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09.09.2020, 09:15

Karosserie aus fast einem Guss mit Teslas "Gigapresse"

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Tesla-Gründer Elon Musk hat viel vor

Die neue Tesla-Fabrik in Brandenburg soll ohne den üblichen Wald an Robotern in der Montage des Model Y auskommen und damit einen Effizienzsprung in der Produktion schaffen. Denn Hunderte von Robotern werden überflüssig, wenn riesige Druckgussmaschinen die Autokarosserien aus Aluminium in wenigen großen statt Dutzenden kleineren Teile gießen, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

Tesla-Chef Elon Musk wolle die Autohülle aus so wenigen Modulen wie möglich bauen. Auf dem Blog "Tesmanian" hieß es, acht dieser "Gigapressen" kämen in die Fabrik nahe Berlin. Tesla reagierte auf Anfragen dazu nicht.

Mitte August hatte Tesla-Chef Elon Musk bereits auf Twitter über die größte Gussmaschine aller Zeiten geschwärmt. Die "Gigapresse" soll den Umfang eines kleinen Hauses haben, sie wird von IDRA Srl in Italien gebaut. Die Firma wollte sich nicht äußern, hatte früher aber bekannt gegeben, die erste Maschine dieser Art an einen nordamerikanischen Autohersteller geliefert zu haben.

Noch vor zwei Jahren hatte der US-Elektroautopionier in seinem Werk in Nevada mit der Komplexität der High-Tech-Produktion zu kämpfen und flog Maschinen aus Deutschland ein. Doch jetzt soll allein die Unterbodenkarosserie Musk zufolge künftig nur noch aus einem Teil statt 70 Stücken bestehen, die aufwendig zusammengefügt werden müssten. Auf diese Weise sollten auch Front- oder Heckteile gefertigt werden, erklärte ein Insider.

Dass Autos bisher aus vielen Einzelteilen bestehen, ist eine Frage der Sicherheit, denn sie sorgen bei einem Zusammenstoß für eine Knautschzone. Aluminium ist außerdem schwieriger in Form zu bringen als Stahl. Da Schweißen das leichte Metall verformt, müssen Aluminiumteile geklebt oder genietet werden. Durch Gießen könnte Tesla mehrere Arbeitsschritte vermeiden. Der Berater Sandy Munro hatte den US-Autobauer in der Vergangenheit wegen schlechter Verarbeitung kritisiert. "Es gab schreckliche Spaltmaße, überall Schweißspritzer, nichts passte", sagte er kürzlich bei einer Online-Präsentation auf einer Konferenz der Beratung Frost & Sullivan. Doch vom Tesla Model 3 zum neuen Modell Y habe es einen Qualitätssprung gegeben. Jetzt habe Tesla für den Unterboden das größte Teil gegossen, das er in 30 Jahren automobiler Fertigungsanalyse gesehen habe. "Es ist einfach spektakulär", sagte er.

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Auf dem Highway soll bald wieder die Hölle los sein. Denn in den USA beginnt Chevrolet mit der Auslieferung der achten Generation der Corvette. Wann kommt der Sportwagen nach Europa?

Chevrolet beginnt in den USA jetzt mit der Auslieferung der achten Corvette-Generation - einem Auto, das für viele Amerikaner einen ähnlichen Stellenwert hat wie der Porsche 911 in Deutschland. Nach Europa kommt der Sportwagen im Frühjahr 2021.

Nach mehr als 70 Jahren wechselt Chevrolet das Konstruktionsprinzip und bringt einen Mittelmotor statt eines Frontmotors. Damit schwenkt der Hersteller auf den Kurs von Ferrari & Co ein.

Der Preis beginnt in den USA nach Herstellerangaben bei umgerechnet rund 55.000 Euro und liegt damit auf dem Niveau eines Porsche Cayman. Wenn die Corvette nach Angaben der Europa-Zentrale in Zürich im Frühjahr 2021 nach Deutschland kommt, dürften daraus aber geschätzt 100.000 Euro werden, in Österreich wohl einiges mehr.

