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22.01.2020, 10:09

Für Schrauberhände: Gute Handwaschpasten für wenig Geld

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Um nach dem Schrauben die Finger zu reinigen, eignen sich Handwaschpasten

Manche Auto- und Motorradfahrer schrauben gern selbst an ihren Fahrzeugen. Wer sich dabei so richtig schmutzig macht, freut sich über einen wirksamen Handreiniger - welche taugen was?

Wer am Auto, Motorrad oder Fahrrad herumschraubt, macht sich schnell die Hände schmutzig. Oft sorgen dann nur Handwaschpaste oder spezielle Reiniger wieder für saubere Finger. Kein Problem, denn gute Qualität muss nicht teuer sein. Das hat ein Test der "Motorrad" (Ausgabe 3/2020) ergeben.

Wie schneidet das billigste Mittel ab?

Die Zeitschrift hat ein Dutzend Mittel von 0,34 bis 6,99 Euro pro 100 Milliliter geprüft. Zwei Drittel davon schneiden "gut" ab, drei Produkte wirken "befriedigend", und ein Reiniger ist "ausreichend".

Testsieger ist der "Würth Handreiniger N-Super" für 3,58 Euro pro 100 Milliliter. Anders als eine klassische Paste haben solche Reiniger eher eine Konsistenz wie flüssige Handcreme.

Holzmehl anstelle von Sand

Dahinter folgen der "Linda Handreiniger Citrus Power" (0,78 Euro/100 ml) und die "Go/On! Hand-Waschpaste" (0,50 Euro/100 ml). Das günstigste Mittel kommt auf den vierten Platz. Mit der "Eco-Fix Handwaschpaste" küren die Redakteure das billigste Mittel (0,34 Euro/100 ml) zum "Kauftipp".

Handwaschpasten verwenden heute oft meist Holzmehl und manchmal auch Cellulose oder Olivenkernpulver anstelle von dem früher eingesetzten Sand für die verstärkte Schmirgelwirkung.

Auf den Geschmack gekommen?

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Es ist mittags um zwölf und die letzte Etappe war nicht einmal 100 Meilen lang. Aber als Fahrer und Beifahrer in John O'Groats am nördlichsten Zipfel Schottlands aus ihrer alten Mercedes G-Klasse fallen, sehen sie aus wie zwei Zombies nach einer durchzechten Nacht - müde Augen, schwere Lieder und bleierne Knochen inklusive. In ihren Gesichtern ist ein Glanz, wie ihn nur Sieger tragen, dabei sind vor ihnen schon drei Dutzend andere Autos durchs Ziel gefahren.

Und er muss es wissen. Schließlich gehört er zu den Veranstaltern dieses irren Trips. Der führt als LeJog-Rallye jedes Jahr im Dezember knapp 100 Oldtimer quasi ohne Pause einmal längs durch Großbritannien von Land's End im Südwesten nach John O'Groats im Nordosten und macht dabei weder vor Nacht noch vor Nebel halt. Im Gegenteil: Mit schier diebischer Freude tüfteln Woodcock und seine Kollegen entlang der über 1.500 fast ausschließlich auf kleinsten Nebenstraßen geführten Meilen Prüfungen aus, bei denen die Autos und ihre Fahrer bis über ihre Grenzen hinaus belastet werden: Nächtliche Rennen auf einer unbeleuchteten Gokart-Strecke Handling-Parcours auf vereisten Truppenübungsplätzen oder Orientierungsprüfungen rund um Loch Ness. Selbst Motorsport-Profis wie Ellen Lohr kommen da an ihre Grenzen: "Eine Dakar-Rallye ist dagegen fast ein Kindergeburtstag."

Andere Klassikrallyes setzen mehr auf Spaß und Geselligkeit

Für so einen Stress haben sie an diesem Nachmittag irgendwo auf einem Parkplatz in Bayern nur ein Lächeln übrig. Denn während ihre Youngtimer wie Ente, Käfer oder Mini einträchtig mit Porsche 928, BMW 850i und Mercedes W 126 im Standgas tuckern, stehen die Fahrer gut gelaunt und bunt verkleidet um ein paar Konservendosen. Sie versuchen, durch Schütteln den Inhalt zu erraten. Nach 100 Kilometern durchs Hinterland sortieren sie auf Zeit die Textzeilen von Schlagern der 1970er, bevor sie am Ende der Etappe im Scheinwerferlicht noch Pantomime machen müssen: Willkommen bei der Creme 21.

