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10.09.2020, 09:49

Citroën Ami startet Anfang 2021 ab etwa 7000 Euro

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Citroën will mit dem Ami die Elektromobilität im urbanen Raum voranbringen

Eine kleine Ente für die Stadt: So muss man sich den Ami vorstellen, den Citroën für nächstes Jahr im Köcher hat. Das elektrische Wägelchen soll bereits ab einem Alter von 16 Jahren fahrbar sein.

Die Ente bekommt einen modernen Ur-Enkel. So, wie Citroën vor 70 Jahren mit dem 2 CV die Mobilität erschwinglich machte, wollen die Franzosen nun mit dem Ami wieder eine kleine Revolution auslösen - und den Verkehrsfluss in der Stadt verbessern.

Dafür bringen sie nach eigenen Angaben im ersten Quartal des nächsten Jahres für Preise um 7.000 Euro ein elektrisches Minimobil in den Handel, das auf die Führerscheinklasse AM ausgelegt ist und deshalb bereits ab 16 Jahren genutzt werden kann.

Ein kantiger Freund aus Kunststoff

Kantig geformt und aus Kunststoff gefertigt, misst der Ami in der Länge 2,41 Metern, hat eine Breite von 1,39 Metern und beansprucht damit noch weniger Verkehrsfläche als ein Smart. Zudem ist er mit einem Wendekreis von 7,20 Metern sehr handlich. Dabei bietet er Platz für zwei Personen, die durch asymmetrisch angeschlagene Türen in den Wagen kommen: Auf der Beifahrerseite öffnet sie konventionell, der Fahrer steigt entgegen der Fahrtrichtung ein. Einen eigenen Kofferraum gibt es nicht.

Angetrieben wird der nur knapp 500 Kilo schwere Ami von einem E-Motor mit gerade einmal 5 kW/8 PS, der eine Geschwindigkeit von 45 km/h ermöglicht. Mit dem Strom aus einem 5,5 kWh großen Akku soll er bis zu 75 Kilometer weit kommen. Danach lädt der Kleinstwagen mit einem fest installierten Kabel für drei Stunden an der Haushaltssteckdose

Der kleine Freund kommt als "Päckchen" nach Hause

So unkonventionell wie das Auto ist auch der Vertrieb: Citroën verkauft den Wagen nach eigenen Angaben nur online oder über ausgewählte Kaufhäuser und liefert ihn danach wie ein Päckchen zum Kunden nach Hause oder ins nächste Autohaus. Außerdem gibt es nur ganz wenige Extras, die in Paketen zusammengefasst sind und zur Selbstmontage per Post geliefert werden.

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Dass ein Auto bei einem Unfall ins Wasser stürzt, kommt zum Glück nur selten vor. Doch wenn es passiert, müssen die Insassen sehr schnell handeln, um sicher herauszukommen.

Bei einer wilden Verfolgungsjagd schießt ein Auto mit quietschenden Reifen von der Fahrbahn und landet in einem Fluss. Werden sich die Insassen rechtzeitig befreien können? - Solche Szenen kennt man aus Spielfilmen. In der Realität kommen Wasserunfälle laut dem ADAC nur sehr selten vor. Ausgeschlossen sind sie aber nicht. Was sollten Insassen dann tun, um sicher herauszukommen?

Je nach Ausgangstempo, Fallhöhe und -winkel schlägt das Auto bei einem Wasserunfall mehr oder weniger hart auf der Oberfläche auf und kann kurz untertauchen. In der Regel schwimmt es dann aber mit den Rädern nach unten für einige Minuten. Und diese Zeit muss man nutzen, um so schnell wie möglich rauszukommen. Sofort nach dem Aufprall - aber nicht vorher - sollten sich alle Insassen abschnallen.

Flucht durch Fenster oder Schiebedach

Der Fluchtweg führt durch heruntergekurbelte Seitenfenster oder ein vorhandenes Schiebedach - und nicht etwa durch die Türen. Denn der Wasserdruck von außen dürfte in der Regel verhindern, dass diese sich öffnen lassen. Selbst wenn bereits Wasser hineingekommen sein sollte, dürften die elektrischen Fensterheber oder das Schiebedach noch eine kurze Zeit lang funktionieren.

Sonst bleibt nur der Versuch, die Scheiben einzuschlagen. Das ist aber schon bei Einscheibensicherheitsglas in der Praxis "nur sehr schwer oder gar nicht" möglich, erläutert der Autoclub. Sind die Seitenscheiben aus Verbundsicherheitsglas, lassen sie sich mit normalen Mitteln nicht zerstören.

Keinesfalls warten, bis das Auto geflutet ist

Wenn entsprechend viel Wasser eingedrungen ist, geht das Auto unter. Hat es einen Frontmotor, eher über den Bug - mit Heckmotor sackt es eher hinten zuerst ab. Beim Untergehen kann sich das Auto drehen oder trudeln, wodurch man im Inneren leicht die Orientierung verliert.

