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05.05.2020, 09:15

Worauf es beim Kauf eines Elektroautos ankommt

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Die Elektromobilität nimmt immer mehr Fahrt auf

2020 soll die Elektromobilität in Deutschland endlich Fahrt aufnehmen. Neue Modelle und eine bessere Infrastruktur sind geplant. E-Auto-Interessenten sollten beim Kauf einiges beachten.

Kein Benzin oder Dieselgeruch mehr, keine nervigen Vibrationen. E-Autos haben mehr Vorteile als nur die reine Umweltverträglichkeit durch lokale Emissionsfreiheit. Neue Modelle kommen in diesem Jahr in verschiedenen Preisklassen und Fahrzeugkategorien auf den Markt. Doch bevor es auf die E-Auto-Suche geht, sollte man ein paar Dinge beachten.

Interessenten sollten sich zuerst überlegen, wie und wo sie das E-Auto laden können, rät Stefan Heimlich. "Das Nutzungsverhalten ist ein anderes als bei Verbrennern", sagt der der Verkehrsexperte. "Elektrofahrzeuge werden zwischen 80 und 90 Prozent zu Hause geladen. Einen dritten Ort wie eine Tankstelle fahren die wenigsten Besitzer an. Deshalb sollten Interessenten eine Lademöglichkeit zu Hause haben."

Die Alternative wäre eine Lademöglichkeit an der Arbeitsstelle, das Laden im öffentlichen Raum bisher eher nicht. "Öffentliche Ladesäulen sind zu langsam, die Hochleistungssäulen HPC an Autobahnen zu teuer", sagt er.

Wie viel Reichweite brauche ich wirklich?

Danach stellt sich die Frage nach dem passenden Fahrzeug und der gewünschten Reichweite mit einer Batterieladung. "Die Reichweitenangst ist meist unbegründet, da 80 Prozent der Autofahrer täglich nur rund 40 Kilometer zurücklegen. Wenn das Auto nachts lädt, ist morgens der Akku wieder voll", sagt Heimlich. Ein Kleinwagen oder Kompakter würden deshalb reichen. Dazu sollten sich Interessierte fragen, wie häufig sie lange Strecken fahren oder ob sie mit dem Fahrzeug verreisen wollen.

Wird das E-Auto als Zweitwagen zum täglichen Pendeln und im Stadtverkehr eingesetzt, reiche ein kleines Auto. "Solide und gute E-Autos fangen mit Abzug der Förderprämie schon bei 16.000 Euro an", sagt Heimlich.

Betriebskosten fallen beim E-Auto niedriger aus

"Ein Elektroauto wird immer mit Vernunft assoziiert. Es ist aber Fahrspaß pur", erklärt Heimlich. Dazu reduzierten sich die Betriebskosten um bis zu 60 Prozent, da Wartungen deutlich geringer ausfallen und Stromkosten niedriger seien als die Kosten für Benzin oder Diesel. Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit Batterie, die auch als Elektrofahrzeuge gelten, seien dagegen zu teuer und mit nur zwei Modellen übersichtlich. In Deutschland werden derzeit nur der Hyundai Nexo (ab 69.000 Euro) und der Toyota Mirai (ab 78.600 Euro) verkauft.

Volle Ladung wie schnell erreichbar?

Der Autoexperte Thomas Schreiner rät dazu, sich die technischen Daten von Elektrofahrzeugen genau anzuschauen und zu hinterfragen. "Es geht neben der Leistung und der Batteriegröße beim E-Auto auch um die Ladegeschwindigkeit. Dazu zählt das Laden mit Wechsel- oder Gleichstrom, und vor allem, ob es einphasig oder dreiphasig geschieht", sagt er.

Je nach Marke und Modell kann der sogenannte Onboard-Lader im E-Fahrzeug den Strom aus der Wallbox nicht schnell genug ins Auto transportieren, so dass die Ladegeschwindigkeit reduziert wird. Im Fahrzeug wird der Wechselstrom aus dem Netz in Gleichstrom zur Speicherung im Akku umgewandelt. "Bei einem schwachen Onboard-Lader kann die Ladeleistung von außerhalb, zu Hause oder einer öffentlichen Ladesäule, nicht voll ausgeschöpft werden. Deshalb sollten E-Autos mindestens einen dreiphasigen Lader besitzen, auch wenn der bei manchen Autos Aufpreis kostet", rät Schreiner. Bei Schnellladesäulen an Fernstraßen fließt direkt Gleichstrom, hier spielt der Onboard-Lader keine beschränkende Rolle.

