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23.01.2020, 12:53

Navi-Apps als digitaler Kompass

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Wird die Navi-App im Auto genutzt, gehört das Smartphone in eine Halterung

Auf fast jedem neu gekauften Smartphone findet sich schon ab Werk eine Karten- und Navi-App. Doch es gibt auch viele andere Lösungen. Lohnt es, beim Thema Navigation nach links und rechts zu schauen?

Mit einem Fingertipp liegt die gewünschte Adresse im Suchfeld. Ein weiterer, und der Weg wird angezeigt, Alternativrouten werden angeboten und die Fahrtzeit wird berechnet. Navigations-Apps sind praktisch und auch auf nahezu jedem Smartphone vorinstalliert. Doch neben Google Maps für Android-Geräte und Apple Karten für iPhones gibt es noch viele weitere Produkte - darunter durchaus empfehlenswerte Alternativen.

Nicht nur, aber besonders für Autofahrer lohnen sich die Navi-Apps auf dem Smartphone. Vor allem, wenn sie kein fest installiertes oder tragbares Navigationsgerät im Fahrzeug haben.

Nathalie Teer vom IT-Verband Bitkom sieht in der Aktualität der Anwendungen einen großen Vorteil: Wenn das Kartenmaterial im Auto-Navi veraltet sei, könne sich eine App fürs Smartphone lohnen.

Karten herunterladen - ja oder nein?

Allerdings dürften sich aus Expertensicht die wenigsten eine weitere Navi-App auf ihr Smartphone laden. Viele nutzen die vorinstallierten und kostenlosen Anwendungen. "Mehr Navigation brauchen die wenigsten User. Oft werden nur noch Zusatz-Navigations-Apps für Nebenaufgaben wie Blitzerwarner oder Tankstellenfinder hinzugefügt", schätzt Michael Link vom "c't"-Fachmagazin.

Seitdem die Roaming-Gebühren in der EU im Sommer 2017 weggefallen sind, kann man sein Mobilfunk-Datenvolumen in den Mitgliedsstaaten in der Regel nutzen, ohne draufzahlen zu müssen. Praktisch bedeutet das: Mussten vorher Karten offline geladen werden, kann man sich diesen Schritt nun sparen. Allerdings muss man dann eben darauf achten, generell ausreichend Datenvolumen zur Verfügung zu haben.

Nathalie Teer ergänzt: "Auch für Autofahrer, die feststellen, dass sie auf ihren häufig befahrenen Strecken nicht überall besten Empfang haben, lohnt sich eine Lösung mit Offline-Karten-Speicherung."

Halterung und Stromversorgung im Auto

Neben der Navi-App benötigen Nutzer im Auto eine passende Halterung, in die sie ihr Handy klemmen können. Damit lässt sich der Bildschirm besser sehen und das Gerät einfacher und sicherer bedienen. Außerdem brauchen die Smartphones Strom. "Ein Ladekabel ist meist notwendig, da die Navigation den Akku schnell leer saugt", so Link.

Praktisch sei die Integration mit dem Infotainmentsystem des Autos über Android Auto oder Apple Carplay, so Link. Das Handy-Navi laufe über den größeren Bildschirm, die Bedienung sei simpler.

Das Angebot an Navi-Apps ist groß

Meist kosten die Apps zwar kein Geld mehr, doch ohne Haken geht es nicht immer: "Die Nutzer müssen wissen, dass sie Gratis-Dienste wie Google Maps mit ihren Daten bezahlen", mahnt Link.

Wem die Datensammelei von Google & Co. nicht geheuer ist, findet genug Alternativen auf dem Markt - etwa "OsmAnd" (für Android und iOS), "MapFactor" (Android und iOS) oder "Maps.me" (für Android und iOS. Diese und viele ähnliche Lösungen nutzen Open-Streetmap-Karten, die sich auch zur Offline-Navigation herunterladen lassen.

Funktionsumfang variiert

Neben der klassischen Autonavigation interessieren bei der Routenberechnung immer öfter mögliche Kombinationen verschiedener Verkehrsmittel wie Auto, Bahn, Bus, Tram, Leihfahrrad oder E-Scooter, gibt Link zu bedenken. "Entscheidend ist nicht das Transportmittel, sondern die Zeit, die Nutzer von A nach B benötigen."

Grundsätzlich unterscheiden sich die Angebote bei Menüführung, Kartendarstellung und Zusatzfunktionen, die mitunter extra kosten. Andere Anbieter finanzieren sich über Werbung - wer keine Anzeigen möchte, muss dafür bezahlen.

Auf den Geschmack gekommen?

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Cabrios sind keine normalen Autos, nicht nur wegen des flexiblen Dachs. Sie rosten gerne mal von innen und sind speziell konstruiert, weshalb beim (Von Inga Stracke, dpa)

Im Frühling stehen Cabrios wieder hoch im Kurs. Wer sich eines kaufen will, findet auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt viele Angebote. Doch hierbei lauern einige Tücken. Im Fokus steht dabei das Verdeck. Es gibt allerdings noch mehr kritische Stellen.

"Ich muss darauf achten, ob es einwandfrei funktioniert und sich leicht bedienen lässt", erklärt Vincenzo Lucà vom TÜV mit Blick auf das Verdeck. Für das Öffnen und Schließen dürfe man keinen großen Kraftaufwand benötigen, es müsse leicht gängig sein. Viele Fahrzeuge haben dafür eine Automatik eingebaut, diese sollte nicht ruckeln.

