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20.01.2020, 09:53

Familienauto in cool: Der Mercedes GLB im Test

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Bullige Front und höhere Bodenfreiheit machen den GLB zum trendigen Familienauto

Mercedes fischt ein neues Kürzel für die Kompaktklasse aus der Buchstabensuppe und stellt Autos wie der B- Klasse und dem GLA jetzt zum ersten Mal einen GLB zur Seite. Als geräumigste Alternative in der Modellfamilie ist er in Österreich ab 40.940 Euro zu haben.

Innen Siebensitzer, außen SUV

Innen will der GLB ein variables Raumwunder sein, das gegen Autos wie den VW Touran oder den 2er Grand Tourer von BMW antritt. Daher hat Mercedes durch die 4,63 Meter Länge und die 2,83 Meter Radstand zum ersten Mal in dieser Modellfamilie Platz für eine dritte Sitzreihe geschaffen, die man mit zwei Handgriffen aus dem Wagenboden falten kann. Die Bank in der zweiten Reihe lässt sich nicht nur in der Neigung verstellen, sondern auch um 14 Zentimeter verschieben. Und Mercedes hat den Kofferraum mit dem aufrechten Heck so groß gemacht, dass 570 bis 1805 Liter Ladevolumen zur Verfügung stehen.

Klar, bei einem Familienvan ist der Platz das wichtigste Kaufkriterium. Doch oft haben solche Modelle in etwa so viel Charme wie ein Bausparvertrag. Deshalb hat Mercedes das praktische Großraumfahrzeug neu verpackt und es in eine trendige SUV-Karosse gesteckt. Mit bulliger Front und erhöhter Bodenfreiheit sieht der GLB ein bisschen aus wie der Luxus-Geländewagen GLS in Kleinformat.

Vertraut bei Ausstattung, Ambiente und Antrieb

Form und Format sind neu, doch für den Fahrer ist der GLB ein alter Bekannter. Denn bei Ambiente, Ausstattung und Antrieb gibt es kaum Unterschiede zum Rest der A-Klasse-Familie: Auch der jüngste Neuzugang fährt mit dem digitalen Cinemascope-Cockpit und lässt sich auf Fingerzeig oder mit Sprachkommandos bedienen. Es gibt eine automatische Abstandsregelung und eine aktive Spurführung. Und unter der Haube arbeiten die gleichen Drei- und Vierzylinder. Bei den Selbstzündern reicht die Auswahl vom GLB 180d mit 85 kW/116 PS bis zum 140 kW/190 PS starken GLB 220d. Bei den Benzinern sind zunächst der GLB 200 mit 120 kW/163 PS und der GLB 250 mit 165 kW/224 PS im Angebot. Außerdem hat sich auch AMG des großen Kleinwagens angenommen und den GLB 35 mit 225 kW/306 PS aufgelegt.

Während die Einstiegsvarianten mit Frontantrieb auskommen müssen, gibt es die beiden stärkeren Diesel, den kräftigeren Benziner und den AMG auch mit Allrad. Denn wo G draufsteht, muss auch ein bisschen Geländewagen drin sein. Deshalb haben sie auch ein eigenes Fahrprofil für den Einsatz abseits der Straße programmiert, bei dem der GLB weiter kommt als sich die meisten Fahrer selbst zutrauen würden.

Seriös, aber nicht souverän

Komfortabel abgestimmt und gut zu kontrollieren - so macht der GLB auf der Straße einen erwachsenen Eindruck und insbesondere mit dem stärksten Diesel ist man gut unterwegs. Schließlich schiebt er die Fuhre mit bis zu 400 Nm voran, beschleunigt in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h, erreicht 217 km/h Spitze und wehrt sich mit einem Normverbrauch von 5,3 Litern (CO2-Ausstoß: 138 g/km) gegen die übliche SUV-Kritik. Ein normaler Van jedenfalls ist kaum sparsamer.

Doch so seriös der GLB auch im ersten Moment wirkt, seine Herkunft aus der Kompaktklasse und seine Bindung an die Frontantriebsplattform kann er nicht verhehlen. Daher lässt das A-Klasse-SUV das letzte Quäntchen Souveränität vermissen. Das ist auch der größte Unterschied zum GLC, der nur zwei Zentimeter länger ist und bei einem Grundpreis von 46.237 Euro in einer Klasse darüber antritt. Der mag nicht so Platz bietend und anpassungsfähig sein, ist dafür aber mit Wandlerautomatik, der Option auf sechs Zylinder und einer auf Allrad getrimmten Heckenantriebsarchitektur das souveränere Auto. Aber ob einem das wirklich rund 10.000 Euro mehr Geld für weniger Auto wert ist?

Fazit: Trendige A-Klasse für Familien

Er ist geräumig und variabel wie ein Van, modisch wie ein SUV - und mit dem Verbrauch eines gewöhnlichen Kompakten gibt er sich auffällig sparsam. So wird der neue Mercedes GLB zum hippen Familienauto und könnte das meistverkaufte Modell der A-Klasse-Familie werden. Der Erfolg würde allerdings nicht nur zu Lasten der Konkurrenz gehen. Sondern auch B-Klasse und GLC dürften ein wenig an Reiz verlieren.

Auf den Geschmack gekommen?

