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19.05.2020, 16:09

Der Smart Forfour im Gebrauchtwagen-Check

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Für ein Quartett: Der Smart Forfour bietet Platz für vier Passagiere

Der Smart kam vor über zwei Jahrzehnten zunächst als Zweisitzer auf den Markt. Längst ist neben dem Fortwo und dem Cabrio auch der Viersitzer Forfour im Programm. Was kann der große Kleine als Gebrauchter?

Die Zukunft fährt elektrisch, und bei Smart ist sie schon eingetreten: Als erste Marke hat Smart zum Modelljahr 2020 komplett auf Elektroantriebe umgestellt. Bis auf Restbestände bei manchem Händler wird es die kleinen Stadtflitzer der Daimler-Marke mit Verbrennungsmotor also nur noch als Gebrauchtwagen geben. Besonders gut schneiden diese mit Blick auf die Hauptuntersuchung (HU) allerdings nicht ab.

Modellhistorie: Die hier betrachtete zweite Generation des Forfour kam 2014 zu den Händlern. Bei dieser kooperierte man mit Renault, dessen viertüriger Twingo III technisch nahezu identisch vorfährt. Zur IAA 2019 zeigte Smart die Modellpflegemaßnahmen bestehend aus geänderten Leuchten in Front- und Heckschürze sowie neuem Kühlergrill und modernisiertem Infotainment-System. Die noch mit Mitsubishi entwickelte erste Generation des Forfour wurde von 2004 bis 2006 für nur zwei Jahre produziert.

Karosserievarianten: Der Smart Forfour ist ein Kleinwagen mit vier Türen und Heckklappe. Der aktuelle Zweitürer, ebenfalls das Ergebnis einer Kooperation mit Renault, wird jedoch als die eigenständige Baureihe Fortwo in den Varianten Coupé und Cabrio geführt.

Abmessungen: 3,50 m bis 3,53 m x 1,67 m x 1,54 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 185 l bis 975 l.

Stärken: Wendig sein und Eltern mit zwei Kindern durch die Stadt kutschieren. Weil der Motor im Heck sitzt, können die Vorderräder weit eingeschlagen werden. Der Effekt: ein kleiner Wendekreis von nur 8,65 Metern. Bei der ersten HU ohne nennenswerte Beanstandungsraten: die Lenkung, die Antriebswellen, Dämpfung. Ebenfalls mängelfrei: Bremsleitung und -schläuche.

Schwächen: Sehr weit kommt man nicht, denn der Tank ist klein, und die Motoren gelten als nicht sehr sparsam. Laut "Auto Bild Tüv Report 2020" liegt die große Schwäche des Wägelchens bei den Radaufhängungen. Die Abgasuntersuchung besteht er seltener als der Durchschnitt. Nur mittelmäßig sind zeigen sich die Beleuchtung sowie Wirkung und Gleichmäßigkeit von Fuß- und Feststellbremse.

Pannenverhalten: Der ADAC bezeichnet den Smart Forfour als "dunkles Kapitel" in der ADAC-Pannenstatistik. Trotz des jungen Alters des Modells gebe es viele Liegenbleiber, die Panneneinsätze erforderten. Mängelschwerpunkte sind demnach bei Exemplaren der Jahre 2015 bis 2017 die Batterie gefolgt von defekten Anlassern (2015).

Motoren: Benziner (Dreizylinder mit Heckantrieb): 45 kW/61 PS bis 80 kW/109 PS; Elektro (AC-Synchronmotor mit Heckantrieb): 60 kW/82 PS.

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Von keiner Modellreihe verkauft Toyota in Europa mehr als vom Yaris. Entsprechend viel Mühe haben sich die Japaner mit der vierten Generation gegeben, die es etwa mit dem Ford Fiesta, Opel Corsa, VW Polo und Renault Clio aufnehmen soll und ab diesem Herbst zu Österreich-Preisen ab 16.990 Euro im Handel ist.

Mehr Platz, cooleres Aussehen

Neu sind vor allem das Design und die Plattform, die alle künftigen Kleinwagen im Konzern tragen wird. Die Länge von 3,94 Metern ändert sich nur marginal, doch geht der Wagen spürbar in die Breite, bekommt fünf Zentimeter mehr Radstand und hat ein vier Zentimeter flacheres Dach. Innen bringt das zwar mehr Platz auf allen Plätzen, doch andere Kleinwagen haben durchaus einen geräumigeren Fond zu bieten. Der Kofferraum misst nun 286 Liter.

Außen bekommt der Yaris einen frischen Look. Während die Japaner ihre Autos sonst gern eher langweilig gestalten oder fast schon ins Fratzenhafte überzeichnen, sieht dieses Modell einfach cool aus - und lässt vor allem die deutsche Konkurrenz ungeheuer spießig wirken.

Hybrid spielt die Hauptrolle

Zwar haben die Japaner einen völlig neuen Auftritt gewählt, aber beim Antrieb ändert sich an der Philosophie nichts. Der Hybrid spielt nach wie vor die erste Geige, und der Diesel ist abgewählt. So spannt Toyota wie selbstverständlich wieder einen Benziner mit diesmal 68 kW/92 PS und einen ausgewachsenen E-Motor zusammen und setzt als Puffer erstmals auf einen Lithium-Ionen-Akku. Denn mittlerweile hat auch Toyota erkannt, dass der nicht nur leichter ist, sondern doppelt so schnell geladen und entsprechend oft unterstützen kann. Für große Elektro-Sprünge ist die Batterie mit nicht einmal 2 kWh allerdings zu klein und die E-Maschine mit 59 kW/80 PS zu schwach. Und für viel mehr als zwei Kilometer reicht der Strom kaum, selbst wenn der Yaris dabei auch ohne den 1,5 Liter großen Dreizylinder immerhin bis zu 130 km/h erreicht.

