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03.01.2020, 10:45

Hyundai-Nobelmarke Genesis startet erstes SUV

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Ein riesiger Kühlergrill bildet das Gesicht des Genesis GV80

Die Hyundai-Tochter Genesis bringt ihr erstes SUV in Stellung: Noch im Jänner wollen die Koreaner auf dem Heimatmarkt gegen Modelle wie den BMW X5 oder den Mercedes GLE antreten. Vor allem an seinem riesigen Kühlergrill ist das erste SUV der noblen Hyundai-Tochtermarke Genesis zu erkennen. Der GV80 misst rund fünf Meter und wird wahlweise mit fünf oder sieben Sitzen angeboten - zunächst in Korea.

Doch später im Jahr soll auch der Export in die USA beginnen. Und wenn die Marke spätestens 2021 nach Europa kommt, wird der Geländewagen ebenfalls zum Startaufgebot gehören, wie das Unternehmen mitteilte.

Zum Antrieb macht Genesis offiziell noch keine Angaben. Da sich der GV80 aber die Heckantriebs-Plattform mit den großen Limousinen teilt, stehen den Ingenieuren alle Optionen offen. Die Rede ist deshalb sowohl von einem 5,0 Liter großen V8-Motor als auch von V6-Bezinern und Dieseln. Für Europa ist sogar ein Vierzylinder möglich.

Beim GV80 soll es nicht bleiben. Genesis hat noch für dieses Jahr einen zweiten Geländewagen angekündigt, der als GV70 gegen BMW X3 und Mercedes GLC antreten und in Europa zum Zugpferd der Marke werden soll.

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Je kleiner die Teilchen sind, die von Verbrennungsmotoren emittiert werden, desto schädlicher sind sie für Menschen. Ein Messverfahren, das selbst Partikel unter zehn Nanometern messen kann, hat ein Forscherteam der TU Graz mit internationalen Partnern entwickelt. Es soll der Autoindustrie dabei helfen, Motoren zu entwickeln, die weniger Nanopartikel emittieren, als aktuelle Verbrennungsmotoren.

Der bisher gesetzlich festgelegte Sollwert des Schadstoffausstoßes bei Fahrzeugen liegt bei 6 mal 1011 Partikeln pro Kilometer. Die Messung der Partikelemissionen benötigt daher hoch präzise und zuverlässige Sensoren. Bei den Abgastests werden bisher allerdings nur Nanopartikel über 23 Nanometern erfasst, kleinere Teilchen - die sich aufgrund ihrer Größe noch leichter in den Lungen festsetzen - werden mit herkömmlichen Systemen nicht aufgespürt. Ein Nanometer entspricht dem millionstel Teil eines Millimeters.

Im Rahmen des europäischen Horizon 2020-Projekts "DownToTen" entwickelte ein europäisches Konsortium ein neues Messsystem, das Partikel von so geringer Größe erfassen kann. In Tests am Rollenprüfstand des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der TU Graz, sowie im praktischen Fahrbetrieb (Real Driving Emissions - RDE), sei die Robustheit des Verfahrens bestätigt worden, hieß es in der Mitteilung.

Markus Bainschab - Forscher am Institut für Elektrische Messtechnik und Sensorik der TU Graz - erklärte, warum so kleine Partikel bisher nicht verlässlich gemessen werden konnten: Im Bereich unter 23 Nanometern seien auch viele flüssige Partikel im Abgas vorhanden, diese flüchtigen Tröpfchen seien jedoch nicht so stark gesundheitsgefährdend wie die kleinen, festen Partikel. "Für ein exaktes Testergebnis muss daher sichergestellt sein, dass beim Messen nicht irrtümlich flüssige Partikel erfasst werden", schilderte der Grazer Forscher, der federführend bei der Entwicklung des neuen Messsystems mitgearbeitet hat.

Mit bisherigen Messmethoden sei es nicht in entsprechender Qualität möglich, die flüssigen Partikel zu entfernen, ohne dass nicht auch ein Großteil der festen Partikel verloren ging. "Uns ist das durch ein optimiertes Verdünnungssystem und durch die Oxidation von Kohlenwasserstoffen mithilfe eines Katalysators gelungen", zeigte sich der Wissenschafter erfreut.

In der Umgebungsluft reagieren Autoabgase jedoch auch noch mit anderen Verbindungen - diesen Prozess bezeichnet man als "atmosphärische Alterung". Auch wenn sich die sekundären Aerosole an den Nanopartikeln anhaften, können sie tief in den menschlichen Organismus vordringen. Das europäische Forschungsprojekt "DownToTen" hat daran gearbeitet, diesen "Alterungsprozess" im Labor nachzubilden. Der gleiche "Alterungsprozess", der in der Atmosphäre Stunden und Tage dauert, wurde im Labor beschleunigt. Parallel dazu wurden die Reaktionen in Computermodellen simuliert.

