1

11.02.2020, 09:21

Der Toyota Auris im Gebrauchtwagen-Check

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Autos 
Der Toyota Auris in der Variante Hybrid Touring Sports

Der Auris ist bei Toyota ein zwölfjähriges Intermezzo. Mittlerweile heißt das Kompaktmodell in der Neuwagenflotte des japanischen Herstellers wie einst wieder Corolla, den Auris gibt offiziell nur noch als Gebrauchten. Und als solcher ist er beliebt, denn Anlass zum Klagen gab er zuletzt kaum, wie seine Bilanz bei der Kfz-Hauptuntersuchung in Deutschland zeigt.

Modellhistorie: 2007 löste der Auris in Europa den Corolla ab, 2012 kam die hier betrachtete Nachfolgegeneration (E18) auf den Markt, die es ab 2013 auch als Kombi zu kaufen gab. Mit dem Facelift von 2015 schärfte der Hersteller die Optik nach und modernisierte die Motorenpalette - allem voran mit einem spritzigen 1,2-Liter-Turbo.

Karosserievarianten: Der Auris ist ein klassischer fünftüriger Kompaktwagen im Format des Golf. Wie den VW gibt es ihn auch als Kombi, bei Toyota wird er Touring Sports genannt.

Abmessungen: 4,28 m bis 4,56 m x 1,76 m x 1,46 m bis 1,48 (L x B x H); Kofferraumvolumen: 360 l bis 1200 l (Schrägheck), 530 l bis 1658 l (Kombi).

Stärken: Der Auris gilt als zuverlässig, beim Fahrkomfort sogar als langstreckentauglich. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung gibt es kaum Probleme: "Abgesehen von leicht erhöhten Fehlerquoten bei der vorderen und hinteren Beleuchtung ist der E18 ein echter Musterschüler", schreibt der "Auto Bild TÜV Report 2020".

Schwächen: Vor allem das Abblendlicht kassiert Rüffel, die Fehlerquote der vorderen Lichter liegt dem Report zufolge über dem Durchschnitt. Beim zweiten Pflichtcheck werden die Blinker oft gerügt.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: "Der Auris schneidet gut ab, einzige Ausnahme ist das Startjahr, hier reicht es nur fürs Mittelfeld." Einziger Pannenschwerpunkt, der zum durchwachsenen Abschneiden des 2012er-Jahrgangs führt, sind demnach die allmählich schlapp machenden Batterien.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 73 kW/99 PS bis 97 kW/132 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 66 kW/90 PS bis 91 kW/124 PS; Hybrid (Vierzylinder-Benziner und E-Motor, Frontantrieb): 100 kW/136 PS Systemleistung.

Marktpreise (laut "DAT Marktspiegel" der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Auris 2.0 D-4D Life Touring Sports (2013); 91 kW/124 PS (Vierzylinder); 109.000 Kilometer; 9.225 Euro.

- Auris 1.8 Hybrid Comfort Touring Sports (2014); 100 kW/136 PS (Vierzylinder und E-Motor); 78.000 Kilometer; 13.100 Euro.

- Auris 1.2 Turbo Executive (2015); 85 kW/116 PS (Vierzylinder); 65.000 Kilometer; 12.150 Euro.

Auf den Geschmack gekommen?

Das könnte dich auch interessieren:

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Autos 

Dass der Audi A6 oft als Dienstwagen genutzt wird, liegt nicht nur an seinem seriösen Auftreten. TÜV und Pannenstatistik bestätigen: Auf ihn ist auch lange Verlass. Kleine Schwächen zeigt er dennoch.

Der Audi A6 zählt zu den beliebtesten Firmenwagen in Deutschland. Gebrauchtkäufer müssen bei dem Modell der oberen Mittelklasse daher oft hohe Tachostände hinnehmen. Dafür bekommen sie rollende Zuverlässigkeit. Denn die vierte Generation gilt als technisch noch einmal langlebiger als die Vorgängergeneration. "Zwischen beiden A6 liegt bei der Hauptuntersuchung eine Welt", schreibt der "Auto Bild TÜV Report 2020".

