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23.07.2020, 11:21

Der überarbeitete Opel Insignia startet im September

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Aufgefrischtes Duo: Opel hat sein Spitzenmodell Insignia überarbeitet

Der Insignia ist das Flaggschiff in der Modellpalette von Opel. Nach einer Auffrischung bringen die Rüsselsheimer ihr Mittelklassemodelle als Limousine und Kombi mit neuen Motoren auf den Markt.

Opel hat den Insignia überarbeitet: Ab September liefern die Hessen ihr Flaggschiff deshalb mit einer dezent retuschierten Optik, einer erweiterten Ausstattung und vor allem einer komplett erneuerten Motorpalette aus und versprechen dafür einen Verbrauchsvorteil von bis zu 18 Prozent. Die Preise beginnen in Österreich bei 32.699 Euro für die Limousine und bei 34.889 Euro für den Kombi, teilte der Hersteller mit.

Neue Motoren sollen Sprit und CO2 einsparen

Von außen vor allem an einem neu gestalteten Kühlergrill und den nun serienmäßigen LED-Scheinwerfern zu erkennen, gibt es beide Karosserievarianten künftig mit einem in dieser Baureihe erstmals eingesetzten 2,0-Liter-Benziner mit 125 kW/170 PS, 147 kW/200 PS oder 169 kW/230 PS sowie zwei ebenfalls neuen Dieseln.

Der größere hat ebenfalls 2,0 Liter Hubraum und leistet 128 kW/174 PS, der kleinere kommt erstmals in dieser Liga mit drei Zylindern aus und schöpft aus 1,5 Litern Hubraum 90 kW/122 PS. Damit sinkt der Verbrauch auf bestenfalls 3,8 Liter (99 g/km CO2).

Neu sind auch der künftig nur noch zuschaltbare Allradantrieb, der im Topmodell GSI serienmäßig ist und für weitere Varianten gegen Aufpreis angeboten wird, sowie die Automatik-Getriebe. Sie haben beim Benziner neun und beim Diesel acht Gänge und sollen ebenfalls einen nennenswerten Beitrag zur Effizienzsteigerung sollen.

Rückzug für den Country Tourer

Eher dem Kampf gegen Reparaturkosten dient dagegen die neue Rückfahrkamera mit erweitertem Blickfeld und einem Querverkehrswarner beim Rangieren. Zwar verspricht viel Opel viele zusätzliche Angebote in seiner größten Baureihe, doch zugleich streichen die Hessen die Modellpalette ein wenig zusammen: Den aufgebockten Abenteuer-Kombi Country-Tourer wird es nicht mehr geben.

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VW hat den ID.4 als zweites eigens um den Elektroantrieb herum entwickeltes Modell angekündigt. Anders als der Golf-ähnliche ID.3 ist der ID.4 als kompakter Geländewagen gezeichnet. Das knapp 4,60 Meter lange SUV soll noch dieses Jahr starten, teilte VW bei letzten Testfahrten mit.

Dafür gibt es den innen sehr geräumigen Fünfsitzer mit einem 109 kW starken E-Motor an der Hinterachse und einem Akku von 52 kWh. Im WLTP-Zyklus soll das bis zu 350 Kilometer Reichweite ermöglichen. Während VW beim Motor drei weitere Leistungsstufen bis 150 kW anbietet, gibt es bei den Akkus nur eine weitere Alternative mit 77 kWh und einem Aktionsradius von rund 520 Kilometern.

Nachgeladen mit bis zu 100 kW beim kleinen und 125 kW beim großen Akku, verspricht VW den Hub von 5 auf 80 Prozent im besten Fall in weniger als 45 Minuten. Als Fahrleistungen stellen die Niedersachsen für den stärksten Motor einen Sprintwert von 8,5 Sekunden und für alle Varianten ein Spitzentempo von 160 km/h in Aussicht.

Für das nächste Jahr kündigen sie aber bereits eine Sportversion an, die zusätzlich eine 75 kW-Maschine in den Bug bekommt. Damit steigt die Systemleistung auf 225 kW, es gibt permanenten Allradantrieb und die Spitze wird auf 180 km/h angehoben.