Doch weil der Akku beim Bremsen immer wieder geladen wird und sich der Stromer ständig zuschaltet, wird der Yaris zu einem Drei-Liter-Auto: 2,8 Liter und einen CO2-Ausstoß von 64 g/km weist das Datenblatt aus, und auch im Alltag hat man meist eine Drei vor dem Komma. Und dann hat man bereits ausgiebig beide Motoren genutzt, die Systemleistung von 85 kW/116 PS abgerufen, mal in 9,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und bei Vollgas 175 km/h erreicht. Zudem freut sich der Fahrer an der deutlich tieferen Sitzposition, die ihn etwas mehr ins Geschehen einbindet. Damit ist auch für genügend Fahrspaß gesorgt.

Zwei weitere Benziner und viel Sicherheit

Auch wenn Toyota das Heil im Hybrid sieht, wissen die Japaner um die klamme Kassenlage vieler Kleinwagen-Käufer. Deshalb bieten sie neben dem Teilzeitstromer noch zwei solitäre Benziner an. Das Basismodell fährt mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder mit 53 kW/72 PS und für etwas engagiertere Fahrer gibt es einen 1,5-Liter mit ebenfalls drei Zylindern und 92 kW/125 PS.

So arg der Toyota mit dem Platz und dem Treibstoff auch geizt, bei der Ausstattung geben sich die Japaner großzügig und punkten vor allem in Sachen Sicherheit. Sie haben nicht nur den ersten Mittenairbag in dieser Klasse eingebaut, der sich beim Crash schützend zwischen Fahrer und Beifahrer legt. Sondern bei allen Modellen ist auch das sogenannte Safety Sense-Paket an Bord, das neben dem aktiven Frontkollisionswarner mit Notbremsfunktion samt Fußgänger- und Radfahrererkennung auch Unterstützung bei der Spurführung bietet, Verkehrszeichen erkennt, das Licht einschaltet und den Abstand zum Vordermann hält. Und gegen Aufpreis gibt es sogar Oberklasse-Extras wie ein ordentliches Head-Up-Display.

Fazit: Ein ganz großer unter den Kleinwagen

Die Platzverhältnisse sind zwar allenfalls gehobener Durchschnitt, und mit seinem Hybrid-Antrieb ist er seit dem neuen Honda Jazz und dem Renault Clio E-Tech auch nicht mehr alleine. Doch mit seinem konsequenten Hang zur Sparsamkeit gepaart mit der üppigen Sicherheitsausstattung wird der Yaris in der vierten Generation tatsächlich zu einem ganz Großen unter den Kleinwagen.

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Fipfip - fipfip - fipfip - die Scheibenwischer haben in Herbst und Winter Hochsaison. Wann sind neue fällig und vor allem: Was muss ich bei der Suche nach den richtigen Modellen beachten?

Schmuddelwetter, Starkregen und Raureif machen das Autofahren im Herbst und Winter nicht gerade zum Vergnügen. Auf vielen Fahrten sind die Scheibenwischer beinahe im Dauereinsatz. Was aber, wenn neue fällig werden. Auf was ist bei der Suche zu achten?

Wer selbst wechseln möchte, findet im Fachhandel oder im Internet die passenden Wischer. "Auf gut Glück sollten Scheibenwischer jedoch nicht bestellt werden", rät Achmed Leser vom TÜV. Denn nicht jedes sogenannte Universalwischerblatt passe auch wirklich zu jedem Auto. "Viele aktuelle Fahrzeuge haben unterschiedlich lange Wischer auf der Fahrer- und Beifahrerseite", so der Fahrzeugexperte. Zudem gibt es unterschiedliche Befestigungssysteme für die Wischer.

Für die passenden Modelle sind ein paar Angaben erforderlich

"Für die Auswahl der richtigen Scheibenwischer benötigt man die entsprechenden Fahrzeugangaben wie Hersteller, Modell und ganz wichtig auch das Baujahr" erklärt Leser. Damit können sowohl im Fachhandel als auch bei der Suche auf speziellen Ersatzteil-Portalen im Internet die richtigen Wischer gefunden werden. In einigen Portalen ist die Suche auch über die Fahrzeugidentifikationsnummer möglich, die man dem Fahrzeugschein entnehmen kann.

Schlieren können auf verschlissene Wischer hinweisen

"Scheibenwischer zählen zu den Verschleißteilen eines Autos, die regelmäßig erneuert werden müssen", erklärt Leser. Spätestens wenn der Wischer aufgrund einer porösen oder verschlissenen Gummilippe Schlieren auf der Scheibe hinterlassen oder durch schlechtere Wischwirkung keine klare Sicht mehr möglich ist, sind neue fällig. "Oftmals kündigen sich verschlissene Wischer auch mit einem rumpelnden oder quietschenden Geräusch an", weiß Leser.

Für den Wechsel ist kein großes handwerkliches Geschick erforderlich, er lässt sich auch in Eigenregie erledigen. Wer jedoch davor zurückschreckt und sich die Suche nach den passenden Scheibenwischern ersparen möchte, der ist in einer Fachwerkstatt am besten aufgehoben.