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16.04.2020, 10:54

Höher und geräumiger: Der neue Mercedes GLA startet

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Kürzer, dafür geräumiger und höher: Die zweite Generation des Mercedes GLA

Der GLA ist Mercedes' SUV für den Kompaktbereich. Nun kommt der auf der A-Klassi basierende Geländewagen in zweiter Generation auf den Markt. Trotz geringerer Länge ist der GLA gewachsen.

Mercedes beginnt in diesen Tagen mit dem Verkauf des neuen GLA mit Osterreich-Preisen ab 40.900 Euro aufwärts. Obwohl etwas kürzer als bisher, bietet der Konkurrent von Autos wie Audi Q2 und BMW X1 innen etwas mehr Platz.

Mercedes hat beim Modellwechsel den Radstand um drei Zentimeter gestreckt und das Dach um zehn Zentimeter angehoben. Dazu gibt es nach Herstellerangaben innen die aktuelle Infotainment-Generation mit dem digitalen Cockpit und dem breiten Bildschirm aus A-Klasse & Co. Für mehr Alltagstauglichkeit sorgen ein auf 435 Liter gewachsener Kofferraum sowie eine verschiebbare Rückbank.

Die Antriebe sind aus der so genannten MFA-Familie der Mercedes-Fronttriebler bekannt. Einstiegsmotorisierung ist ein 1,3 Liter großen Benziner mit 120 kW/163 PS im GLA 200 und ein 2,0-Liter mit 165 kW/224 PS im GLA 250.

Bei den Dieseln steht ein 2,0 Liter mit 85 KW/116 PS im GLA 180 D, 110 kW/150 PS im GLA 200 D und 140 kW/190 PS im GLA 220 D in der Startaufstellung. Während die Einstiegsmotorisierungen jeweils nur mit Frontantrieb angeboten werden, gibt es für alle anderen Versionen auf Wunsch auch Allradantrieb.

Mit der Erstauswahl erreicht der GLA Spitzengeschwindigkeiten von 190 bis 240 km/h und kommt auf Verbrauchswerte von 4,6 Litern Diesel bis 7,1 Liter Benzin (120 bis 163 g/km CO2). In beiden Disziplinen will Mercedes aber noch nachlegen: Für mehr Tempo stehen die AMG-Modelle GLA 35 mit 225 kW/306 PS und GLA 45 mit bis zu 310 kW/421 PS und für weniger Verbrauch der GLA 250 E mit einem Plug-in-Hybrid und über 70 Kilometern elektrischer Reichweite.

Auf den Geschmack gekommen?

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Mit zwei Rädern vorne und einem hinten? Ein Dreirad für Erwachsene, und dann auch noch falsch herum montiert - viel schräger als ein Morgan Threewheeler kann ein Auto kaum sein.

Und dennoch hält sich der englische Exot schon überraschend lange. Sehr lange sogar. Denn im Grunde gibt es das Dreirad bereits seit mehr als einem Jahrhundert, und seitdem hat sich an ihm auf den ersten Blick nur wenig verändert. Damals ein Steuersparmodell, ist daraus heute ein Spielzeug geworden, das weniger dem Fortkommen als dem Vergnügen dient.

Damit bedienen die Briten eine ähnliche Kundschaft wie mit einem Supersportwagen, nur dass ihr Dreirad ein Bruchteil dessen kostet. Denn auch wenn 61.600 Euro viel Geld für ein Spielzeug sind und der Preis mit ein paar Extras sogar auf 70.000 Euro klettern kann, ist der Morgan verglichen mit einem McLaren oder einem Maserati ein Schnäppchen. Und mehr Spaß macht der Sonderling obendrein.

Viel Fahrspaß trotz nüchterner Zahlen

Das liegt vor allem an der ungefilterten, fast schon brachialen Art, die der Threewheeler an den Tag legt: Auch den kleinsten Druck auf das Gaspedal quittiert der Morgan mit explosiver Beschleunigung. Und wenn man das Lenkrad nur ein paar Millimeter bewegt, reißt es den Wagen förmlich herum. Ohnehin liefert der Engländer bei hohem Tempo ein Erlebnis der besonderen Art. Der Motor bollert lauter als ein Silvesterfeuerwerk, und gegen den Fahrtwind im Morgan ist mancher Orkan nur ein laues Lüftchen.

Dabei sind die Zahlen eher nüchtern. Der vor dem Bug montierte Motorradmotor hat gerade mal zwei Zylinder und holt aus seinem imposanten 2,0-Liter-Hubraum magere 51 kW/68 PS. Mit maximal 129 Nm beschleunigt der Zweisitzer in 7,0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Und wo man bei den meisten Sportwagen erst so langsam etwas von der Geschwindigkeit spürt, ist beim Threewheeler schon wieder Schluss. Denn mehr als 185 km/h sind nicht drin. Und mit einem Normverbrauch von 8,1 Litern (CO2-Ausstoß: 187 g/km) ist das Dreirad obendrein hoffnungslos ineffizient.

