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02.04.2020, 11:03

Gelingt Opel mit dem Corsa-e die neue Elektro-Offensive?

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Mit 100 kW/136 PS und 260 Nm ist der Opel Corsa-e ein Sportler im Stadtverkehr

Mit den vom einstigen Mutterkonzern GM eingeführten Akku-Modellen Ampera und Ampera-E versuchte Opel schon vor etwa acht Jahren den Einstieg in die Elektromobilität. Doch zum wirklichen Verkaufshit wurden die beiden Stromer nicht. Nun schicken die Hessen den Corsa-e auf Aufholjagd.

Mit einem Preis von unter 30.000 Euro und einer Reichweite von über 300 Kilometern soll er Elektromobilität gleichermaßen bezahlbar und alltagstauglich machen - und Opel obendrein vor hohen CO2-Strafzahlungen retten.

Geringe Kosten trotz hohem Basispreis

Der Weg ins Stromzeitalter könnte diesmal gelingen. Zwar ist die Batteriegröße mit 50 kWh eher unter dem Durchschnitt, und in der Praxis schrumpfen die 337 Kilometer Reichweite vom Prüfstand schnell auf zwei Drittel. Doch erstens kommen die meisten auch damit sicher durch den Tag - zumal Kleinwagen in der Regel doch nur durch die Stadt surren. Und zweitens drückt das den Preis. Der ist mit 29.999 Euro zwar noch immer doppelt so hoch wie beim Basismodell. Und selbst der stärkste Benziner mit 96 kW/130 PS ist einige Tausender günstiger. Doch wer den staatlichen Bonus und die Steuervergünstigungen mit einberechnet, viel fährt und billigen Strom zapft, der kommt unter dem Strich sogar besser weg. Erst recht, weil er auch noch bei der Wartung sparen kann.

Aber nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Fahren des Corsa lassen sich die Kosten senken und die Reichweite maximieren. So kann man etwa durch die Motorbremse Energie sparen. Ebenso kann man die Fahrprogramme wechseln und damit den Aktionsradius vergrößern. Denn je mehr Leistung und Komfortverbraucher wegschaltet werden, desto weiter kommt der Corsa. Und weil das neu ist für die meisten Opel-Kunden, werden die Optionen analysiert und auf dem Bildschirm angezeigt.

Taugt als Sportler, aber nicht als Blickfang

Dass der Stromer mit jeder Kilowattstunde geizt, zeigt aber nur eine seiner Facetten. Denn in ihm steckt auch ein veritabler Sportler. Wer nicht nachdenkt über die Reichweite und sich einfach an der spontanen Beschleunigung freut, der erlebt den Corsa mit seinen 100 kW/136 PS und 260 Nm als elektrisches Go-Kart, mit dem der Stadtverkehr endlich wieder Spaß macht. Der Schwerpunkt tief, das Fahrwerk satt und die Sprintstärke ausgeprägt - so wird der Corsa zum Champion beim Ampelspurt und zum Stürmer in jeder Tiefgarage. Nicht umsonst ist er in 2,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 50. Nur vor den Toren der Stadt wird es schwer mitzuhalten. Auf der Autobahn fühlt man sich mit dem beschränkten Spitzentempo von 150 km/h bisweilen sogar ein wenig fehl am Platz.

So spannend der Antrieb und so frisch das Fahrverhalten, so gewöhnlich ist das Design. Während VW oder Honda ihre Akku-Autos zu eigenständigen Trendsettern gemacht haben, sind es beim Corsa nur die Typenschilder und die Felgen, die von außen den Unterschied erkennen lassen. Und natürlich der fehlende Auspuff. Und innen muss man noch genauer hinschauen, um den Stromer nicht mit dem Verbrenner zu verwechseln. Zumindest in der Kabine. Im Kofferraum sieht das ein bisschen anders aus. Erstens, weil der mit seinen 267 Litern schon rund 40 Liter kleiner ist als bei Benziner und Diesel. Und zweitens, weil da in der Regel noch der Koffer mit den Ladekabeln drin liegt. Der kostet zwar 720 Euro extra, wappnet die Corsa-Käufer aber fürs Nachladen. Denn darin finden sich Adapter für nahezu alle Ladebuchsen. Je nachdem, welche Säule man ansteuert, braucht der Corsa dort im besten Fall nur 30 Minuten für 80 Prozent. Und wie bei nahezu jedem E-Auto kann man das auch bei Opel mit einer App vom Smartphone aus steuern und kontrollieren.

