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26.03.2020, 12:05

So klappt der Wechsel auf Sommerreifen in Eigenregie

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Wo man den Wagenheber ansetzen muss, steht in der Bedienungsanleitung

Alles halbe Jahr werden Wagenheber und Drehkreuz herausgekramt und vier Reifen aus Keller oder Garage gerollt: Viele wechseln die Autoräder selbst. Warum dabei auch ein Stück Kreide helfen kann.

Ostern rückt näher - und damit für viele Autofahrer auch der Wechsel auf Sommerreifen. Denn von der alten Faustregel "von O bis O" – also von Ostern bis Oktober – haben die meisten schon gehört, auch wenn diese mit Vorsicht zu genießen ist. Warum das so ist und wie der Räderwechsel in Eigenregie gelingt:

Von O bis O: Für den richtigen Zeitpunkt des Reifentauschs kursieren mehrere Regeln. Von O bis O ist nur eine davon. Das Problem: Auch nach Ostern kann es noch Frost geben - und wenn es schneit und glatt ist, greift die situative Winterreifenpflicht. Sie besagt, dass Autofahrer bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen wintertaugliche Reifen am Wagen haben müssen.

Eine andere Regel besagt: Ist es dauerhaft mindestens sieben Grad warm, wird es Zeit für den Räderwechsel. Doch was heißt dauerhaft? Am Ende ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel eine Abwägungsfrage, die auch vom Wohnort abhängt.

Reifencheck: Bevor man das Drehkreuz ansetzt, schaut man sich die Sommerreifen an. Ist das Profil noch tief genug? Vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter. Der TÜV rät zu mehr Puffer: Mindestens zwei Millimeter sollten es sein.

Außerdem ist der Reifen besser nicht älter als sieben Jahre. Das Alter verrät einem die vierstellige DOT-Zahl auf der Seitenwand des Reifens. Steht dort beispielsweise 1412, wurde der er in der 14. Kalenderwoche des Jahres 2012 gefertigt. Und hätte zumindest nach Empfehlung des TÜV ausgedient.

Radwechsel: Das Auto steht auf einen rutschfesten, ebenen Untergrund. Die Handbremse ist angezogen, der erste Gang eingelegt – bei Automatikautos steht der Schalthebel auf "P" (Parken).

An welcher Stelle man den Wagenheber ansetzen muss, schaut man im Zweifel in der Bedienungsanleitung nach. Bevor man das Auto anhebt, schraubt man die Radschrauben zunächst ein bisschen locker. Ist das Rad in der Luft, löst man sie ganz. Das Winterrad wird abgenommen, das Sommerrad angebracht – hier werden die Schrauben erst einmal handfest fixiert, erklärt der ADAC.

Das Auto anschließend herunterlassen und die Schrauben richtig festdrehen – idealerweise mit einem Drehmomentschlüssel, um präzise das im Handbuch vorgeschriebene Anzugsmoment einzuhalten.

Der Grund: Zieht man zu fest an, könnten die Gewinde Schaden nehmen oder die Radschrauben schlimmstenfalls brechen, so der TÜV. Zu lockere Schrauben hingegen könnten sich während der Fahrt lösen.

Details: Wird bei einem Reifen die Laufrichtung vorgegeben, sollte der Pneu dementsprechend aufgezogen werden. Zu erkennen ist das an einem Pfeil sowie dem Wort Direction oder Rotation.

Die abmontierten Winterreifen sollte man mit Kreide auf der Lauffläche kennzeichnen, rät der ADAC. Etwa VL für vorne links oder HR, wenn das Rad hinten rechts angebracht war. So sieht man, wohin welches Rad beim nächsten Tausch im Herbst muss. Der Autofahrerclub rät auch, die Räder, die in der Vorsaison an der Vorderachse waren, hinten anzubringen – und umgekehrt. Das sorgt über die Jahre betrachtet für gleichmäßigeren Verschleiß.

Kontrollsystem: Neuere Autos haben in aller Regel ein Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) – und das kann den Wechsel in Eigenregie fast unmöglich machen, so der TÜV. Zumindest dann, wenn man ein direktes RDKS hat. Dann sei der selbstständige Tausch erfahrungsgemäß nicht möglich. Unter anderem müssten die Sensoren gewartet und angelernt werden.

Ein indirektes RDKS, das unter anderem aus der Drehzahl auf mögliche Druckverluste schließt, müsse nach jedem Radwechsel neu angelernt werden. Wie das geht, steht laut TÜV im Handbuch.

Druckprüfung: Nach dem Räderwechsel führt die erste Fahrt zur Tankstelle – Reifendruck kontrollieren. Der ist nach der langen Einlagerung der Sommerreifen oft zu niedrig.

Auf den Geschmack gekommen?

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Seit fast einem Jahr scheiden sich die Geister an den E-Tretrollern. Einige Firmen bieten sie auch zum Privatkauf an - doch nur wenige E-Scooter taugen etwas, urteilt die Stiftung Warentest.

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Mit dem "IO Hawk Sparrow-Legal" schnitt der mit 350 Euro billigste Roller im Test am zweitbesten ab und bekam die Note "befriedigend". Dem Scooter mit rutschfestem Trittbrett attestieren die Tester mittelmäßige Werte bei Fahrverhalten und Fahrkomfort - nicht so gefiel ihnen, dass die Fußbremse bei Nässe nicht gut funktionierte. Außerdem arretieren Lenker und Steuerrohr nicht, sondern bleiben lose, wenn man den 13,5 Kilogramm schweren Roller zusammenklappt.

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