Doch mit dem Hintern direkt über dem Asphalt und dem Kopf ungeschützt im Wind, mit einer manuellen Schaltung, die direkter und vor allem schneller ist als jede Doppelkupplung, und mit einem Gewicht von nicht einmal 600 Kilogramm fühlt man sich in dem Dreirad so schnell, so wendig und so tollkühn wie früher die Piloten der Royal Air Force in ihren offenen Jagdflugzeugen. Kein Wunder, dass Morgan mit typisch englischem Humor gegen stolze Aufpreise bunte Aufkleber mit den Kennzeichen historischer Flugzeuge samt dekorativer Einschusslöcher anbietet.

Komfort? Fehlanzeige!

So viel Spaß der Morgan auch macht, eines kann er aber nicht einmal ansatzweise bieten: Komfort. Nicht nur, dass es kein Verdeck gibt, auch die kleine Scheibe vor dem Fahrer ist allenfalls die Andeutung eines Windschutzes. Die Heizung wird durch einen Auspuff ersetzt, der offen wie ein Ofenrohr montiert wurde und der sich über kurz oder lang jedem als bleibende Erinnerung in die Wade brennt.

Zudem ist die von Hand aus Aluminium gedengelte Karosserie so eng, dass man vor dem Einsteigen erst einmal ein paar Dehnübungen machen muss und man sich fragt, für wen die Briten einen zweiten Sitz montiert haben, wenn man schon allein Platzangst bekommt. Von so etwas wie einer Federung oder Stoßdämpfung ganz zu schweigen. Ach ja – Sicherheitsextras wie Airbags oder gar Assistenzsysteme sucht man natürlich auch vergebens. Denn was wie die Gurte nicht zwingend für die Zulassung notwendig ist, das haben die Briten einfach weggelassen.

Aber auch das gehört bei einem Morgan zum Erlebnis: Der Schmerz vergeht, doch der Stolz bleibt. Schließlich hat man es geschafft, ein derart archaisches Auto zu beherrschen und dabei auch noch den Elementen zu trotzen. Mit Nackenföhn und Sitzheizung kann schließlich jeder offen fahren.

Fazit: Traumwagen auf Zeitreise

Rustikal, radikal und zumindest gefühlt rasend schnell – wer sich auf den Morgan Threewheeler einlässt, der erlebt gleich im doppelten Sinne eine Zeitreise. Denn man fährt nicht nur einen fabrikneuen Oldtimer, der aussieht wie vor über 100 Jahren. Sondern man fühlt sich auch noch einmal wie ein Kind auf seinem Dreirad und hat dabei mehr Spaß als in einem ernsthaften Sportwagen.

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Nachdem ihr Corona den Saisonstart verhagelt hat und sie obendrein alle Mittel in die Elektrifizierung steckt, zeigt die PS-Branche kaum neue Nischenmodelle wie Cabrios. Und wenn, dann oft teure.

Auf Open-Air-Fans unter den Autofahrern kommen schwere Zeiten zu: Weil die Hersteller ihr Geld in Elektrifizierung und Digitalisierung stecken, bleiben Nischenmodelle wie Cabrios und Roadster auf der Strecke. Entsprechend wenig Frischluft-Premieren stehen für diesen Frühling im Kalender. Vor allem in den bezahlbaren Segmenten.

Während Sportwagenhersteller und Luxusmarken ihre Kunden mit ebenso teuren wie exklusiven Sondermodellen an die frische Luft setzen, geht die breite Masse weitgehend leer aus und ist deshalb auf den Gebrauchtwagenmarkt angewiesen. Doch keine Sorge: Ganz ohne freien Blick zum Himmel wird die Saison nicht starten.

Offenes SUV als Ersatz für gestrichene Cabrios von Golf und Beetle

VW trotzt dem Trend und macht dem T-Roc Luft. Als erstes SUV aus der Kompaktklasse wird der Geländewagen für einen Aufpreis von rund 4.000 Euro zum Cabrio und lässt auf Knopfdruck binnen neun Sekunden die Hüllen fallen, teilt der Hersteller mit.

Angeboten wird der offene T-Roc als Ersatz für die offenen Versionen von Golf und Beetle. Es starten zunächst zwei Benziner mit 85 kW/115 PS oder 110 kW/150 PS, die mit bis zu 205 km/h Höchstgeschwindigkeit für genügend frischen Wind sorgen sollten.

In Italien läuft sich eine Neuauflage des Fiat 500 warm. Die Form nur dezent retuschiert, im Format aber ein wenig gewachsen, wird die Knutschkugel zum ersten Elektroauto der Italiener und soll im Sommer mit 87 kW/118 PS und 42 kWh Batterie für 320 Normkilometer an den Start gehen - mit festem Dach oder wie bisher mit einem Stoffverdeck.

Auch modellgepflegte Cabrios sind Mangelware

Neben dem VW und dem Fiat wird es allerdings dünn bei mit Open-Air-Neuheiten für Normalverdiener, und selbst an Marktimpulsen durch Modellpflegen herrscht in diesem Frühjahr ein Mangel. Einzig ein ausgesprochen dürftiges Facelift für das künftig nur noch mit Elektromotor lieferbare Smart Cabrio und eine bevorstehende Überarbeitung der offenen E-Klasse stehen noch im Premieren-Kalender.

