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26.05.2020, 11:05

Der Volvo XC60 aus zweiter Hand

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Seit 2008 hat Volvo den kompakten XC60 im Programm

Nicht zu klein und nicht zu groß. So kommt das mittlere der drei Volvo-SUVs daher. Was kann der schwedische Kompakte im Offroad-Look als Gebrauchtwagen?

Der XC60 ist Volvos erstes Kompakt-SUV. Erst seit 2018 können Kunden mit dem XC40 auf eine Nummer kleiner zugreifen. Während das Angebot an Gebrauchten beim kleinen Bruder noch überschaubar ist, ist die Auswahl des XC60 am Markt vergleichsweise groß. Und viel falsch machen können Second-Hand-Käufer nicht, denn das 4,60 Meter lange SUV erweist sich in den meisten Fällen als ein solides Auto.

Modellhistorie: Marktstart im Jahr 2008 als zweites SUV unterhalb des XC90; Modellpflege 2017 mit LED-Blinkern und neuen Scheinwerfereinfassungen; 2017 startet die zweite Modellgeneration.

Abmessungen: 4,63 m bis 4,64 m x 1,89 m x 1,71 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 495 l bis 1.455 l.

Karosserievarianten: Der Volvo XC60 ist ein fünftüriges Kompakt-SUV und damit technisch gesehen eine Kombilimousine; Varianten gibt es nicht.

Stärken: Da wäre die lange Halbwertszeit in Sachen Aussehen, noch heute wirkt die alte Modellgeneration kaum aus der Zeit gefallen; bei der Hauptuntersuchung (HU) glänzt das Modell in vielen Punkten: Rost ist kein Problem, die Bremsen leisten über Jahre standfest ihren Dienst. Federn, Dämpfer und Antriebswellen sowie die Beleuchtung machen kaum Probleme, so der Befund des "Auto Bild Tüv Report 2020".

Schwächen: Trotz optionalem Allradantrieb sind die Geländeeigenschaften wie bei den meisten SUVs nur moderat ausgeprägt. Ärger machen die früh schwächelnden Achsgelenke, die bei der dritten HU viel Kritik ernten, ebenso die Lenkgelenke. Beim ersten Termin nach drei Jahren werden überdurchschnittlich oft bemängelt: die Bremsscheiben, die zum Verschleiß neigen, sowie die Bremsschläuche. Auch Ölverlust ist beim Tüv in den ersten Jahren immer mal wieder ein Thema.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt über das Schweden-SUV: "Der XC 60 schneidet mittel bis gut ab." Mit Blick auf seine Statistik nennt der Club als Pannenschwerpunkte Probleme mit der Abgasrückführung bei Exemplaren mit Erstzulassung im Jahr 2014, mit dem Antriebsriemen (2012) sowie der Batterie (2012 und 2014).

Motoren: Benziner (Vier- und Sechszylinder, Front- und Allradantrieb): 149 kW/203 PS und 225 kW/306 PS; Diesel (Vier- und Fünfzylinder, Front- und Allradantrieb): 100 kW/136 PS bis 163 kW/220 PS.

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Egal, ob nach dem Einkauf im Baumarkt oder Möbelhaus und vor der Fahrt in den Urlaub: Nur wer sein Auto richtig belädt, vermeidet Bußgelder und fährt auch sicher.

Wer rechnet schon damit, dass das kleine Smartphone einen mit der Wucht von 15 Kilo am Kopf trifft? Doch genau diese Wucht entwickelt ein 300 Gramm schweres Handy bei einer Vollbremsung aus Tempo 50 aufgrund der Fliehkraft. Die sorgt dann für die 50fache Wucht des Eigengewichts.

Schon eine Getränkekiste schießt so mit rund einer Dreivierteltonne nach vorn, rechnet der Auto Club Europa (ACE) vor. Nicht nur die Urlaubsfahrt kann so durch falsches Packen zum Risiko werden - auch nach dem Einkauf in Baumarkt oder Möbelhaus sollte man daher dringend darauf achten, das Auto richtig zu beladen.