Wo die LeJog einem Pfadfindertreffen gleicht und bisweilen fast paramilitärische Züge annimmt, geht es hier zu wie auf einem Kindergeburtstag - nur dass die Spielzeugautos der Gäste allesamt eine Straßenzulassung haben.

In Italien starten legendäre Klassiker zu den 1.000 Meilen

Eine Tagesreise weiter im Süden ist die Atmosphäre noch einmal eine andere: Denn wenn die Mille Miglia durch Italien rollt, herrscht Volksfeststimmung auf dem Piazza del Campo in Siena oder vor dem Kolosseum in Rom. Das ganze Land feiert einen Tross imposanter Klassiker. Die rollen auf den Spuren eines der berühmtesten Autorennen der Welt an drei Tagen 1.000 Meilen durch Italien.

"Die Mille Miglia ist die Mutter aller Straßenrennen, ein Traum für jeden Fahrer, da muss man einfach hin", sagt Juan Manuel Fangio II. Er ist der Neffe des fünffachen Weltmeisters und sitzt genau wie früher sein berühmter Onkel am Steuer eines Mercedes 300 SLR. Und er ist nicht der einzige Teilnehmer mit weiter Anreise. Denn wenn nicht gerade Corona herrscht, kommen Fahrer und Autos für dieses Event um den halben Globus geflogen. "Da wird der Sportsgeist von Männern wie Stirling Moss, Rudolf Caracciola oder eben Fangio wieder lebendig", schwärmt der Argentinier, bevor er erst die Stoppuhr und dann das Gaspedal drückt: Der Zeitplan ist eng, die Vorgaben sind präzise, und für jede Sekunde Abweichung gibt es Punktabzug.

Es gibt genug Auswahl

Diese drei Szenarien aus den letzten Jahren, als Corona noch nicht den Kalender ausgedünnt hat, zeigen, dass Oldtimer-Rallyes weit mehr sind als organisierte Ausfahrten. Denn so unterschiedlich der Charakter dieser Fahrten auch sein mag. Sie haben neben dem Faible fürs Altmetall auf Rädern eines gemeinsam: Auch wenn sich alle Teilnehmer streng im Rahmen der Straßenverkehrsordnung bewegen und die Herausforderungen in der Präzision, der Orientierung oder im theatralischen Geschick liegen, grassiert bei diesen Touren der Sportsgeist und nicht umsonst gibt es am Ende immer einen Sieger.

So verschieden diese drei Rallyes sind, markieren sie die Extreme in einem Kalender, der immer voller wird. Denn in normalen Zeiten ohne Pandemie vergeht kaum ein Wochenende, an dem nicht zwei, drei Dutzend Klassik-Ausfahrten und Rallyes in den Kalendern stehen, sagt Jan Hennen vom Bundesverband Oldtimer-Youngtimer Deuvet. Er beschreibt damit einen regelrechten Boom des organisierten Oldtimer-Tourismus.

Nicht nur der Bestand von älteren und alten Liebhaber-Fahrzeugen wächst ständig. Sondern immer öfter wollen die Youngtimer und Klassiker auch artgerecht bei einer professionellen Ausfahrt bewegt werden. "Das reicht von regionalen Spritztouren für ein paar Stunden bis hin zu Events von internationaler Bedeutung, die sich wie die Mille Miglia fast über eine Woche ziehen."

Entsprechend weit gespannt ist allerdings auch der Kostenrahmen, der in der Regel immer zwei Teilnehmer pro Fahrzeug samt Übernachtungen umfasst: Während es das Ticket zur Creme 21 für nicht einmal 1.500 Euro gibt, kostet die Nennung bei der Mille Miglia in der günstigsten Kategorie etwa das Vierfache, kann man bei den Veranstaltern nachlesen. Und die allermeisten anderen Mehrtagesevents liegen irgendwo dazwischen.