Mehr Geld im Portemonnaie bringt mehr Frischluft-Auswahl

Besserverdiener dagegen fahren sonnigeren Zeiten entgegen. Denn in der Luxusliga und bei den Sportwagen tut sich diesen Sommer einiges an der Frischluftfront. So stellt Porsche an die Spitze der 911-Reihe einen Turbo S mit 478 kW/650 PS. Den gibt es ab 229 962 Euro auch als Cabrio mit bis zu 330 km/h. Bei BMW geht der offene M8 mit 460 kW/625 PS in seinen ersten Sommer. Und Aston Martin baut den V8-Sportwagen Vantage auch als Roadster mit 375 kW/510 PS.

Außerdem nimmt das knappe Dutzend Corvette-Händler ab dem Frühjahr die Bestellungen für die achte Generation des US-Sportwagens entgegen, bei dem ein Targa-Verdeck zur Serienausstattung zählt. Wer mehr Frischluft will, muss noch ein bisschen warten, teilt der US-Hersteller mit. In ein paar Monaten folgt der zum Mittelmotor-Sportler mutierte Klassiker mit seinem aktuell 369 kW/495 PS starken V8-Motor erstmals auch mit einem massiven Faltverdeck.

Autobau wie vor 100 Jahren

Während Chevrolet damit in eine neue Ära aufbricht, gibt es einen britischen Hersteller, der stolz darauf ist, seine Autos auch heute noch wie vor 100 Jahren zu bauen: Morgan. Der neue Plus Four, der in Mittelengland weitgehend von Hand montiert wird, sieht deshalb aus wie ein Oldtimer - selbst wenn dem Unternehmen zufolge bald 90 Prozent der Teile neu sind.

Das wichtigste davon ist der Motor, der nun bei BMW eingekauft wird und erstmals in der Baureihe einen Turbo bekommt. So schöpft er aus 2,0-Litern Hubraum 190 kW/258 PS, ist bei ähnlichem Verbrauch zwei Drittel stärker als der Vorgänger und erlaubt 240 km/h Spitze.

Die Briten öffnen ihre neuen Luxusautos - teils in Kleinstserie

Darüber können sie in der Nachbarschaft etwas weiter im Süden der Insel nur lachen. Genau wie über den Preis. Denn auch viele andere englische Hersteller locken ihre Kundschaft mit neuen Modellen unter freien Himmel. Allerdings sind die passend zum exklusiven Anspruch der Marken streng limitiert und entsprechend teuer.

So hat Bentley auf Basis des Continental GT Cabrio den Bacalar entwickelt und dafür eine neue Karosserie mit Platz für nur noch zwei Sitze geschneidert. Zwar machen die Briten noch keine Angaben zum Preis, doch bei einer Auflage von gerade mal zwölf Exemplaren dürfte der Bacalar ein Mehrfaches des Continental GT Cabrios kosten.

Nach dem gleichen Prinzip verfährt die ehemalige Schwestermarke Rolls-Royce beim Dawn Silver Bullet, der neben einer besonderen Lackierung und einer exklusiven Innenausstattung eine spezielle Abdeckung über der Rückbank bekommt und so ebenfalls zum Zweisitzer wird. Auch dafür nennt Rolls-Royce noch keinen Preis, wird sich den Umbau von nur 50 Exemplaren aber sicher entsprechend teurer bezahlen lassen als das Grundmodell für rund 350 000 Euro.

Es geht noch eine Spur schärfer bei den Open-Air-Sportlern

Während Rolls-Royce und Bentley auf Stil setzen, geht es bei Aston Martin und McLaren um Sturm. Denn beide Marken bereiten gerade den Start zweier extremer Roadster vor, die sich nicht mit Nebensächlichkeiten wie einem Dach oder einer Frontscheibe abgeben.

Aston Martin nennt den Zweisitzer V12 Speedster, montiert einen 515 kW/700 PS starken Zwölfzylinder für bis zu 300 km/h und plant 88 Exemplare.

Bei McLaren hört die Windmaschine auf den Namen Elva, fährt mit dem 599 kW/815 PS starken V8-Motor des Senna und dürfte nicht nur den Fahrern, sondern auch den Finanzern die Haare zu Berge stehen lassen. Schließlich kostet der auf 399 Exemplare limitierte Exot dem Hersteller zufolge mindestens 1,7 Millionen Euro.

Offenes Anlageobjekt für alle, die sich das leisten können

Zwar kosten diese limitierten Sonderserien deutlich mehr als die Grundmodelle. Doch sei dieses Geld in der Regel gut angelegt, sagt Hans-Georg Marmit von der Sachverständigen-Organisation KÜS. "Denn solche Autos kauft man weniger als Fahrzeug denn als Sammlerstück." Und wenn man die Auktionsergebnisse der letzten Jahre verfolge, könnten sich die Besitzer gute Hoffnungen auf solide Wertsteigerungen machen. "Was sie heute mehr bezahlen, bekommen sie in ein paar Jahrzehnten doppelt und dreifach zurück."