Clever packen wie im Computerspiel

"Gepäck sicher zu verstauen ist etwas wie Tetris spielen", sagt ACE-Sprecher Sören Heinze, "Man sollte von Beginn an alles sicher verstauen, damit nichts durch den Fahrraum fliegen kann." Wegen der Bruchgefahr rät er dringend von Glasflaschen ab. Spezielle Trinkflaschen sollten in den vorgesehenen Haltern stehen, das Handy am besten in einer festen Halterung sein.

"Wichtig ist, nichts auf die Kofferraumabdeckung zu legen", sagt Heinze. "Alles, was als Geschoss nach vorne fliegt, kann schmerzhaft treffen und ernste Verletzungen herbeiführen. Da hilft auch die Nackenstütze nicht mehr."

Befestigen und verstauen

Auch die Verkehrssicherheitsexpertin Julia Fohmann rät zum überlegten Packen: "Es sollten keine Lücken entstehen, und alles gut gesichert sein. Wenn möglich, sollte man die Lehne der Rückensitze als sichernde Trennwand nicht umklappen und über dem Kofferraum eine Laderaumabdeckung, ein Sicherungsnetz oder notfalls eine Decke verzurren."

Für Kinder oder andere Passagiere im Fond sollte man Netze am Vordersitz für Entertainment beziehungsweise Getränke anbringen. Größere Taschen oder beispielsweise eine Strandmatte kann man im Fußraum beim Beifahrer oder hinten fest verstauen.

"Damit kommen wir zum Tetris: Auch im Kofferraum gehören große Gegenstände unten und möglichst weit zur Fahrzeugmitte hin. Dann kann man seitlich, vorne und hinten aufbauen, so dass eine kompakte Ladung zustande kommt", erläutert Heinze die richtige Prozedur.

Ladung sichern und markieren

"Wenn man für lange Ladung die Rückbank umklappt, sollte alles beispielsweise mit einem Gurt so gesichert werden, dass es im Fahrzeuginneren nicht hin und her rutschen kann", rät Heinze "Auch das neue Regal muss rutschfrei vertäut sein und bitte unbedingt die Heckklappe fest verzurren, damit sie nicht aufgehen kann."

Überstehende Ladung muss gekennzeichnet werden: mit einer 30 mal 30 Zentimeter großen Fahne, einem roten Schild der gleichen Größe oder mit einem zylindrischen Körper von 35 Zentimeter Durchmesser. "Die Rücklichter müssen an den Seiten unbedingt sichtbar sein", fügt Fohmann hinzu.

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Mit Googles Assistant, Apples Siri oder Amazons Alexa lässt sich einiges im Auto per Sprache steuern. Ist das hilfreich oder hauptsächlich Spielerei?

Wenige Worte reichen, und die Musik wird lauter. Oder man springt mit einem lässigen Befehl zum nächsten Song. Und ein Satz genügt, um das Navi auf Kurs zu bringen. Sprachsteuerung soll den Menschen am Steuer unterstützen, das Fahren sicherer machen.

In Apples iPhones steckt etwa Sprachassistentin Siri, in Handys mit Android Googles Assistant. Letzterer ist bei manchen Fahrzeugen auch Teil von Android Auto. Und über den Bluetooth-Adapter Echo Auto (rund 60 Euro) verbindet Amazon seine Alexa im Fahrzeug mit Smartphones.

Für alle Assistenten ist eine aktive Internetverbindung wichtig. Siri und Echo Auto müssen immer online sein, der Google Assistant arbeitet dagegen auch bei kurzen Funklöchern weiter.

Weniger Ablenkungsgefahr

Doch was stellt man mit Sprachassistenten im Auto an? "Sie eignen sich als Assistenzsysteme, da sie den Autofahrer weniger ablenken als eine manuelle Bedienung, dazu sind sie bequemer", meint Nathalie Teer vom IT-Branchenverband Bitkom. Denn per Sprache ließen sich Funktionen ohne Display-Blicke und Button-Berührungen steuern.

Und was braucht man? "Dafür reicht ein Smartphone im Auto, am besten, wenn es mit Bluetooth oder Kabel mit den Lautsprechern im Auto verbunden ist", erklärt Teer. Entscheidend sei zudem eine gute Halterung für das Handy, die wegen möglicher Störgeräusche nicht zu weit vom Fahrer entfernt befestigt werden sollte, und die korrekte Einstellung für den Empfang von Sprachbefehlen.

