft bemängelt: die Beleuchtung, die Bremsscheiben und der gegenüber dem Durchschnitt dreifach erhöhte Ölverlust.

Pannenverhalten: Eher trübe Aussichten für Käufer eines gebrauchten S-Max sagt der ADAC voraus, der mit Blick auf seine Pannenstatistik schreibt: "Der S-Max schneidet mehrfach sehr schlecht ab, von 2011 bis 2014 reicht es immerhin für"s Mittelfeld."

Pannenanfällig seien vor allem ältere Exemplare. Bei Autos mit Erstzulassung 2009 etwa sind Abgasrückführung, Anlasser, CAN-Bus (Netzwerksystem), Einspritzung, Kraftstofffilter, Feststellbremse oder Ladedruckregelung defektbehaftet. Für Panneneinsätze sorgten außerdem die Batterie (2009 bis 2014 und 2016), die Kraftstoffpumpe (2009 bis 2011), der Motor allgemein (2009, 2010 und 2013), die Partikelfilter sowie die Wegfahrsperre (beides 2009 und 2010).

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Eines der meistverkauften SUV der Welt kommt an die Steckdose. Denn ab sofort gibt es den Toyota RAV4 zu Österreich-Preisen ab 39.490 Euro auch als Plug-in-Hybriden.

Und weil es bei den Japanern mit dem ersten reinen Elektroauto noch etwas dauert, haben sie den Teilzeit-Stromer konsequenter umgesetzt als die Konkurrenz. Dank eines riesigen Akkus und entsprechend großer Reichweite ist der RAV4 einem Mercedes EQC oder einem Audi E-Tron, abgesehen von Format und Preis, fast näher als den Plug-in-Varianten von Modellen wie dem Opel Grandland oder dem Ford Kuga.

Hohe Reichweite, elektrisierendes Fahrgefühl

Während viele Wettbewerber bei den Akkus sparen, hat Toyota ohne nennenswerte Einbußen beim Kofferraumvolumen 96 Zellen mit einer Kapazität von 18,1 kWh unter den Wagenboden geschraubt. Mit dieser großen Batterie steigt zwar das Gewicht um rund 150 auf 1910 Kilogramm, und das Laden dauert eine kleine Ewigkeit. An der Wallbox parkt der RAV4 4,5 Stunden, und an der Haushaltssteckdose sind es sogar mehr als sieben Stunden. Doch dafür liegt die Reichweite im Normzyklus bei 75 und im Alltag mit ein bisschen Weitsicht bei über 50 Kilometern. In der Stadt sind sogar fast doppelt so viel möglich. Den Normverbrauch von nur 1,0 Litern und den entsprechenden CO2-Ausstoß von 22 g/km erreicht man aber vermutlich nur, wenn man daheim oder bei der Arbeit laden kann.

Es ist aber nicht nur der ungewöhnlich große Aktionsradius, der den RAV4 in die Nähe echter Stromer rückt. Sondern auch das Fahrgefühl ist elektrisierend: Weil Toyota gleich zwei E-Maschinen einbaut, ist das SUV auch ohne den Benziner flott unterwegs. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt er in 10,0 Sekunden, das Spitzentempo liegt bei 135 km/h. Und man muss schon einen Kickdown machen, wenn man den Verbrenner trotz vollen Akkus ins Boot holen will. Nur beim Bremsen haben die Japaner eine Chance vertan. Zwar gewinnen auch sie Energie im umgepolten E-Motor zurück. Doch ist die Wirkung viel zu schwach, als dass man den RAV4 wie ein Elektroauto allein durch das Lupfen des Fußes verzögern und so mit einem Pedal fahren könnte.

Die Nähe des RAV4 zum Elektroauto zeigt sich jedoch wieder beim Preis. Denn mit 46.293 Euro ist der Teilzeitstromer ungewöhnlich teuer und liegt satte 13.000 Euro über dem zugegeben schlechter ausgestatten Standard-Modell. Doch solange der Bund den Plug-in-Hybriden mit 4500 Euro bezuschusst, dürfte das nicht allzu viele Käufer abschrecken.

Mit geeinter Kraft wie ein Sportwagen

So gut man mit dem RAV4 auch elektrisch über die Runden kommt, die Verlockung, alle Motoren im Team arbeiten zu lassen, ist groß: Zusammen mit den 136 kW/185 PS des 2,5 Liter großen Vierzylinders steigt die Systemleistung auf 224 kW/306 PS und macht den Plug-in zum bislang stärksten Vertreter in der langen RAV4-Geschichte. Und das ist kein leeres Versprechen. Schon beim Anfahren wird der RAV4 damit zur Rakete und lässt - wenn die Vorderräder genügend Halt finden - sogar den Sportwagen Supra stehen. Und auch die sechs Sekunden bis Tempo 100 können sich sehen lassen. Nur dass bei 180 km/h schon wieder Schluss ist, passt da nicht ganz ins Bild. Aber das ist vor allem dem stufenlosen Automatikgetriebe geschuldet. Zudem setzt Toyota auf entspanntes Fahren, wie auch die extra dicke Dämmung deutlich macht. Doch je schneller man fährt, desto höher dreht der Benziner und desto lauter wird es an Bord.

Doch anders als auf der Autobahn kann die Konkurrenz den RAV 4 im Gelände nicht so schnell einholen. Denn Toyota rüstet den Plug-in nicht nur mit einem Allradantrieb aus, sondern spendiert ihm auch noch spezielle Offroad-Programme, bei denen elektronische Differentialsperren die Traktion erhöhen sollen.

Fazit: Fährt sich wie ein echter Stromer

Nein, ein echtes Elektroauto ist der RAV4 natürlich nicht. Und dass er zu den beiden E-Maschinen noch einen Benziner mit herumschleppt, macht sich sowohl beim Gewicht als auch beim Preis deutlich bemerkbar. Doch im Alltag fährt sich der Geländewagen nicht anders als beispielsweise ein E-Tron. Wer aber partout ganz auf den Verbrenner verzichten will, für den machen die Japaner bald ein passendes Angebot: Bei der noblen Schwester Lexus gibt es zum Jahreswechsel im gleichen Format den RAV-Bruder UX - ohne Benzintank.