Auch wenn kleinere Fahrzeuge für die Stadt meist eine kleinere Batterie und dadurch eine geringere Reichweite besitzen, hält Schreiner diese Kategorie für sinnvoll. "Sie sind kleiner, wendiger, fahren lokal emissionsfrei, verbrauchen wenig Strom und kosten teilweise weniger als 20.000 Euro", sagt er. Ein großer Akku sorge zwar für mehr Reichweite, muss aber auch länger geladen werden. Interessante Elektrofahrzeuge sind für ihn unter anderem der Seat Mii Electric, Honda E und der VW ID3. "Mit dem ID3 könnte die Elektromobilität einen neuen Schub erhalten und aus der Nische austreten", sagt Schreiner.

Wichtig: Bezahlbare Technik und großes Händlernetz

Eine Einschätzung, die auch Jens Dralle teilt. Der Ressortleiter Test und Technik der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport" vermutet, dass VW ID3 und auch Opel Corsa-E den Markt verändern werden. "Es sind zwei populäre Modelle von Herstellern mit einem großen Händlernetz. Dazu kommen Variantenvielfalt und ein akzeptabler Preis. Das wird Bewegung in den bisher schwachen E-Markt bringen", sagt Dralle. Denn neben den technischen Details und dem passenden Auto fürs jeweilige Nutzungsverhalten zählen bezahlbare Technik und der passende Händler in der Nähe.

Parallel zu den neuen Modellen fahren andere Hersteller ihre Produktion von bereits vorgestellten Fahrzeugen hoch, so dass es dieses Jahr erstmals ein größeres Angebot geben werde. Elektrische Kleinwagen etwa findet Dralle besonders interesssant. "Sie bringen die E-Mobilität dahin, wo sie derzeit am meisten Sinn ergibt: in urbane Regionen", sagt Dralle.

Mercedes kommt mit den elektrischen Modellen EQA und EQB erst nächstes Jahr auf den Markt, BMW mit dem IX3 Ende des Jahres. Interessant findet Dralle den Mazda MX-30, ein kompaktes SUV mit einer Reichweite von rund 250 Kilometern, das schon bestellbar ist und Mitte des Jahres auf den Markt kommen soll. Autofahrern, denen diese Reichweite zu gering ist, müssen aber nicht gleich in Panik verfallen und wieder zum Verbrenner greifen. Modelle wie der Kona Elektro von Hyundai bieten bis zu 447 Kilometer.

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Ford bringt den Puma auch als Sportmodell ST auf den Markt. Er bekommt ein nachgeschärftes Design, ein strammeres Fahrwerk und mehr Motorleistung. Der Verkauf soll noch dieses Jahr starten, teilte Ford mit. Ein genaues Datum und Preise nannte der Hersteller aber noch nicht.

Herzstück des Geländewagens auf Basis des Fiesta ist ein 1,5 Liter großer Turbobenziner. Der schöpft aus seinen drei Zylindern 147 kW/200 PS. Mit maximal 320 Nm beschleunigt er den Fronttriebler in 6,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht ein Spitzentempo von 220 km/h. Den Verbrauch gibt Ford mit 6,9 Litern an (155 g/km CO2). Zum stärkeren Motor gibt es ein modifiziertes Design mit stärker betontem Kühlergrill und schwarzen Anbauteilen. Innen sind die Sitze stärker konturiert und es gibt neue Zierkonsolen.

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Ausreichend Abstand zu vorausfahrenden Autos zu halten, ist extrem wichtig für die Sicherheit. Die Seitenpfosten am Straßenrand helfen beim Abschätzen der richtigen Distanz.

Der halbe Tachostand in Metern - zu dieser Faustformel für den minimalen Sicherheitsabstand zu Vorausfahrenden rät der TÜV. Autofahrer können sich dabei an den Leitpfosten am Straßenrand orientieren. Die stehen auf Autobahnen und Landstraßen in der Regel in einem Abstand von 50 Metern zueinander. Wer hier mit Tempo 100 unterwegs ist, hält also unter Normalbedingungen mindestens diese Distanz ein. Mit 50 km/h wäre es ein Minimum von 25 Metern.

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