Fazit: Alltag statt Avantgarde

Ja, man muss sich den elektrischen Corsa etwas schönrechnen, damit der Preis halbwegs konkurrenzfähig wird. Und als Langstreckenauto ist der Opel nicht unbedingt die beste Wahl. Doch in seinem Stammrevier, der Innenstadt, ist der Kleinwagen auch mit dem neuen Antrieb ebenso sportlich wie praktisch. So macht er den Umstieg auf Elektromobilität denkbar leicht. Was bisher noch Avantgarde war, wird mit ihm zum Alltag.

Auf den Geschmack gekommen?

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Mit dem Lenkrad können Autofahrer längst mehr als nur lenken. Es gibt ihnen eine einfache und intuitive Bedienung wesentlicher Funktionen des Autos. Moderne Lenkräder sollen künftig aber noch mehr können.

Schwarz, rund und in der Mitte oft ein Knopf für die Hupe. Lenkräder sorgen seit 125 Jahren für eine Verbindung von Fahrer und Auto. 1894 erkannte der Franzose Alfred Vacheron erstmals die Vorteile eines Lenkrads - wie schnelles Umgreifen und blindes Nachfassen in Kurven.

Moderne Lenkräder können aber mehr als nur die Richtung bestimmen. In denen aktueller Mercedes-Modelle sind heute bis zu 36 Funktionen integriert, darunter unter anderem Bedienmöglichkeiten für Lautstärke, Entertainmentsystem, Fahrassistenzfunktionen und Telefonfunktionen.

Lenkräder werden feinfühlig befingert

Seit 2016 setzt Mercedes auch auf Touch-Control-Buttons. Damit scrollen die Finger durchs Menü, das im Cockpit angezeigt wird. Über diese 10x10 Millimeter kleinen Touch-Control-Buttons können Fahrer auf das zentrale Media-Display zugreifen. In Verbindung mit der Sprachsteuerung lässt sich das Fahrzeug damit fast komplett steuern, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

"Deshalb werden wir in Zukunft voraussichtlich nicht noch mehr Schalter oder Funktionen ins Lenkrad integrieren. Der Fahrer soll nicht vom Fahren abgelenkt werden", sagt Mercedes-Entwickler Marcus Fiege. Weitere Funktionen könnten das Lenkrad überfrachten und eine Blindbedienung durch den Fahrer erschweren - eine fehlerfreie und intuitive Bedienung würde ihm schwerfallen.

Auch wenn der Fahrer über die Sprachsteuerung viele Aufgaben im Auto lösen kann, glaubt Fiege nicht daran, dass die gesamte Steuerung in der Zukunft allein über Sprachbefehle erfolgt. "Sicherheitsrelevante Einstellungen wie die Wahl der Geschwindigkeit per Tempomat oder die Abstandsregelung zum Vordermann werden wir auch künftig per haptischem Befehl erteilen, ebenso wie die schnelle Lautstärkenregulierung oder die Annahme von Telefonaten", sagt er.

Das Lenkrad bleibt auch in Zukunft wichtig

Ziel sei eine barrierefreie Bedienung, auch für Menschen, die nicht sprechen können oder wollen. Dafür sollen künftig berührungsempfindliche Matten ins Lenkrad integriert werden, damit Sensoren feinfühlig erkennen können, wie Hände das Lenkrad umschließen. Das erhöhe die Sicherheit.

Nach Fieges Meinung wird es auch noch in zehn Jahren Lenkräder in Autos geben - je nach Einsatzzweck. "Bei Fahrzeugen, in denen das eigenständige Fahren im Fokus steht, ist ein Lenkrad weiter sinnvoll. Bei hochautomatisierten Fahrzeugen, die selbstständig Passagiere transportieren, wird es vielleicht andere Lösungen geben."

Das Lenkrad wird beleuchtet

Bei einem vor kurzem vorgestellten Konzept-Lenkrad zeigen Ingenieure vom Zulieferer ZF, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Weiterhin rundlich, gibt es hier einen breiten Bildschirm in der Mitte und eine Funktionsbeleuchtung im Lenkradkranz. "Das Lenkrad soll in automatisierten Fahrzeugen Einzug finden, vielleicht in fünf Jahren", sagt ZF-Entwickler Marc Schledorn. Die Illumination in Rot, Gelb und Blau im Lenkradkranz unterstützt die Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrzeug und fordert ihn optisch zu einer Handlung auf.

Trotz mittig angeordnetem Display verzichtet das Lenkrad nicht auf einen Airbag - er sitzt dahinter und entfaltet sich nach einem möglichen Aufprall durch den Lenkkranz hindurch.