Zwar lassen sich die Türen unter Wasser irgendwann öffnen, wenn das Auto komplett geflutet ist. Doch der ADAC warnt ausdrücklich davor, absichtlich so lange zu warten. Denn der Stress in dieser Ausnahmesituation schlägt leicht in Panik um und bedeutet größte Gefahr. Sich in allerletzter Sekunde mit angehaltener Luft durch die Türen zu retten, ist dann doch eher etwas für den Stuntman beim Film.

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Nachdem Kia schon in den vergangenen Jahren einen beachtlichen Aufstieg hingelegt hat, erreichen die Koreaner mit dem neuen Sorento nun die nächste Stufe. Wenn er ab Mitte Oktober in die vierte Runde geht, wird es deshalb nicht mehr nur gegen Autos wie den Nissan X Trail, den Toyota RAV4, den Skoda Kodiaq oder den VW Tiguan All Space antreten. Sondern plötzlich erscheinen auch die Modelle der Nobelmarken nicht mehr unerreichbar.

Das neue Selbstbewusstsein und der gehobene Anspruch zeigen sich bereits im Design: Mit einer stolz in den Wind gereckten Tigernase, mit prägnanten Scheinwerfern, vergleichsweise kantigen Formen, einer charakteristischen Haifischflosse in der Fensterlinie und jeder Menge Chrom sieht der Sorento nicht weniger imposant aus als ein Mercedes GLE oder ein BMW X5. Und auch innen strahlt der Kia zumindest in den gehobenen Varianten genügend Luxus aus, um es mit der Oberklasse aufzunehmen.

Mehr Platz bei gleichem Format

Während die Form neu ist, ändert sich am Format nur wenig: Über die letzten Generationen bereits deutlich gewachsen, legt der Sorento diesmal in Länge und Breite nur ein paar Millimeter zu und streckt sich so nun auf 4,81 Meter. Weil aber zumindest der Radstand um knapp vier Zentimeter wächst und der Geländewagen platzsparend möbliert ist, geht es innen spürbar geräumiger zu: Vor allem in der zweiten Reihe sitzt man nun besser, und der Kofferraum ist mit 697 bis 2100 Litern einer der größten im Segment. Nur für die Fahrgäste in der dritten Reihe bleibt es weiter ungemütlich, selbst wenn das Einsteigen durch einen größeren Verschiebebereich der mittleren Bank erleichtert wird und es nun ganz hinten sogar eine eigene Klimasteuerung gibt.

Die ganz große Stärke des Kia ist ohnehin seine Ausstattung. Denn in dem mit seinen vielen Schaltern hinter dem Lenkrad und dem großen Touchscreen daneben vergleichsweise altmodischen Cockpit stecken zahlreiche Assistenzsysteme, die es bei Mercedes und Co zum Teil gar nicht gibt. Das gilt insbesondere für den Blick in den Toten Winkel: Während andere allenfalls mit einem Lämpchen oder einem Signalton vor Gefahren warnen, aktiviert der Sorento mit dem Blinker auch eine Kamera, die den Schulterblick ersetzt. Ebenfalls neu in dieser Klasse sind der Mittenairbag, der sich bei einem Seitenaufprall zwischen Fahrer und Beifahrer legt, oder die Einparkautomatik, die auch funktioniert, wenn der Fahrer schon ausgestiegen ist. Und die Navigation ist so smart, dass sie für die letzte Meile ans Handy übergibt, wenn das Ziel nur zu Fuß erreichbar ist.

Diesel oder Hybrid

Wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich, aber immer mit Automatik bestückt, gibt es den Sorento zunächst mit einem klassischen Diesel von 2,2 Litern Hubraum und 141 kW/202 PS oder einem Hybrid-Benziner. Der kombiniert einen 132 kW/180 PS starken 1,6-Liter mit einer 44 kW-E-Maschine, kommt auf eine Systemleistung von 169 kW/230 PS und puffert den Strom in einem 1,49 kWh großen Lithium-Ionen-Akku unter dem Beifahrersitz. Der reicht zwar nur für wenige hundert Meter bei maximal 120 km/h, drückt aber den Verbrauch auf einen Normwert von 5,2 Litern und den CO2-Ausstoß auf 118 g/km. Genau wie beim Spitzentempo von 193 km/h ist der Unterschied zum Selbstzünder damit nicht besonders groß. Schließlich steht der Diesel mit 202 km/h, 5,4 Litern und 143 g/km in der Liste.

Das ist aber nur die Verhut: Im kommenden Jahr gibt es erstmals auch einen Plug-in-Hybriden, bei dem Kia die Leistung des E-Motors auf 66 kW anhebt und eine rund zehnmal so große Batterie einbaut. Damit wächst die elektrische Reichweite auf rund 50 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit sinkt hingegen auf etwas über 130 km/h, und beim Verbrauch dürfte dann eine Zwei vor dem Komma stehen.

Fazit: Den Sternen ganz nah

Als Kia vor rund 20 Jahren den ersten Sorento auf den Markt brachte, hat sich so mancher Käufer einen Mercedes-Stern in den Kühler geklebt. Bei der jüngsten Generation kann man sich solche Mogeleien sparen. Denn mit einem Heer von Assistenten, mit schmuckem Design und edlem Ambiente sowie zeitgemäßen Motoren sind die Koreaner den Sternen auch ohne Schummeln ganz nah.