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Der 1er zu klein, ein SUV wie der X1 zu klobig und der 3er zu groß oder zu teuer: Glaubt man den BMW-Strategen, gibt es eine ganze Reihe von Kunden, denen die Bayern bisher nichts zu bieten hatten. Deshalb stellen sie dem 1er Mitte März erstmals ein 2er GranCoupé zur Seite.

Die Proportionen provozieren

Im Buhlen um neue Kunden haben die Bayern bewusst keinen geschrumpften 3er gezeichnet und sich ein wenig vom allzu spießigen Stufenheck distanziert. Genau wie Mercedes beim CLA setzt BMW auf eine fließende Linie, auf rahmenlose Seitenscheiben und ein kurzes, sehr sportliches Heck. Für die einen wird das GranCoupé so zum langerhofften Erneuerer, der den Staub vom Segment bläst. Für die anderen dagegen wollen die Proportionen partout nicht passen. Denn das Heck ist ziemlich hoch geraten. Doch egal ob schön oder schräg - auf jeden Fall fällt der 2er auf und hat damit einen Teil seiner Mission bereits erfüllt.

So frisch und ungewöhnlich der 2er außen auftritt, so wenig überraschend, ja langweilig ist der Innenraum. Denn auch die beleuchtete Konsole und ein paar poppige Zierelemente können nicht darüber hinwegtäuschen, dass alle BMW-Modelle mittlerweile das gleiche Ambiente haben und sich nur im Make-up unterscheiden, das mit jeder Fahrzeugklasse mehr wird. Zwar läuft auf den Chips mittlerweile die modernste Software, die Sprach- und Gestensteuerung zählt zu den besten am Markt, und die Grafiken auf dem Bildschirm sowie den digitalen Instrumenten lassen jedes Smartphone blass aussehen. Doch gemessen am Widescreen Cockpit des CLA wirkt das alles brav und bieder. Selbst der Seat Leon oder der Hyundai i30 machen einen frischeren Eindruck.

Mängel beim Maßkonzept, Stärken beim Fahrverhalten

Auch beim Maßkonzept ist der 2er nur ein Kompromiss. Denn nur weil er sich zum Stufenheck reckt und den Einser um runde 20 Zentimeter übertrifft, darf man keine Platzverhältnisse wie in einer Limousine erwarten. Mit 4,53 Metern ist er rund 20 Zentimeter kürzer als ein 3er und hat dabei nur 2,67 Meter Radstand. Da wird die Rückbank auf der Langstrecke zur besseren Taschenablage oder zum Kinderabteil. Denn Erwachsene wollen dort bei bescheidener Knie- und mäßiger Kopffreiheit auf Dauer nicht sitzen. Und auch der Kofferraum ist mit 430 Litern nicht üppig.

Über jeden Zweifel erhaben ist dagegen das Fahrverhalten. Da wird das GranCoupé dem guten Ruf der Bayern gerecht und bietet mehr Fahrfreude als vergleichbar starke Konkurrenten - und das, obwohl BMW den 2er nun wie den 1er auf Frontantrieb umgestellt hat. Doch mit einer besonders schnellen Traktions- und Stabilitätskontrolle, einem strammen Fahrwerk und einer konkurrenzlos direkten Lenkung lässt der 2er den Puls steigen und wird zum Könner auf der Kreisstraße - erst recht, wenn man im Topmodell M235i unterwegs ist, das mit 225 kW/306 PS die Spitze markiert. Der hat so viel Kraft, dass BMW ihm serienmäßig Allradantrieb spendiert.

Mehr Auswahl in der Pipeline

Aber es reicht auch schon der 220d, der die Balance aus Vernunft und Vergnügen deutlich besser wahrt. Er leistet 140 kW/190 PS, stellt mit bis zu 400 Nm das Reifenprofil auf die Probe und bietet einerseits einen Sprintwertung von 7,5 Sekunden sowie ein Spitzentempo von 235 km/h und andrerseits einen moderaten Normverbrauch von 4,2 Litern sowie einen CO2-Ausstoß von 110 g/km.

Neben diesen beiden Motoren gibt es in der Startaufstellung einen 218i mit 103 kW/140 PS-Benziner. Später folgt wahrscheinlich noch deutlich mehr Auswahl bis hin zum Plug-in-Hybriden. Und wer partout dem Heckantrieb des letzten 2er hinterher weint oder sich nach weniger provozierenden Proportionen sehnt, der muss sich noch etwa ein Jahr gedulden - dann leitet BMW vom Dreier ein 2er-Coupé mit klassischem Schnitt und traditionellem Antrieb ab.

Fazit: Eine Frage des Geschmacks

Er sticht aus der Masse heraus und fährt besser als die Konkurrenz - so bietet BMW mit dem 2er GranCoupé eine neue Facette für die Fahrer in der Kompaktklasse. Doch lässt sich BMW die Fantasie der Produktplaner mit einem stolzen Aufpreis bezahlen. Der Gegenwert dafür hält sich angesichts der Platzverhältnisse in engen Grenzen, und die Wahl wird so vor allem zu einer Frage des Geschmacks. Wer sich vom 1er wirklich entfernen will, der spart besser auf einen 3er. Aber wer auffallen will, ist mit dem 2er bestens bedient.

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