Bei automatisierten Fahrzeugen nach Level 3 muss das Lenkrad für den Fahrer jederzeit greifbar sein, darf also nicht ganz im Armaturenbrett verschwinden. "Was aber künftig möglich ist, ist, dass sich das Lenkrad etwas zurückzieht und so dem Fahrer mehr Platz gibt", erläutert Schledorn. Mit der Steer-by-wire-Technologie würden die Lenkbefehle nicht mehr mechanisch, sondern elektrisch übermittelt. "So kann die Bewegung des Lenkrads beim automatisierten Fahren von den Rädern entkoppelt werden und das Lenkrad dreht sich nicht mehr mit."

Das Lenkrad soll erkennen, wie es dem Fahrer geht

Auch ZF plant mit mehr Sensoren in Lenkrädern. Einmal zur Handerkennung, damit das Fahrzeug weiß, ob der Fahrer die Hände am Lenkrad hat. Zum anderen, um Vitalfunktionen zu erkennen. Dadurch lässt sich die Herzrate während der Fahrt messen. "Ziel ist es, den Fahrerzustand besser zu erkennen, um mehr Sicherheit zu bieten. Dennoch muss trotz steigender Komplexität das Lenkrad einfach zu bedienen sein. Es ist der Hauptkontakt zwischen Pilot und Fahrzeug sowie die Schnittstelle zur sicheren Fahrt", sagt Schledorn.

Volkswagen bietet bei vielen seiner Fahrzeuge ebenfalls Bedienfunktionen in Lenkrädern an. So lassen sich bei Modellen wie dem Passat bereits bis zu 19 Funktionen übers Lenkrad steuern. Künftig gibt ein neues Bedienfeld links und rechts am Lenkrad mit einer sensitiven Bedienung dem Fahrer nach der Betätigung eine haptische Rückmeldung. Diese Bedientechnologie kommt demnächst im Elektroauto ID3 und danach in weiteren Modellen zum Einsatz.

In den neuesten Modellen kontrollieren Sensoren im Lenkrad, ob der Fahrer das Lenkrad berührt. "Mit der Hands-off-Detection-Technologie stellen wir sicher, dass der Fahrer auch im teilautonomen Modus die Hände am Lenkrad behält", sagt VW-Entwickler Roland Otte.

Fasst der Fahrer länger als rund zehn Sekunden das Lenkrad nicht an, machen ihn eine Reihe von Warnhinweisen darauf aufmerksam. Das System soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden und ist ein Schritt hin zum autonomen Fahren.

VW erteilt dem Display im Lenkrad noch eine Absage

Die VW-Ingenieure sehen derzeit keine Vorteile bei einem Monitor in der Mitte des Lenkrades. "Der Fahrer kann es nur schlecht fokussieren, da seine Augen schnell von Weitsicht auf Nahsicht umschalten müssen. Das strengt ihn an", sagt Otte. Außerdem lasse sich ein Fahrerairbag nur mit erheblichem Aufwand integrieren.

"Der Trend bei Volkswagen geht eher dahin, die Bedienfunktionen im Lenkrad zu reduzieren, um den Fahrer mehr zu entlasten. Dafür wird die Bedienung mit Gesten- und Sprachsteuerung zunehmen", sagt VW-Entwickler Pedro Almeida. Die Sprachsteuerung werde besser und intelligenter, so dass sie den Fahrer einfacher und sicherer unterstützen kann.

Was bleiben wird, ist die runde Form, da sind sich die Experten einig. Denn sie bietet immer noch ergonomische Vorteile, der Fahrer kann in jeder Situation sicher das Lenkrad greifen. Wie schon Alfred Vacheron vor 125 Jahren erkannt hat.s

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Nun werden auch die Pickerlfristen für die Fahrzeugklasse L umgestellt – also Mopeds, Motorräder, Quads und andere Leichtfahrzeuge. Ab 1. März gilt auch für diese Klasse der von den Autos bereits bekannte "3-2-1 Intervall" für die Begutachtungsfrist, erinnerte der ÖAMTC am Mittwoch in einer Aussendung.

Das bedeutet, dass Halter von Fahrzeugen der L-Klasse ihre Maschinen fortan drei Jahre nach der ersten Zulassung, zwei Jahre nach der ersten Begutachtung und ein Jahr nach der zweiten sowie jeder weiteren Begutachtung überprüfen lassen müssen. Die Neuregelung betrifft auch bereits vor dem 1. März 2020 zugelassene Fahrzeuge. Gilt für ein solches nunmehr eine längere Frist, als auf dem Pickerl nach der Lochung ersichtlich, kann der Zulassungsbesitzer bei der Zulassungsstelle (nicht jedoch bei § 57a-Prüfstellen) ein Pickerl mit dem Geltungszeitraum nach der neuen Regelung verlangen.