Innen gibt es einen kleinen Bildschirm hinter dem Lenkrad und einen großen Touchscreen daneben sowie ein intelligentes Ambientelicht, das mit dem Fahrer über Farben kommuniziert.

Im Vergleich zum technisch verwandten ID.3 bietet der ID.4 mehr Platz, hat bei identischem Radstand von 2,77 Metern mehr Beinfreiheit im Fond und einen knapp 600 Liter großen Kofferraum. Für größeren Transportbedarf bietet VW als ungewöhnliche Extras für ein E-Auto auch eine Dachreling sowie eine Anhängerkupplung an.

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Zitternde Zeiger, verblasste Ziffernblätter. Doch dafür fasst glänzendes Chrom die Rundinstrumente ein. Analoge Instrumente gehören einfach zum Motorrad, hat man irgendwie gelernt. Doch damit könnte es bald vorbei sein.

Für Jörg Lohse vom Fachmagazin "Motorrad" sind digitale Anzeigen auf Motorrädern seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. "Im höheren Preissegment zählen digitale Instrumente zur erwarteten Serienausstattung, also für Maschinen über 1.000 Kubik und über 13.000 Euro", sagt Lohse. Aber auch bei Maschinen mit 800 bis 1.000 Kubik für rund 10.000 Euro erwarteten Kunden schon digitale Cockpits.

Der Experte sieht mehrere Vorteile in den kleinen Bildschirmen. "Moderne Sportmotorräder bieten meist eine Vielzahl an Verstellmöglichkeiten, die Besitzer ohne Menüs und Unterpunkte auf den Displays nicht anwählen könnten", erklärt Lohse. Dazu zählen Steuermöglichkeiten von Fahrwerk und ABS oder Traktionskontrolle.

Manche Hersteller stellen die Informationen klar strukturiert und deutlich dar, andere wiederum seien kleinteilig und wenig intuitiv. "Letztlich geht es um den Fahrernutzen. Bringt die Darstellung einen Mehrwert, ohne den Fahrer zu überfrachten? Wenn es zu viel Spielerei ist, lenkt das Display nur ab und hilft keinem", so Lohse.

Bei einer Probefahrt gilt es also nicht nur auf Motor, Fahrwerk und Sitzposition zu achten, sondern auch auf Bedienung, Darstellung und Einstellmöglichkeit. "Unendlich viele Möglichkeiten bringen nichts, wenn sie kleinteilig sind. Dann lieber wenige Infos, die aber groß dargestellt sind", sagt Lohse.

Für die meisten Fahrer reichten Drehzahl, Ganganzeige, Geschwindigkeit, Temperaturanzeige und Tageskilometerzähler. Lohse schätzt, dass etwa die Hälfte aller Motorradfahrer ihre Maschine eher als mechanisches Gerät sehen, möglichst viel analoge Technik haben wollen und keinen digitalen Output verlangen.

"Mit dem Trend der Konnektivität, dem Zusammenspiel von Smartphone und Maschine, werden künftig mehr TFT-Displays eingesetzt, auch in kleineren Klassen", prognostiziert er. Vielleicht kämen irgendwann die Steck-Displays. Die könnten Fahrer mitnehmen, um die nächste Route zu bearbeiten oder zurückgelegte Strecken zu analysieren.

Yamaha integriert in nahezu allen seiner Motorräder digitale Instrumente. Lediglich die R6 und FJR1300 besitzen neben der digitalen Geschwindigkeitsanzeige eine analoge Drehzahlanzeige. Gute Sichtbarkeit unter allen Bedingungen, eine optimale Lesbarkeit der wichtigen Informationen, zahlreiche Anzeigemöglichkeiten und viele Funktionen auf kleinem Raum, sind die Vorteile, die Yamaha nach eigenen Angaben bei digitalen Anzeigen sieht.

Die Instrumente zeigen unter anderem an: Geschwindigkeit, Drehzahl, Kilometerzähler, Gang, Tankfüllstand und Restreichweite. "Bei Modellen wie beim Supersportler R 1 können Fahrerinnen und Fahrer weitere Infos wie Vorderradbremsdruck, Kraftverteilung beim Beschleunigen und Bremsen abrufen", erklärt Marvin Eckert von Yamaha.