Dichtungen unter die Lupe nehmen

Auch die Dichtungen seien Schwachstellen, warnt der Experte. Sie könnten einreißen, zum Beispiel durch falsche Handhabung, aber auch durch Alterung des Materials. Bei einer gerissenen Dichtung könne es zu Wassereinbruch kommen oder zu Pfeifgeräuschen durch den Fahrtwind. Daher empfiehlt Lucà, sich die Dichtungen entlang des Verdecks sowie die Anschlüsse am Scheibenrahmen anzusehen. Bei der Probefahrt sollte man außerdem genau auf Windgeräusche achten.

Jörg Dilge arbeitete lange für den Autobauer Karmann. Heute ist er Besitzer des daraus hervorgegangenen Cabriozentrums Osnabrück und auf den Austausch von Verdecken spezialisiert. "Es gibt bekannte Probleme bei den einzelnen Marken", sagt er. Bei älteren Modellen des Audi A4 Cabrio könne sich zum Beispiel die Scheibe lösen - und der 2003 gebaute VW Beetle habe öfter Probleme mit Scheuerstellen.

Verdeckaustausch als Option

Für die meisten Probleme gibt es aber Lösungen: "Wir haben Verdeckreiniger, beispielsweise für ein grün gewordenes Dach", sagt Dilge. Natürlich könne man auch einen neuen Verdeckbezug montieren. Das ist dann eine Kalkulationsfrage: Lohnt sich der Kauf eines Cabrios mit beschädigtem Verdeck für den entsprechend günstigeren Preis noch, wenn man die Kosten für den Austausch dazurechnet?

Auch das Material des Verdecks ist ein Faktor. "Stoff- und Kunststoffverdecke können mit der Zeit altern und dort, wo sie gefaltet werden, auch brechen", erklärt Vincenzo Lucà.

Ein Wagen, der immer draußen steht, ist meist in einem anderen Zustand als ein Garagenfahrzeug: "Das Sonnenlicht spielt eine sehr große Rolle. Kunststoffe altern, sie werden spröde und verlieren ihre Weichmacher", betont Lucà. Das führe zu Brüchen. Auch kleine Löcher könnten entstehen, da müsse man als Käufer wirklich genau hinschauen.

Einmal Schrägstellen, bitte!

Ein Cabrio sei "im Prinzip nie hundertprozentig dicht", betont der TÜV-Experte. Wasser kann in den Innenraum kriechen und für Rost am Boden sorgen. Das passiere dann aber, anders als bei geschlossenen Autos, von innen nach außen. "Man sollte auf jeden Fall den Teppich hochheben und unten auf die Bodenbleche schauen", rät Lucà.

Ein weiterer Prüfpunkt sind die Türen. Hartmut Adam von der Zeitschrift "Cabriolife" rät dazu, mit einem Rad auf den Randstein zu fahren, so dass der Wagen schräg steht. "So kann man gut prüfen, ob die Karosse noch stimmt." Wichtig sei, dass man die Türen in dieser Stellung noch leicht öffnen und schließen kann und das Verdeck gut funktioniert. Bei einem Cabrio seien die versteifenden Funktionen anders als bei anderen Autos, sagt Adam. Das Schrägstellen sei daher ein wichtiger Prüftest, wie verwindungssteif die Karosse noch sei.

Platt gestandene Reifen erkennen

Oft sind Cabrios Sommerautos und stehen im Winter in der Garage. Wer den Wagen dabei nicht aufbockt oder die Reifen stärker aufpumpt, riskiert platte Pneus und Unwuchten. Die spüre man, wenn man bei der Probefahrt langsam fährt, erklärt Adam. Und bei offenem Verdeck strahlt die Sonne nicht nur ungehindert auf die Insassen, sondern auch auf Sitze und Armaturen. Wichtig ist deshalb zu prüfen: Wie ist der Zustand der Bezüge? Ist das Material des Armaturenbretts porös?

Außerdem sollten sich angehende Cabriobesitzer fragen, wo sie ihren Wagen eigentlich unterbringen wollen. Gibt es einen Stellplatz für den Winter? Das klärt man lieber bereits vor einem Kauf ab.

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Sie sind sofort zur Stelle, wenn der Wagen liegenbleibt, und bieten ihre Hilfe an - doch leider handelt es sich um Betrüger. Der ADAC warnt Autoreisende vor Abzockern - in bestimmten Ländern.

Der ADAC warnt Autoreisende in Teilen Osteuropas und auf dem Balkan vor falschen Pannenhelfern. Die Betrüger nutzten oft Fahrzeuge in der farblichen Gestaltung der Pannenhilfe-Autos, mit dem Logo des Clubs oder der Aufschrift "Im Auftrag des ADAC", erklärt der Automobilclub. Sie knöpften ahnungslosen Urlaubern viel Geld für Abschlepp- und unnötige Werkstattleistungen ab.

Außer in Ungarn und Serbien sind die Betrüger nach Erfahrungen des ADAC nun auch häufiger in Bulgarien, Kroatien und Slowenien aktiv. Betroffen seien auch die Slowakei, Litauen und Polen. Der Autoclub betont, dass er im Ausland keine eigene Straßenwachtflotte betreibt. Auch Vertragspartner dürften nicht mit ADAC-Logos werben - mit einer Ausnahme, und zwar in Norditalien.