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05.05.2020, 16:44

Der Opel Meriva B aus zweiter Hand

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Der kleine Opel Meriva bietet seinen Passagieren und deren Gepäck viel Platz

Einen kleinen Van für Familien hatte Opel mit dem Meriva im Programm. Doch die Zeiten sind vorbei. Wer das kleine Raumwunder heute kaufen will, muss sich auf dem Gebrauchtmarkt umschauen. Auf was ist dabei zu achten?

Der Meriva steht für eine Episode bei Opel: Der Minivan stieß nach der Jahrtausendwende als kleiner Bruder des Zafira zur Opel-Familie. Für zwei Baureihengenerationen war das Konzept gut genug, dann ersetzte der Crossland X, ein SUV, das kleine Raumwunder. Der hier betrachtete Meriva B weist beim Tüv dafür eine weiße Weste auf - bis auf einen ziemlich öligen Fleck.

Modellhistorie: Vorgängerlos startete der Meriva A 2003 durch, noch auf Basis des Kleinwagens Corsa. Bis 2009 war er im Verkauf. 2010 rückte der Meriva B auf Basis des Kompaktmodells Astra nach, Bauzeitraum bis 2017. Sein einziges, zudem dezentes Facelift wurde ihm 2014 zuteil, zu erkennen an den LED-Heckleuchten.

Karosserievarianten: Der Meriva B ist wie sein Vorgänger ein Minivan mit viel Platzangebot auf recht kleinem Raum. Varianten gibt es nicht, aber ein besonderes Merkmal: die hinten (und nicht wie üblich an der B-Säule) angeschlagenen Fondtüren.

Abmessungen: 4,29 m x 1,81 m x 1,62 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 400 l bis 1.500 l.

Stärken: Vor allem vierköpfige Familien glücklich machen. Der Stauraum ist groß, der Innenraum dank verschiebbarer Rücksitze flexibel nutzbar. Das gut abgestimmte Fahrwerk gilt auch als langstreckentauglich. Der "Auto Bild TÜV Report 2020" notiert zum Meriva B fast nur Positives. Das Fahrwerk ist bis zur dritten Hauptuntersuchung (HU) unauffällig: Achsenaufhängung und Lenkung schneiden "ordentlich bis gut" ab. Die Funktion von Feststellung- und Fußbremse wird mit "gut" oder "sehr gut" bewertet.

Schwächen: "Eigentlich ist so ein junger Meriva B ein echter Gebrauchtwagentipp", schreibt der Report. "Wenn nur der übermäßige Ölverlust nicht wäre." Denn schon bei der ersten HU tropft der Minivan gewaltig. Auch verstellte Scheinwerfer zählen bereits so früh zu den wenigen prüfrelevanten Kritikpunkten.

Pannenverhalten: Weniger erfreulich die Bilanz beim ADAC: "Der Meriva ist bestenfalls im Mittelfeld zu finden, oft aber dahinter", schreibt der Club zum Abschneiden des Vans in seiner Pannenstatistik. Die Mängelschwerpunkte: Defekte an Kühl- und Heizungsschläuchen bei Exemplaren der Erstzulassungsjahre 2010 und 2011, streikende Kühlwasserpumpen (2015 und 2016) sowie entladene Batterien (2012 bis 2015, 2017).

Motoren: Benziner (Vierzylinder mit Frontantrieb): 74 kW/110 PS und 103 kW/140 PS (LPG-Version: 88 kW/120 PS); Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 70 kW/95 PS und 100 kW/136 PS.

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Bei einem Oldtimer mit mindestens 30 Jahren auf dem Buckel ist die Wartung besonders wichtig. Wer so ein altes Auto kauft, sollte klären, wie gut sich der Vorbesitzer darum gekümmert hat.

Beim Kauf eines Oldtimers müssen Kunden den Wagen besonders gründlich unter die Lupe nehmen. Entdecken sie hinterher, dass er nicht ordentlich gepflegt wurde und Mängel hat, droht ein Wartungsstau. Viele Details verraten den Umgang mit dem alten Wagen, heißt es in der Zeitschrift "Classic Cars" (Ausgabe 2/2020). Unverzichtbar sei ein Ordner mit Reparatur- und Ersatzteil-Rechnungen, auf denen Daten und Kilometerstände vermerkt sind.

Vor dem Kauf sollten Kühl- und Bremsflüssigkeit etwa mit Frostschutzprüfer und Bremsflüssigkeits-Tester kontrolliert werden. Im Motoröl weist brauner Schlamm auf Wasser hin. Funktionieren gleich mehrere Lichter am Fahrzeug nicht, kann das auf einen sorglosen Umgang des Vorbesitzers oder ein Elektrikproblem hindeuten.

Mit einem Multimeter lässt sich der Ruhezustand der Batterie prüfen. Der Luftfiltereinsatz darf nicht schwarz sein. Auch der Isolatorfuß der Zündkerzen darf keinesfalls schwarz, verölt oder gar verformt sein. Ebenfalls gecheckt werden muss das Alter der Reifen und deren Profil sowie die Radaufhängung. Über das Radlagerspiel gibt das klassische Rütteln nur unzureichend Auskunft - hier ist ein Spezialist gefragt.

Kann man ein Rad abnehmen, lassen sich Bremsscheibe und -beläge ansehen. Auch der Blick unter das Auto gehört dazu: Besteht ein Ölverlust? Ein guter Wartungsindikator ist das Abgassystem: Ist der Auspuff löchrig, kaputt oder nur notdürftig geflickt? Daneben gehört die Karosserie etwa bezüglich Reparaturen oder Rostschäden ins Visier.

Bei Schiebedächern sollten neben der Funktion die Abläufe auf Schmutz überprüft werden. Weiterhin ist ein Blick auf die Türfangbänder ratsam. Auch Radio, Lüftung und Heizung sollten funktionieren.

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