1

03.07.2020, 09:23

Tipps vom Profi: So gelingen tolle Motorrad-Fotos

#Motorrad 
#Österreich 
#Motor 
So eine Profiaufnahme werden Anfänger nicht auf Anhieb hinbekommen

Es ist Hochsaison für das Motorrad, der Winterschlaf längst vergessen. Höchste Zeit also, die Maschine fürs Foto-Shooting zu putzen und zu polieren. Einfach nur zum Vorzeigen - oder um sie zu verkaufen. Mit ein paar Tipps gelingen selbst Amateuren gute Fotos.

Rossen Gargolov, professioneller Fotograf aus Stuttgart, fotografiert seit 20 Jahren unter anderem für Motorradzeitschriften. Vor dem eigentlichen Fotografieren rät er dazu, den richtigen Ort und eine gute Position für die Maschine zu finden.

Ideal sei ein Platz mit einem neutralen Hintergrund. "Das Wichtigste ist aber, dass einem selbst der Anblick von Motorrad, Position und Hintergrund gefällt, dass der Betrachter die Komposition mag."

Bevor Besitzer jetzt drauflosknipsen, sollten sie sich aber ein paar Sekunden Zeit nehmen und ihre Maschine genau betrachten, erklärt Gargolov. Dabei wirke jedes Motorrad anders: Manche Maschinen sehen gut von vorne aus, manche von der Seite, andere wiederum von hinten.

Besonders schön würden Aufnahmen, wenn sie morgens oder abends angefertigt werden. "Je früher am Morgen und je später am Abend, umso schöner werden die Fotos." Morgenlicht scheine etwas weißer und kühler, Abendlicht etwas gelber und wärmer. "Hartes Mittagslicht würde ich vermeiden", sagt Gargolov.

Sollte die Sonne hart auf die Maschine scheinen, rät der Profi zu einer leicht seitlichen Aufnahme der Front oder des Hecks. "Durch diese Position und den Schatten erhält die Aufnahme eine dritte Dimension. Das sieht deutlich besser aus, als wenn das Motorrad nur platt von vorne abgelichtet wird", sagt er.

Eine Profi-Fotoausrüstung benötigen Motorradfahrer nicht unbedingt. "Moderne Smartphones bieten mittlerweile eine gute Foto-Qualität." Beim Porträtmodus bleibe die Maschine scharf und der Hintergrund werde automatisch unscharf. "Das hebt das Motorrad schön ab." Bei einer Kamera ohne Porträtmodus gilt es, eine möglichst kleine Blendenzahl und eine kurze Verschlusszeit zu wählen.

Auf Weitwinkel-Aufnahmen würde Gargolov verzichten, da es Bauteile der Maschine optisch verzieht. Auch den Blitz lässt man besser aus. "Das direkte Licht bricht dann die Dreidimensionalität wieder auf zwei Dimensionen runter, die Maschine verliert Strukturen und das Foto sieht künstlich aus."

Daniel Wollstein, Motorradfahrer, Fotograf und Geschäftsführer der Fotoagentur Right Light Media, fotografiert seit zwölf Jahren professionell Motorräder. "Maschinen stelle ich grundsätzlich auf dem Seitenständer ab", sagt er. "Wenn sie sich zu stark neigen, klemme ich einen kleinen Keil unter den Ständer."

Sonst sehe es so aus, als würde das Motorrad absacken, erklärt Wollstein. Als Perspektive empfiehlt er eine Dreiviertel-Ansicht von vorne, um möglichst viel von der Maschine ablichten zu können.

"Schön sieht es aus, wenn das ganze Bike vom Vorderrad bis zur Heckleuchte zu sehen ist und das Licht vom Heck aus seitlich über die Maschine streift", sagt er.

"Das Streiflicht modelliert alle dreidimensionalen Aspekte des Motorrads, dadurch wird es nahbarer und lebendiger", sagt Wollstein. Bei Cruisern setzt Wollstein auf möglichst lange Brennweiten zwischen 80 und 100 Millimetern, um die eh schon extremen Proportionen einzelner Bauteile nicht weiter zu verzerren.

Sportler und Café Racer fotografiert er hingegen mit kleinen Brennweiten zwischen 35 und 50 Millimetern, um kleine Bauteile wie Scheinwerfer und Lenker anders darzustellen. Und Enduros lichtet er eher von der Seite mit einem 80-Millimeter-Objektiv ab, um optisch mit dem großen Tank und der hohe Sitzposition zu spielen. Wichtig: Die Auspuffanlage gehöre immer aufs Foto.

Auf den Geschmack gekommen?

Das könnte dich auch interessieren:

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Autos 

Der Opel Astra ist ein Rivale des VW Golf. Meist muss sich der Kompakte aus Rüsselsheim mit einem Platz hinter dem Platzhirsch aus Wolfsburg zufrieden geben - obwohl er kein schlechtes Auto ist.

