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10.03.2020, 11:58

Auch Servolenkungen brauchen einmal neues Öl

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Gerade beim Einparken macht eine Servolenkung das Autofahrerleben leichter

Ohne Lenkhilfe wird manches Einparkmanöver zum ungewollten Armkrafttraining. Damit die Servolenkung immer problemlos ihren Dienst tut, sollte man ihren Schmierstoff hin und wieder wechseln.

Dass das Motoröl in bestimmten Intervallen gewechselt werden sollte, ist den meisten Autofahrern bewusst. Doch auch die Lenkhilfe funktioniert hydraulisch - und das Öl muss ebenso hin und wieder ausgetauscht werden, obgleich es längst nicht so rasch altert wie Motoröl, berichtet die Fachzeitschrift "Auto Bild Klassik" (Ausgabe 3/20). Der Rat: Alle 100.000 Kilometer oder alle zehn Jahre sollte man den Schmierstoff für die Servolenkung wechseln.

Reibung sowie Motorwärme führen demnach im Laufe der Zeit zur Oxidation. Schlammbildung kann die Folge sein. Eindringender Schmutz ist ein weiteres Problem, vor allem bei filterlosen Systemen, da sich die Kleinstpartikel an der Pumpe absetzen und reiben. Das führt unter Umständen zu Lagerschäden, was sich nicht nur durch Schleifgeräusche äußert. Die Lenkhilfe kann dadurch auch aussetzen. Hat das System einen Filter, muss der ebenfalls gelegentlich ersetzt werden.

Der Wechsel des Servo-Öls stehe auf keinem Wartungsplan, heißt es in dem Bericht. Oft sei der Schmierstoff deshalb so alt wie das Auto. Gerade bei Klassikern sollte man das nicht vernachlässigen.

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Die Motorradsaison steht vor der Tür. Das milde Wetter mag aber auch jetzt schon einige Biker auf die Straßen ziehen. Besonderes Augenmerk sollte zuvor den Reifen gelten.

Nicht viel mehr als die Fläche von zwei Bierdeckeln: Größer ist die Kontaktfläche zwischen den Motorradreifen und dem Asphalt nicht. Gute Reifen sind daher extrem wichtig. Sie sollten nicht älter als sechs Jahre sein, auch wenn sie noch genügend Profil aufweisen. Alte Pneus verlieren an Haftung, mahnt die Sachverständigenorganisation KÜS. Das Reifenalter lässt sich an der DOT-Nummer an der Reifenflanke erkennen.

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Cabrios sind keine normalen Autos, nicht nur wegen des flexiblen Dachs. Sie rosten gerne mal von innen und sind speziell konstruiert, weshalb beim (Von Inga Stracke, dpa)

Im Frühling stehen Cabrios wieder hoch im Kurs. Wer sich eines kaufen will, findet auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt viele Angebote. Doch hierbei lauern einige Tücken. Im Fokus steht dabei das Verdeck. Es gibt allerdings noch mehr kritische Stellen.

"Ich muss darauf achten, ob es einwandfrei funktioniert und sich leicht bedienen lässt", erklärt Vincenzo Lucà vom TÜV mit Blick auf das Verdeck. Für das Öffnen und Schließen dürfe man keinen großen Kraftaufwand benötigen, es müsse leicht gängig sein. Viele Fahrzeuge haben dafür eine Automatik eingebaut, diese sollte nicht ruckeln.

Dichtungen unter die Lupe nehmen

Auch die Dichtungen seien Schwachstellen, warnt der Experte. Sie könnten einreißen, zum Beispiel durch falsche Handhabung, aber auch durch Alterung des Materials. Bei einer gerissenen Dichtung könne es zu Wassereinbruch kommen oder zu Pfeifgeräuschen durch den Fahrtwind. Daher empfiehlt Lucà, sich die Dichtungen entlang des Verdecks sowie die Anschlüsse am Scheibenrahmen anzusehen. Bei der Probefahrt sollte man außerdem genau auf Windgeräusche achten.

Jörg Dilge arbeitete lange für den Autobauer Karmann. Heute ist er Besitzer des daraus hervorgegangenen Cabriozentrums Osnabrück und auf den Austausch von Verdecken spezialisiert. "Es gibt bekannte Probleme bei den einzelnen Marken", sagt er. Bei älteren Modellen des Audi A4 Cabrio könne sich zum Beispiel die Scheibe lösen - und der 2003 gebaute VW Beetle habe öfter Probleme mit Scheuerstellen.

Verdeckaustausch als Option

Für die meisten Probleme gibt es aber Lösungen: "Wir haben Verdeckreiniger, beispielsweise für ein grün gewordenes Dach", sagt Dilge. Natürlich könne man auch einen neuen Verdeckbezug montieren. Das ist dann eine Kalkulationsfrage: Lohnt sich der Kauf eines Cabrios mit beschädigtem Verdeck für den entsprechend günstigeren Preis noch, wenn man die Kosten für den Austausch dazurechnet?

Auch das Material des Verdecks ist ein Faktor. "Stoff- und Kunststoffverdecke können mit der Zeit altern und dort, wo sie gefaltet werden, auch brechen", erklärt Vincenzo Lucà.

Ein Wagen, der immer draußen steht, ist meist in einem anderen Zustand als ein Garagenfahrzeug: "Das Sonnenlicht spielt eine sehr große Rolle. Kunststoffe altern, sie werden spröde und verlieren ihre Weichmacher", betont Lucà. Das führe zu Brüchen. Auch kleine Löcher könnten entstehen, da müsse man als Käufer wirklich genau hinschauen.

Einmal Schrägstellen, bitte!

Ein Cabrio sei "im Prinzip nie hundertprozentig dicht", betont der TÜV-Experte. Wasser kann in den Innenraum kriechen und für Rost am Boden sorgen. Das passiere dann aber, anders als bei geschlossenen Autos, von innen nach außen. "Man sollte auf jeden Fall den Teppich hochheben und unten auf die Bodenbleche schauen", rät Lucà.

Ein weiterer Prüfpunkt sind die Türen. Hartmut Adam von der Zeitschrift "Cabriolife" rät dazu, mit einem Rad auf den Randstein zu fahren, so dass der Wagen schräg steht. "So kann man gut prüfen, ob die Karosse noch stimmt." Wichtig sei, dass man die Türen in dieser Stellung noch leicht öffnen und schließen kann und das Verdeck gut funktioniert. Bei einem Cabrio seien die versteifenden Funktionen anders als bei anderen Autos, sagt Adam. Das Schrägstellen sei daher ein wichtiger Prüftest, wie verwindungssteif die Karosse noch sei.

Platt gestandene Reifen erkennen

Oft sind Cabrios Sommerautos und stehen im Winter in der Garage. Wer den Wagen dabei nicht aufbockt oder die Reifen stärker aufpumpt, riskiert platte Pneus und Unwuchten. Die spüre man, wenn man bei der Probefahrt langsam fährt, erklärt Adam. Und bei offenem Verdeck strahlt die Sonne nicht nur ungehindert auf die Insassen, sondern auch auf Sitze und Armaturen. Wichtig ist deshalb zu prüfen: Wie ist der Zustand der Bezüge? Ist das Material des Armaturenbretts porös?

Außerdem sollten sich angehende Cabriobesitzer fragen, wo sie ihren Wagen eigentlich unterbringen wollen. Gibt es einen Stellplatz für den Winter? Das klärt man lieber bereits vor einem Kauf ab.