Auf die Sekunde genau durch die Lichtschranke

Wer sich bei einer solchen Rallye anmeldet, muss mit oft mehreren Dutzend so genannter Wertungsprüfungen rechnen. Dabei geht es zwar nicht um die absolute Geschwindigkeit. Aber man muss eine vorgegebene Strecke wahlweise in einer exakt definierten Zeit oder mit einem präzise definierten Durchschnittstempo befahren. "Das können mal ein wenige Meter in sechs Sekunden und mal ein paar Dutzend Kilometer mit 49 km/h sein - da entwickeln die Veranstalter viel Fantasie", sagt Michael Wiring. Er bereitet Oldtimerbesitzer mit speziellen Trainings auf solche Veranstaltungen vor.

Meist geht es bei den Prüfungen um jeden Zentimeter und jede Zehntelsekunde. Und die Präzision im Umgang mit Lichtschranken, Stoppuhren und den Druckluftschläuchen, die eine Zeitmessung auslösen, erreicht man nur mit Routine, berichten viele Teilnehmer.

Ach ja, der richtige Oldtimer selbst darf nicht fehlen

Was es neben dem fahrerischen Können noch braucht, ist das passende Auto. Denn nicht jeder Oldtimer darf an jeder Rallye teilnehmen. Sondern um die Zahl der Teilnehmer zu limitieren oder der historischen Bedeutung gerecht zu werden, machen die Veranstalter oft strenge Vorgaben: Bei der Mille Miglia zum Beispiel dürfen nur Baujahre teilnehmen, die auch beim Original hätten starten dürfen, also Autos von 1927 bis 1957. Bei der Le Jog lautet die Vorgabe, dass die Fahrzeuge mindestens 30 Jahre auf dem Buckel haben müssen. Und bei der Creme 21 sind Autos von 1970 bis 1990 startberechtigt.

Aber egal ob Young- oder Oldtimer, Sport- oder Kleinwagen, gibt es noch ein gemeinsames Kriterium, das alle erfüllen müssen, sagt Hans-Georg Marmit von der Sachverständigen-Organisation KÜS: "Das wichtigste für die Teilnahme an einer Oldtimerrallye ist die Verkehrssicherheit. Es wird bei einigen Veranstaltungen auch auf Zeit gefahren, da muss alles am Fahrzeug stimmen", mahnt der Experte und rät dringend zu einer frischen Hauptuntersuchung vor dem Saisonstart.

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Toyota treibt die Entwicklung der Brennstoffzelle als Alternative zur Batterie weiter voran. Im Frühjahr starten die Japaner den Mirai mit Wasserstoffantrieb in zweiter Generation.

Toyota startet im Frühjahr die zweite Generation seines Wasserstoff-Autos Mirai. Die auf 4,98 Meter gewachsene Fließheck-Limousine kommt laut Hersteller ab 63.900 Euro in den Handel, wird damit rund 13.000 Euro billiger und qualifiziert sich wie konventionelle Elektroautos für die Umweltprämie. Zudem führen größere Wasserstofftanks und eine verbesserte Brennstoffzelle für eine um 30 Prozent auf bis zu 650 Kilometer gestiegene Reichweite.

Dafür sind in den drei unter der Rückbank und im Mitteltunnel montierten Tanks 5,6 Kilogramm Wasserstoff gespeichert. Diese wird in der Brennstoffzelle in Strom für einen E-Motor umgewandelt. Das einzige Abgas bei diesem Prozess ist Wasserdampf. In einem kleinen Akku von nur 4 kWh zwischengespeichert, speist dieser Strom einen jetzt an der Hinterachse montierten E-Motor, der laut Toyota 134 kW/182 PS leistet und auf 300 Nm kommt. Damit beschleunigt der 2,4 Tonnen schwere Mirai in 9,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h.

Toyota hat nicht nur den Antrieb optimiert, sondern beim Generationswechsel auch Form und Format geändert. Das Design der Fließheck-Limousine ist weniger auffällig. Mit 14 Zentimetern mehr Radstand sowie der gestreckten Länge wächst das Platzangebot. Deshalb führt Toyota den neuen Mirai nun als Fünf- statt als Viersitzer.