Fast 550 PS machen die Corvette 310 km/h schnell

Trotz der neuen Bauart bleibt der Motor ein alter Bekannter: Auch das C8 genannte Modell fährt mit dem 6,2 Liter großen V8-Saugbenziner, der in der jüngsten Stufe auf 369 KW/495 PS kommt. Erstmals kombiniert mit einer Doppelkupplung, beschleunigt der Achtzylinder das Fahrzeug mit bis zu 637 Nm laut Hersteller in knapp drei Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Spitze liegt bei mehr als 310 km/h. Verbrauchswerte hat Chevrolet noch nicht genannt.

Obwohl schneller denn je, soll die Corvette nach Angaben des Chefingenieurs Ed Piatek ein alltagstauglicher Supersportwagen sein und bietet unter anderem zwei Kofferräume mit zusammen 360 Litern Volumen. Diese fassen nicht nur Reisegepäck, sondern auch das herausnehmbare Dachelement, mit der das Coupé zum Targa wird.

Wer noch mehr Frischluft braucht, muss ein paar Monate warten, sagt Piatek: Dann kommt die C8 auch als Cabrio - und zwar zum ersten Mal in fast 70 Jahren Modellgeschichte mit einem versenkbaren Hardtop.

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Mercedes beginnt im Dezember mit der Auslieferung der neuen S-Klasse. Wie der Hersteller mitteilte, starten die Preise für die Luxuslimousine bei 96.094 Euro im Standard-Format von 3,11 Metern Radstand und 5,18 Metern Länge. Die um jeweils elf Zentimeter gestreckte Langversion kostet rund 3.000 Euro mehr.

Basismodell ist der S 350 d mit einem drei Liter großen und 210 kW/286 PS starken Sechszylinder. Die Version wird als einzige auch mit Heck- statt dem ansonsten serienmäßigen Allradantrieb angeboten. Den gleichen Motor gibt es mit 243 kW/330 PS auch im S 400 d.

Bis zu 100 Kilometer rein elektrischer Reichweite

Auch bei den Benzinern beginnt die Auslieferung mit zwei jeweils drei Liter großen Sechszylindern, die beide mit Mildhybrid-Technik arbeiten. Im S 450 leistet der Motor 270 kW/367 PS, im S 500 stehen 320 kW/435 PS im Datenblatt.

Alle Motoren sorgen für 250 km/h Spitze und sollen deutlich sparsamer sein als bisher. Das auch deshalb, weil die S-Klasse rund einen Zentner abgespeckt und einen geringeren Luftwiderstand hat. So kommen die effizientesten S-Klassen aus der Startaufstellung auf einen Normwert vom 6,6 Litern Diesel (CO2-Ausstoß: 163 g/km) oder 7,8 Liter Benzin (178 g/km).

Noch sparsamer wird der Plug-in-Hybrid, der einige Monate später angeboten wird. Mit einem 110 kW/150 PS starken E-Motor sowie einer fast 30 kWh großen Batterie soll er auf mehr als 100 Kilometer elektrische Reichweite kommen. Außerdem in Vorbereitung: ein klassischer V8-Benziner, ein V12-Motor für den nochmals gestreckten Maybach sowie mindestens zwei AMG-Varianten.

Neue Assistenten und digitale Bedienlandschaften

Innen gibt es die nächste Generation des Infotainment-Systems MBUX mit neuer Bildschirmlandschaft, digitalem 3D-Cockpit, riesigem Head-up-Display und vorausschauendem Interieur-Assistenten. Die Hinterachslenkung erlaubt im Heck bis zu zehn Grad Lenkwinkel, was beim Rangieren hilft.

Daneben gibt es neue Komfort- und Sicherheitssysteme wie zehn Massage-Programme, ein Soundsystem mit Sitzvibration oder ein Frontairbag für die Hinterbänkler. Autonomes Fahren soll bei entsprechender Gesetzeslage auf ausgewählten Strecken bis Tempo 60 im zweiten Halbjahr 2021 verfügbar sein. Das kann dem Fahrer die Möglichkeit zum Internet-Surfen und E-Mail-Schreiben im Stau geben, so Mercedes weiter.