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18.03.2020, 10:51

Verbotener Kraftstoff: Wer braucht noch bleihaltigen Sprit?

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Verbleites Benzin ist seit 2000 in der ganzen EU verboten

Benzin bleifrei - kennt jeder und ist an jeder Tankstelle zu haben. Verbleiten Kraftstoff indes kennt längst nicht jeder. Manche Motoren brauchen ihn dennoch wegen seiner dämpfenden Eigenschaften.

Tankstellen mit verbleitem Kraftstoff im Angebot sucht man in der EU schon seit Jahren vergeblich. Nachdem in Österreich die Abgabe von Blei-Sprit an den Zapfsäulen 1993 verboten wurde, folgte im Jahr 2000 das endgültige Verbot in der Europäischen Union.

Manches Fahrzeug hat dennoch Durst nach Kraftstoff mit Blei. Für ältere Motoren, die heute meist in Oldtimern zu finden sind, könne der Bleizusatz wichtig sein, erklärt Marcus Constantin. Das liege an den verbauten Materialien bei Ventilen und Ventilsitzen, die mitunter verhältnismäßig weich seien, führt der Experte der Prüforganisation Dekra aus.

Die Schwermetallverbindungen im bleihaltigen Kraftstoff lagern sich demnach an den Ventilen und Ventilsitzen ab und wirken dort somit als Dämpfer beim Schließen der Ventile, damit diese nicht etwa in den Ventilsitz einschlagen. Würde dies passieren, verringert sich das Ventilspiel - das könnte zu einem kapitalen Motorschaden führen.

Da es diesen Sprit an den Tankstellen nicht mehr gibt, wurden für Motoren, die für einen Betrieb mit bleifreiem Kraftstoff ungeeignet sind, Bleiersatz-Additive entwickelt. Die Gemische können beim Tanken zugegeben werden. Sie sind im Fachhandel und teilweise an Tankstellen erhältlich. Manche Motoreninstandsetzer bieten Umrüstungen an, bei denen sie bleifreitaugliche Ventile und Ventilsitze verbauen.

Auf den Geschmack gekommen?

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Seit Jahrzehnten ist der 3er schon eines der wichtigsten Modelle bei BMW. Und er hält die Sportfahne in der Mittelklasse hoch wie kein anderer. Gebraucht ist er "meist eine solide Sache", notiert der "Auto Bild TÜV Report 2020" - wenngleich einige Beanstandungen interessanterweise den jüngeren Exemplaren die Bilanz verhageln.

Modellhistorie: Die betrachtete sechste Generation verkaufte BMW von 2011 bis 2019. Das Facelift folgte 2015 - mit neuen Leuchten und neuen Stoßfängern sowie erstmals einem Dreizylinder an Bord.

Karosserievarianten: Der 3er fährt als Stufenhecklimousine, Kombi (Touring) und als geräumiges Fließheck GT vor. Die auf dem Modell basierenden Coupé- und Cabrio-Versionen werden als 4er vermarktet.

Abmessungen: 4,62 m bis 4,75 m x 1,81 m bis 1,88 m x 1,42 m bis 1,46 m bis (LxBxH); Kofferraumvolumen: 480 l (Stufenheck); 495 l bis 1.500 l (Kombi); 520 l bis 1.600 l (GT). Hybrid: 370 und 390 l.

Stärken: Sportlich sein. Das Fahrverhalten ist knackig, und untermotorisiert ist der 3er nie, ganz im Gegenteil - etwa beim brachialen M3. Achsen machen keine Sorgen, und Rost am Fahrwerk sowie Ölverlust an Motor und Getriebe sind ebenfalls so gut wie nie ein Problem. Die Fußbremse wird bei der Hauptuntersuchung (HU) sehr selten beanstandet, so der Report. Ebenso die Bremsscheiben und -leitungen.

Schwächen: Ausgeschlagene Spurstangenköpfe kommen bei der ersten HU manchmal vor. Deutlich über dem Durchschnitt: die Mängelquote der Scheinwerfer bei den drei- bis fünfjährigen 3ern. Bei der zweiten HU macht auch die Handbremse eine schlechte Figur. Oft besteht schon beim ersten Check das Modell die Abgasuntersuchung nicht.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: "Die 3er-Reihe ist in allen Jahren unter den besten Fahrzeugen." Ansonsten fehlen dem Club die Worte, denn es sind ihm keine Pannenschwerpunkte untergekommen.

Motoren: Benziner (Drei-, Vier- und Sechszylinder, Heck- und Allradantrieb): 100 kW/136 PS bis 338 kW/460 PS; Diesel (Vier- und Sechszylinder, Heck- und Allradantrieb): 85 kW/115 PS bis 230 kW/313 PS; Hybrid (Vier- und Sechszylinder, Heckantrieb): 250 kW/340 PS (Vollhybrid) und 185 kW/252 PS (Plug-in-Hybrid), je Systemleistung.

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Pensionistenschleuder oder Pampersbomber? Solche spitzen Bemerkungen muss sich die B-Klasse zuweilen gefallen lassen. Abgesehen vom durchwachsenen Image, ist er als Gebrauchter aber eine gute Wahl. Die B-Klasse von Mercedes hat jedenfalls ihr Fett weg. Dabei hat sie auch Familienvan-Qualitäten - zumindest, wenn nicht mehr als vier Leute zusteigen.

Modellhistorie: Die zweite Generation startete 2011 und löste die seit 2005 produzierte Erstauflage ab. Ende 2014 kam das Facelift mit äußerlichen Retuschen in den Handel, die Motoren erfüllten fast sämtlich die Abgasnorm Euro 6. Die dritte Generation kam Anfang 2019 auf den Markt.

Karosserievarianten: Die Mercedes B-Klasse ist ein fünftüriger Kompaktvan. Typisch ist die recht hohe Sitzposition.

Abmessungen: 2. Generation: 4,36 m bis 4,39 m x 1,77 m bis 1,81 m x 1,56 m bis 1,60 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 488 l bis 1547 l; Erdgas (NGT) und Elektro (Electric Drive/250 e): 501 l bis 1456 l.

Stärken: Die B-Klasse fährt sich komfortabel, das Innenraumambiente ist markentypisch galant. Seine Vanqualitäten zeigt der Kompaktklasse-Mercedes beim Stauvolumen. Die HU meistert das Fahrzeug mit Bravu, laut "Auto Bild Tüv Report 2020" gibt es weder bei den Fahrwerkskomponenten noch beim Ölverlust oder der Auspuffanlage Ausreißer. Dazu kaum Verschleiß der Bremsscheiben, und die Bremswirkung ist über alle Jahrgänge sehr gut.

Schwächen: Der Tüv-Report führt an: Gammelnde Bremsleitungen bei Fahrzeugen, die im Alter von sieben Jahren zur dritten HU vorfahren. Überdurchschnittlich oft monieren die Prüfer Probleme mit den Rückleuchten schon in jungen Jahren.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: "Die B-Klasse schneidet durchweg gut ab." Mängelschwerpunkte nennt der Club keine.

Motoren: 2. Generation: Benziner (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 75 kW/102 PS bis 155 kW/211 PS; Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 66 kW/90 PS und 130 kW/177 PS; Erdgas: (Vierzylinder mit Frontantrieb): 115 kW/156 PS; Elektro (E-Motor und Frontantrieb): 132 kW/180 PS.