Modellhistorie: Der A6 in Viertauflage kam 2011 in den Verkauf und wurde 2018 abgelöst. Zur Halbzeit 2014 gab"s ein Facelift mit Änderungen am Außendesign und der Multimedia-Ausstattung. Überarbeitet wurde auch die Modellpalette.

Karosserievarianten: Neben der viertürigen Limousine gibt es den A6 als Kombi (Avant) sowie diesen auch als hochliegende Version mit Allradantrieb und Schutzbeplankung (Allroad). Das Coupé wird als eigenständige Baureihe A7 vermarktet und der Oberklasse zugerechnet.

Abmessungen: 4,92 m bis 5,04 m x 1,87 m bis 1,94 m x 1,43 m bis 1,53 m bis (LxBxH); Kofferraumvolumen: 530 l bis 995 l (Stufenheck; Vollhybrid: 375 l bis 850 l); 565 l bis 1.680 l (Kombi).

Stärken: Der A6 bietet viel Fahrkomfort, lässt sich aber auch agil fahren - was insbesondere für die sportlicheren Versionen bis hin zum S6 und RS6 gilt. Bei der Hauptuntersuchung (HU) ist das Mängelpotenzial sowohl beim Fahrwerk, der Beleuchtung als auch den allermeisten Bremsbauteilen sehr gering, so der TÜV-Report.

Schwächen: Bei der HU leistet er sich also kaum Patzer. Hier und da stellen die Prüfer poröse Bremsschläuche fest. Bei der zweiten HU gibt es manchmal geringe Abzüge bei Achsfedern und Dämpfern, was aber kaum als typische Schwäche durchgeht. Beim dritten Check gibt es schon mal die Bitte, bei der Auspuffanlage nachzubessern.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: "Der A6 schneidet zumeist gut, in einigen Jahren sogar sehr gut ab." Wirkliche Pannenschwerpunkte? Fehlanzeige.

Motoren: Benziner (Vier-, Sechs- und Achtzylinder, Front- und Allradantrieb): 132 kW/180 PS bis 445 kW/605 PS; Diesel (Vier- und Sechszylinder, Front- und Allradantrieb): 110 kW/136 PS bis 240 kW/326 PS; Hybrid (Vierzylinder + E-Motor, Frontantrieb): 180 kW/245 PS Systemleistung.

#Auto 
#Deutschland 
#Motor 
#Sicherheit 

Eigentlich sollten die Regeln an Fußgängerüberwegen jedem Autofahrer klar sein. Praktisch zeigt sich aber oft das Gegenteil - gefährlich für Fußgänger. Experten erklären, wie es richtig geht.

Immer wieder sind an Fußgängerüberwegen abenteuerliche Szenen zu beobachten: Autos, die mit quietschenden Reifen zum Stehen kommen, oder in hohem Tempo über die Markierung fahren, obwohl im selben Moment Personen über die Straße gehen möchten. Nicht nur aber gerade auch für Kinder ist so ein Verhalten sehr gefährlich.

Dabei sind die Regeln klar: Fußgänger und Rollstuhlfahrer haben absoluten Vorrang – und zwar schon dann, wenn sie auf den Zebrastreifen zugehen oder zurollen. Autofahrer müssen sich diesen Übergängen mit mäßiger Geschwindigkeit nähern und warten, wenn Menschen dort über die Straße gelangen wollen. Darauf macht der TÜV aufmerksam. Nur bei Straßenbahnen ist das anders: Die haben auch an Zebrastreifen in der Regel Vorrang.

Ein Fußgängerüberweg ist durch ein blaues Schild und weißliche Streifen auf der Fahrbahn gekennzeichnet.

Anders ist die Lage bei Fußgänger-Verkehrsinseln in der Fahrbahnmitte. Hier haben Fahrzeuge prinzipiell Vorrang. Der TÜV appelliert aber an Autofahrerinnen und Autofahrer, nicht immer auf dem Vorrang zu beharren und schlimmstenfalls Zusammenstöße zu riskieren. Lieber bremsen sie ab und winken Fußgänger vorbei.