Der Opel Astra muss als Auto der Kompaktklasse verschiedene Herausforderungen meistern: Er soll im Alltag und auf mancher Reise bestehen und den Massengeschmack treffen. Den Prüfern bei der Hauptuntersuchung (HU) gefällt er zwar meistens ziemlich gut. Doch der Golf-Konkurrent hat ein paar Opel-typische Schwächen.

Modellhistorie: Anfang der 1990er-Jahre trat der erste Astra das Erbe des Kadett an. Die hier betrachteten Generationen J und K kamen 2009 beziehungsweise 2015 auf den Markt. Größere Modellpflegemaßnahmen führte Opel 2012 und 2019 durch. Zuletzt wurden unter anderem die Dreizylindermotoren sowie Front- und Heckkamera optimiert.

Karosserievarianten: Den aktuellen Astra (K) gibt es nur noch als fünftüriges Schrägheck und als Kombi Sports Tourer. Beim Vorgänger war die Modellvielfalt mit zusätzlichem Stufenheck und dem coupé-ähnlichen Dreitürer GTC und dessen Sportversion OPC größer.

Abmessungen (laut ADAC): Typ K: 4,37 m bis 4,70 m x 1,82 m x 1,49 bis 1,51 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 370 l bis 1.210 l (Schrägheck), 540 l bis 1.630 l (Sports Tourer); Typ J: 4,42 m bis 4,70 m x 1,81 m bis 1,84 m x 1,48 m bis 1,54 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 370 l bis 1.235 l (Fünftürer und GTC), 500 l bis 1.550 l (Sports Tourer), 460 l bis 1.010 l (Stufenheck).

Stärken: Der Astra überzeugt durch gute Fahreigenschaften, vor allem der Sports Tourer eignet sich als Familien- und Reiseauto. Laut "Auto Bild Tüv Report 2020" brilliert der Typ K bei der HU in Sachen Fahrwerk und Bremsen. Die Mängelquoten bei der Bremsleistung sind niedrig. Rost am Fahrwerk spielt keine Rolle.

Schwächen: Dem Report zufolge sorgen Opel-typische Macken für Minuspunkte: Ölverlust an Motor und Getriebe schon bei der ersten HU, Federbrüche ab dem zweiten Pflichtcheck beim Typ J im Fahrzeugalter von fünf Jahren. Von durchschnittlicher Qualität ist laut Report die Lenkanlage.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt: Nur der Astra von 2009 schneide gut ab. In den übrigen Jahrgängen lande er in der aktuellen ADAC-Pannenstatistik lediglich im Mittelfeld oder noch weiter abgeschlagen. Zu den Pannenschwerpunkten zählen defekte Abgasrückführungen bei Autos mit Erstzulassung 2010 bis 2012 sowie schlappe Batterien (2011 bis 2014 und 2017).

Motoren: Typ K: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 66 kW/90 PS bis 147 kW/200 PS; Diesel (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 77 kW/105 PS und 118 kW/160 PS; Typ J: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 64 kW/87 PS bis 206 kW/280 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 70 kW/95 PS und 143 kW/195 PS.

#Motorrad 
#Deutschland 
#Motor 
#Sicherheit 

Klar, ein Motorrad ist kein Lastenesel. Doch so einiges können auch Biker mit auf große Tour mitnehmen. Das will allerdings sicher verstaut sein - sonst wird es gefährlich.

Es geht mit dem Motorrad in den Sommerurlaub? Beim Verstauen des Gepäcks in Koffer, Taschen oder Tankrucksack sind dann einige wichtige Grundregeln zu beachten, informiert das informiert das Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Schwere Teile verstauen Sie zum Beispiel am besten weiter unten. Achten Sie dabei darauf, die Gewichte möglichst gleichmäßig links und rechts der Maschine zu verteilen.

Gurte und Riemen regelmäßig prüfen

Kommen bei der Sicherung des Gepäcks Riemen und Gurte zum Einsatz, sind die Packstücke besonders fest und sicher zu verzurren, damit sie nicht verrutschen oder gar abfallen können. Den festen Sitz kontrollieren Sie besser penibel und bei jeder Pause - denn auch feste Gurte und Riemen können sich unterwegs lockern.

Lange oder überhängende Enden müssen gekürzt oder zumindest zuverlässig so verknotet werden, dass sie nicht in den Antrieb oder die Speichen geraten können. Das Fahrwerk sollte man entsprechend an die höhere Belastung anpassen. Nach der Mehrbelastung aber nicht vergessen es wieder auf Normalbetrieb umzustellen!

Fahrverhalten ändert sich

Auf den ersten Kilometern sollten Sie es besonders vorsichtig angehen lassen, um sich an das veränderte Fahrverhalten aufgrund von Mehrgewicht und anderem Schwerpunkt der Maschine gewöhnen. Die Höchstgeschwindigkeit sollte je nach Art des Gepäcks nicht ausgereizt werden, so das ifz.