Neuere Fahrzeuge bieten mit Apple Carplay oder Android Auto häufig eine stärkere Integration von Smartphones in das Auto an. Bedeutet: Ruft man auf dem Telefon bestimmte Apps auf, sind diese auch auf dem Fahrzeugdisplay zu sehen und zu steuern, was die Bedienung weiter vereinfacht. "Die Assistenten sind für alle Autofahrer hilfreich und empfehlenswert", meint Nathalie Teer. Ihre autobezogene Nutzung sei schnell umzusetzen und obendrein günstig.

Werden Sprachbefehle nicht auf Anhieb erkannt, etwa wegen Fahrgeräuschen, hilft oft ein zweiter Versuch, manchmal aber eben auch nur das Parken. Keinesfalls sollte man sich von Bedienproblemen mit den Assistenten vom Fahren ablenken lassen, warnt Teer. Das wäre kontraproduktiv. Schließlich sind die Helfer ja dafür da, dass man sich besser auf den Verkehr konzentrieren kann.

Erst testen, dann entscheiden

Bevor man sich auf ein System festlegt, lohnt es sich, verschiedene auszuprobieren, abhängig vom eigenen Smartphone und dessen Betriebssystem, rät der Autoelektronik-Spezialist Michael Zeitler. "Vorteilhaft ist, wenn sich die Sprachsteuerung mit einer Taste aktivieren lässt." Dann werde sie nicht versehentlich aufgerufen.

Grundsätzlich sollte das Smartphone mit dem Autoradio gekoppelt sein, damit der Fahrer etwa über die Freisprecheinrichtung mit dem Gerät kommunizieren kann. Alternative: "Mit hochwertigen Headsets können Autofahrer auch den Sprachassistenten bedienen", meint Zeitler.

Egal, ob es ums Abspielen oder Streamen von Musik geht, um Termine im Kalender, Telefonanrufe, Navigation oder eine Notizfunktion geht: Sprachassistenten im Auto werden populärer. In einer Studie des Capgemini Research Institut von 2019 gab knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten an, bereits einen Sprachassistenten im Fahrzeug zu nutzen, davon gut Dreiviertel (77 Prozent), um Musik abzuspielen.

Für Markus Winkler, Automotive-Experte bei der Unternehmensberatung Capgemini, ist bei Sprachassistenten entscheidend, wie stark das System ins Fahrzeug und sein digitales Ökosystem integriert ist. "Beim Kauf eines Autos spielen zunächst Sprachassistenten eine untergeordnete Rolle, das wird erst im Alltag bei der Bedienung evident", sagt er.

Häufig nutzten diejenigen Autofahrer solche Assistenten, die auch schon daheim Geräte mit Sprache steuern, sagt Winkler. "Die Integration der Sprachassistenten steht je nach Hersteller noch am Anfang." Manche böten nur eine Koppelung übers Smartphone an, andere schon tief integrierte Systeme, mit denen sich weitere Fahrzeugfunktionen bedienen ließen.

"In Zukunft werden Sprachassistenten intelligenter und mehr Aufgaben erledigen können", meint Winkler. "Dazu müssen die Systeme mit dem Fahrzeug zusammengeführt werden." Ein Angleichen ist auch wichtig, weil viele im Auto die gleiche Sprachsteuerung wie auf ihrem Smartphone erwarten.

Was machen die Hersteller?

Volvos Elektromarke Polestar etwa setzt auf Android, mit dem sich viele Funktionen per Sprache bedienen lassen. Auch der Fiat-Chrysler-Automobiles-Konzern mit seinen Marken wie Fiat, Ferrari, Jeep, Chrysler und Dodge setzt auf Android Auto.

Amazon Alexa ist in neueren Fahrzeugen von BMW integriert, ebenso in Autos von Seat. Mercedes-Fahrzeuge können mit Hilfe des eigenen Systems Mbux mit "Hey Mercedes" einige Aufgaben erledigen. Mbux gibt es optional und kostet im Paket etwa bei der A-Klasse über 1.000 Euro Aufpreis.