In weiteren Menüs lässt sich die Elektronik der R 1 weiter anpassen: Motorbremse, Kurven-ABS oder normales ABS, Wheelie- und Launch-Kontrolle, Motorleistung, Straßen- oder Rennstrecken-Modus. Mit der YRC-Setting-App können alle Cockpit-Einstellungen auch per Smartphone vorgenommen werden.

Yamaha-Motorräder mit einem elektronisch verstellbaren Fahrwerk lassen sich über Lenkertasten verändern. Bei den YZ- und WR-Offroad-Maschinen des Herstellers können Besitzer über eine spezielle App die Motorcharakteristik verändern, sowie Fahrzeugdaten wie Betriebsstunden, Serviceintervalle und Drehzahl in Echtzeit auslesen. "Digitale Instrumente bieten viele Vorteile und werden daher bei Yamaha als Standardausstattung bleiben. Analoge Instrumente sind höchstens bei Retro-Modellen noch denkbar", sagt Marvin Eckert.

BMW bietet seit 2017 TFT-Displays für seine Motorräder an, anfangs als Option für die R 1200 GS. Heute sitzen die leuchtstarken und blendfreien Displays in vielen Maschinen von 400 bis 1.250 Kubik. "Motorradfahrer erhalten mit den digitalen Instrumenten ein vereinfachtes und übersichtliches Kombiinstrument. Uns ist wichtig, dass der Fahrer so wenig Ablenkung wie möglich erhält, daher startet das Display im Pure-Ride-Modus, stellt nur die wichtigsten Infos in großer Schrift und guter Lesbarkeit zur Verfügung", sagt Roman Vilimek, Produktmanager Connected Ride bei BMW Motorrad.

Erst wenn man tiefer in das System einsteigt, werden über die verschiedenen Menüs weitere Funktionen angeboten. So lässt sich unter anderem der Fahrzeugzustand kontrollieren, von Reifendruck über Bordnetzspannung bis zum Servicebedarf. Bei einigen Maschinen wie Supersportlern lässt sich die Darstellung ändern, so dass der Drehzahlmesser mittig liegt.

Dazu geben Bordcomputer und Reise-Bordcomputer Auskunft über fahrtrelevante Statistiken, Fahrmodi lassen sich konfigurieren, Ansprechverhalten von Assistenzsystemen ändern und Bluetooth-fähige Geräte koppeln. So können BMW-Fahrer ihr Smartphone mit der Maschine verbinden und es über den Multi-Controller am Lenkrad bedienen. Dabei ist die Auswahl komplexerer Funktionen während der Fahrt eingeschränkt, wenn die Ablenkungsgefahr zu hoch wäre.

Für die Navigation mit motorradspezifischem Kartenmaterial wird die BMW-Motorrad-Connected-App benötigt, die in Verbindung mit einem Motorrad mit TFT-Display kostenlos nutzbar ist. Damit lassen sich Routen planen, aufzeichnen, auswerten und verschicken. Bei der Fahrt wird die Navigation per Pfeildarstellung direkt im Display angezeigt, das Smartphone kann in der Tasche bleiben. Für eine detaillierte Kartendarstellung ist jedoch ein externes Navi nötig.

Im Gegensatz zu klassischen Instrumenten lassen sich in digitalen Anzeigen mehr Informationen darstellen und diese einfacher bedienen, dazu kommt eine bessere Ergonomie und Ablesbarkeit. "Bei einem klassischen Instrument ist häufig nur Platz für eine Kammerleuchte. Hinweise können in einer digitalen Anzeige angereichert werden", erklärt Roman Vilimek. Wenn es ein Problem gibt, sieht der Fahrer direkt, ob er weiterfahren kann oder nicht.

Bei klassischen Modellen wie R Nine T oder R 18 setzt BMW jedoch weiter auf klassische Instrumente. Die Vorteile digitaler Displays gelten Vilimek zufolge zwar auch für diese Maschinen - aber in diesem Segment seien Erscheinungsform und Auftreten erheblich wichtiger, als möglichst viele Informationen zu verarbeiten.