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28.04.2020, 12:47

Opel bringt den Vivaro mit Elektromotor

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Opels neuer Transporter Vivaro-e kann ab Sommer 2020 bestellt werden

Bald gibt es den Vivaro als E-Auto - mit bis zu 330 Kilometer Normreichweite und ähnlich viel Nutzlast wie bei den Vivaro-Modellen mit konventionellem Verbrenner.

Opel elektrifiziert den Vivaro. Der Transporter mit Batterieantrieb soll ab Sommer 2020 bestellbar sein und später im Jahr ausgeliefert werden, teilte der Hersteller mit.

Angetrieben wird der Vivaro-e von einem Elektromotor mit 100 kW/136 PS, der aus einem Akku mit 50 oder 75 kWh Kapazität gespeist wird. Mit dem kleinen Akku soll der Transporter im Normzyklus 230 Kilometer schaffen. Für den großen Akku gibt Opel 330 Kilometer Reichweite an. Die Höchstgeschwindigkeit ist jeweils auf 130 km/h begrenzt.

Die Nutzlast des Vivaro werde durch die Batteriepakete kaum geschmälert, versprechen die Hessen. Kleine Abstriche muss man aber machen. Während etwa der 2,0-Liter-Diesel des Vivaro 1.405 Kilogramm transportieren könne, schleppe der Stromer bis zu 1.275 Kilogramm.

Die Auswahl an Aufbauten ist ähnlich groß wie bei den konventionellen Modellen. So gibt es den Vivaro-e mit drei Radständen als Kombi, Kastenwagen und nacktes Fahrgestell für individuelle Aufbauten.

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VW sorgt für ein bisschen Durcheinander auf den Zeitstrahl. Denn um die Neugier auf den erst für 2022 avisierten ID Buzz mit moderner Elektrotechnik und neu interpretiertem Retro-Design zu schüren, gibt es jetzt den originalen Bulli mit Batterien statt Benzintank.

Elektrifizierung, die ins Geld geht

70 Jahre nach dem Debüt des legendären T1 hat sich VW mit dem Umrüster eClassics zusammen getan und bieten den Transporter nun als e-Bulli an. Wie alle E-Autos ist auch der verstromte T1 allerdings ein teures Vergnügen. Allein der auf vier bis sechs Wochen veranschlagte Umbau schlägt mit 64.900 Euro zu Buche. Und das Basisfahrzeug muss der Kunde mitbringen oder zusätzlich zur Beschaffung in Auftrag geben. Je nach Variante, Zustand und womöglich Restaurierungsaufwand kommt da bisweilen auch noch einmal ein sechsstelliger Betrag zusammen. Allerdings bietet eClassic die Umrüstung auch für die Nachfolger T2 und T3 an. Weil die billiger zu haben sind und der Umbau weniger aufwendig ist, sinken die Preise so deutlich.

Während das Auto selbst mehr als ein halbes Jahrhundert alt ist, stammt die Technik von heute. Denn für den Umbau hat eClassics in das Teileregal des VW e-Up gegriffen: Wo bislang ein 1,5 Liter großer Boxermotor brummte, summt nun eine e-Maschine, die wie beim Original über eine Eingangautomatik die Hinterachse antreibt. Ihren Strom saugt sie aus Akkus mit einer Kapazität von 45 kWh. Das reicht in der Theorie für 200 Kilometer und in der Praxis für mehr, als man sich und dem Auto an einem Tag zumuten möchte.

Ins Zeitalter der Beschleunigung

Weil der Motor mit 61 kW/81 PS fast doppelt so stark ist wie früher und sich auch das maximale Drehmoment ungefähr verdoppelt, fallen die schweren Batteriezellen nicht ins Gewicht. Sondern flotter als jeder Oldtimer schnurrt der e-Bulli von der Ampel weg, und statt sich mühsam mit einem antiquierten Getriebe plagen zu müssen, beschleunigt der Fahrer einfach immer weiter. Erst bei 130 Sachen zieht die Elektronik die Reißleine. Im Original war spätestens bei 105 km/h Schluss - und selbst die waren erst nach einer gefühlten Ewigkeit erreicht.

Zwar hat der Bulli mit dem Elektroantrieb einige Vorteile: So schwimmt man im Verkehr mit ohne alle anderen auszubremsen, für Reparaturen bringt man das Liebhaberauto in die VW-Werkstatt anstatt zum Oldtimer-Fachmann, und ohne inkontinente Verbrenner oder korrodierte Leitungen gibt es auch keine Ölflecken mehr auf dem Garagenboden. Doch die Sinnestäuschung gelingt nicht ganz: Das Summen kann kein Benziner-Brummen ersetzen, und es fehlen die Vibrationen, die der Boxer früher durchs Blech gejagt hat. Eine Fahrt im Bulli ist deshalb ein bisschen so, wie die befremdliche Neuverfilmung eines Schwarz-Weiß-Klassikers oder wie das Original ohne Ton.

Innen wird"s digital

Auch im Innenraum kommt das Zeitgefühl gehörig durcheinander: Während das Cockpit schlicht ist wie einst und lediglich eine digitale Anzeige im solitären Retro-Tacho über Reichweite und Ladestand informiert, prangt am Dachhimmel ein kleiner Tablet-Computer. Zudem gibt es zwischen den Sitzen statt des spindeldürren Schaltstocks einen Automatikwählhebel, der ebenfalls aus dem modernen Organspender stammt.

Weil aber das moderne Zubehör stilvoll integriert ist, bleibt der Charme des Samba-Busses erhalten. Selbst der Weg an die Ladesäule hält einen Schmunzelmoment bereit: Denn bevor man den Bulli an der Steckdose parkt und ihn dank 50 kW-Technik im besten Fall in 40 Minuten zu 80 Prozent auffüllt, muss man erst das Kabel finden - geschickt versteckt in einem alten Picknick-Korb.

Fazit: Gute Laune mit guten Gewissen

Wie viele Oldtimer ist auch der Bulli ein wahrer Stimmungsaufheller. Seine vielen Fenster sorgen nicht nur bei den Insassen für gute Laune, sondern rufen auch bei vielen Passanten frohe Erinnerungen wach. Erleichtert wird zudem das Klima-Gewissen. Denn anders als das Original ist der e-Bulli nun mit einem emissionslosen Antrieb unterwegs. Dafür büßt er allerdings den unnachahmlichen Boxer-Sound ein.

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Für manchen Puristen ist die G-Klasse der einzige echte Geländewagen im Programm von Mercedes. Ein besonders rustikaler Prototyp vom elektrischen EQC will der Geländelegende nun die Schau stehlen.

Mercedes schickt den elektrischen EQC mit erweiterter Offroad-Technik in den Schlamm. Dafür hat ein kleines Team an Entwicklern beim SUV so genannte Portalachsen montiert und so Spurweite und Bodenfreiheit um jeweils rund 20 Zentimeter vergrößert, teilte der Hersteller mit. Um das neue Fahrwerk zu kaschieren, trägt der mit dem Beinamen 4x42 versehene EQC zudem markante Kotflügelverbreiterungen aus dem 3D-Drucker.

Nichts ändert sich laut Hersteller am Antrieb des EQC. Auch als Offroader fährt er mit je einem 150 kW starken Motor pro Achse und geht so mit zusammen bis zu 740 Nm zu Werke. Steile Hügel sollen ihn deshalb genauso wenig stoppen wie tiefe Furchen im Sand, teilte Mercedes weiter mit. Und auch für Wasserdurchfahrten sei der Stromer gewappnet. Nur die Batteriekapazität limitiert den Aktionsradius.

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