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16.04.2020, 10:55

Marderschäden am Auto mit Maschendrahtzaun vorbeugen

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Angefressene Schläuche und Abdeckungen sind Marderspuren

In ihrer Brunftzeit machen sich Marder gern im Motorraum an Schläuchen oder Kabeln zu schaffen. Was lässt sich vorbeugend tun und welche Versicherung zahlt, wenn die pelzigen Tiere zugebissen haben?

Startet morgens der Motor plötzlich nicht, das Cockpit zeigt Fehlermeldungen an und unter dem Auto finden sich Pfützen? Dann hat vielleicht ein Marder das Auto in der Nacht heimgesucht. Der genauere Blick offenbar dann häufig zernagte Schläuche, zerfetzte Dämmmatten, durchtrennte Zündkabel oder zerbissene Gummimanschetten im Motorraum.

Das sind nach Angaben des TÜV eindeutige Marderspuren. Und selbst wenn es noch möglich ist, sollte man jetzt nicht einfach losfahren. Denn wenn nicht nur das Dämmmaterial beschädigt, sondern auch Kühlmittelschläuche angebissen wurden, kann der Motor überhitzen - und schlimmstenfalls den Hitzetod sterben.

Marderpfoten meiden Maschendraht

Der TÜV rät als Vorsorge zum Marderschutz mit Maschendraht. Ein unter dem Motorraum und den Achsen platziertes Maschendraht-Gitter schrecke die Tiere häufig ab. Mit ihren sensiblen Pfoten meiden sie solche Flächen. Nach der Brunftzeit von März bis Juni sollte das Gitter aber wieder verschwinden. Denn die Tiere könnten sich daran gewöhnen, so die Prüfexperten.

Wer ein Carport hat, kann es mit einer Art niedrigem Weidezaun dauerhaft sichern. Tipps wie ausgelegte Säckchen mit Hundehaaren, Urinsteine, tickende Wecker oder Lichter im Motorraum sind dagegen "recht zweifelhaft", so der TÜV.

Beißattacken im Motorraum

In ihrer Brunftzeit - sie kann von März bis Juni dauern - sind Marder besonders aktiv. Finden sie etwa in Motorräumen Spuren von Konkurrenten, können sie dort aggressiv wüten und wahllos Bauteile anbeißen. Als Nahrung nutzen die Tiere die Schläuche, Dämmmatten oder Manschetten indes nicht, wie der TÜV erklärt.

Wer oft über Nacht an verschiedenen Orten und so in verschiedenen Marderrevieren parkt, lässt den Motorraum besser häufiger professional reinigen, um die Geruchsspuren zu entfernen. Aber bitte nicht selbst zum Hochdruckreiniger greifen, das kann weitere Schäden verursachen.

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Die steirische AVL bringt sich als Unternehmen im Bereich der Brennstoffzellentechnologe in Stellung. Am Montag wurde in Graz das erste österreichische Brennstoffzellenfahrzeug auf Basis eines Brennstoffzellen-Batterie-Hybrids präsentiert. Entwickelt wurde das effiziente Antriebssystem in einem österreichischen Konsortium unter Leitung des steirischen Antriebsstrangentwicklers.

Auf dem Weg einer umweltfreundlicheren Mobilität zählen die Elektrifizierung von Fahrzeugen und der Energieträger Wasserstoff zu den wesentlichen Faktoren, um die Herausforderung zu bewältigen. Fahrzeuge mit großen Brennstoffzellensystemen und sehr kleinen Puffer-Batterien einerseits und andererseits reine batterieelektrische Systeme stellten bisher den aktuellen Stand der Technik dar, wie Helmut List, CEO der AVL List GmbH, am Montag erklärte. In den vergangenen drei Jahren wurde unter Leitung des Konzerns mit Hauptsitz in Graz im Projekt KEYTECH4EV jedoch ein Antriebssystem entwickelt, das beide Technologien neu gewichtet miteinander vereint und damit die Antriebssystemkosten senken könnte. Als Fahrzeugplattform für die Entwicklungsaktivitäten diente ein VW Passat GTE.

"Durch die neuartige Kombination der Brennstoffzelle mit einer bewusst größeren Batterie ist es in dem Projekt gelungen, einen großen Schritt in Richtung hohe Effizienz, attraktives Fahrverhalten und gute Kostenbalance zu erreichen. Für den Endkunden müssen die Fahrzeuge ja weiterhin leistbar bleiben", fasste List zusammen. Im Vergleich zu reinen Brennstoffzellensystemen wie auch reinen Batterielösungen seien die Antriebssystemkosten deutlich gesenkt und die Anforderungen wie etwa Effizienz und Fahrverhalten verbessert worden. Der Fahrleistungsbedarf wird mit der Brennstoffzelle gedeckt, die Batterie dient der Rückgewinnung von Bremsenergie beim Verzögern und der Leistungsunterstützung beim Beschleunigen.

Gleichzeitig konnten Nachteile von Batteriefahrzeugen wie kurze Reichweite vermieden und die für Brennstoffzellen idealen kurzen Ladezeiten beibehalten werden: Die Reichweite liegt laut List bei 500 Kilometern, die Energieeffizienz entspreche dem eines Mittelklassewagens mit Kraftstoffverbrauch von 2,5 Litern Benzin pro 100 Kilometern. "Das Projekt ist sehr erfolgreich abgeschlossen worden und zeigt uns sehr deutlich den Weg in die Zukunft. Der Schlüssel ist natürlich, dass der Wasserstoff regenerativ unter günstigsten Umständen produziert werden kann", wie List auch weitere Herausforderungen deutlich ansprach.

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Gefördert wurde das Projekt vom Klima- und Energiefonds, der 3,59 Millionen Euro der Gesamtkosten in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro übernahm. Die Fahrzeugindustrie erlebe gerade einen umfassenden Transformationsprozess: "Es ist ein Rennen um die Antriebsform der Zukunft für acht Millionen Menschen. Wir wollen die österreichischen Unternehmen bei der Transformation begleiten", hob Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds hervor. Wenn die heimische Automotivindustrie im globalen Wettbewerb weiterhin bestehen will, dann gelte es, "innovative Technologien 'made in Austria' rasch in den Markt zu bringen", betonte Vogel. Im abgeschlossenen Projekt sei noch keine Serienreife erzielt worden, "aber es gibt ein Folgeprojekt", wie Vogel ankündigte. Sie erwarte sich, dass diese in drei bis vier Jahren erreichbar sei.

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