Herzstück des neuen Verfahrens ist nunmehr ein Emissionsmessgerät, das am Kfz-Auspuff befestigt wird und dort sowohl neue als auch "gealterte", ultrafeine Partikel messen kann. Die Erfassung von neuen und den sogenannten sekundären Aerosolen, die erst in der Atmosphäre durch chemische Umwandlung von gasförmigen Vorläufern entstehen, bringe Vorteile, erklärte Bainschab: "In Kombination mit einem Aerosol-Massenspektrometer lässt sich das Verhältnis der Fahrzeugemissionen zu diesen Partikeln untersuchen und feststellen, ob diese sogenannten sekundären Aerosole durch den Schadstoffausstoß erzeugt werden", wie Bainschab darlegte. Das Resultat zeige dann den realen Einfluss der Autoabgase auf die Luftqualität.

Die jüngste Forschung zum Verfahren habe ein besseres Verständnis der Entstehung von Sekundäraerosolen durch Auto-Abgase zum Ziel. Die Forscher hoffen, dass die Automobilhersteller mit ihrem Gerät künftig Motoren entwickeln können, die weniger Nanopartikel emittieren. Außerdem könne das Verfahren als Basis für eine neue Abgasgesetzgebung dienen.

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Eines der meistverkauften SUV der Welt kommt an die Steckdose. Denn ab sofort gibt es den Toyota RAV4 zu Österreich-Preisen ab 39.490 Euro auch als Plug-in-Hybriden.

Und weil es bei den Japanern mit dem ersten reinen Elektroauto noch etwas dauert, haben sie den Teilzeit-Stromer konsequenter umgesetzt als die Konkurrenz. Dank eines riesigen Akkus und entsprechend großer Reichweite ist der RAV4 einem Mercedes EQC oder einem Audi E-Tron, abgesehen von Format und Preis, fast näher als den Plug-in-Varianten von Modellen wie dem Opel Grandland oder dem Ford Kuga.

Hohe Reichweite, elektrisierendes Fahrgefühl

Während viele Wettbewerber bei den Akkus sparen, hat Toyota ohne nennenswerte Einbußen beim Kofferraumvolumen 96 Zellen mit einer Kapazität von 18,1 kWh unter den Wagenboden geschraubt. Mit dieser großen Batterie steigt zwar das Gewicht um rund 150 auf 1910 Kilogramm, und das Laden dauert eine kleine Ewigkeit. An der Wallbox parkt der RAV4 4,5 Stunden, und an der Haushaltssteckdose sind es sogar mehr als sieben Stunden. Doch dafür liegt die Reichweite im Normzyklus bei 75 und im Alltag mit ein bisschen Weitsicht bei über 50 Kilometern. In der Stadt sind sogar fast doppelt so viel möglich. Den Normverbrauch von nur 1,0 Litern und den entsprechenden CO2-Ausstoß von 22 g/km erreicht man aber vermutlich nur, wenn man daheim oder bei der Arbeit laden kann.

Es ist aber nicht nur der ungewöhnlich große Aktionsradius, der den RAV4 in die Nähe echter Stromer rückt. Sondern auch das Fahrgefühl ist elektrisierend: Weil Toyota gleich zwei E-Maschinen einbaut, ist das SUV auch ohne den Benziner flott unterwegs. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt er in 10,0 Sekunden, das Spitzentempo liegt bei 135 km/h. Und man muss schon einen Kickdown machen, wenn man den Verbrenner trotz vollen Akkus ins Boot holen will. Nur beim Bremsen haben die Japaner eine Chance vertan. Zwar gewinnen auch sie Energie im umgepolten E-Motor zurück. Doch ist die Wirkung viel zu schwach, als dass man den RAV4 wie ein Elektroauto allein durch das Lupfen des Fußes verzögern und so mit einem Pedal fahren könnte.

Die Nähe des RAV4 zum Elektroauto zeigt sich jedoch wieder beim Preis. Denn mit 46.293 Euro ist der Teilzeitstromer ungewöhnlich teuer und liegt satte 13.000 Euro über dem zugegeben schlechter ausgestatten Standard-Modell. Doch solange der Bund den Plug-in-Hybriden mit 4500 Euro bezuschusst, dürfte das nicht allzu viele Käufer abschrecken.

Mit geeinter Kraft wie ein Sportwagen

So gut man mit dem RAV4 auch elektrisch über die Runden kommt, die Verlockung, alle Motoren im Team arbeiten zu lassen, ist groß: Zusammen mit den 136 kW/185 PS des 2,5 Liter großen Vierzylinders steigt die Systemleistung auf 224 kW/306 PS und macht den Plug-in zum bislang stärksten Vertreter in der langen RAV4-Geschichte. Und das ist kein leeres Versprechen. Schon beim Anfahren wird der RAV4 damit zur Rakete und lässt - wenn die Vorderräder genügend Halt finden - sogar den Sportwagen Supra stehen. Und auch die sechs Sekunden bis Tempo 100 können sich sehen lassen. Nur dass bei 180 km/h schon wieder Schluss ist, passt da nicht ganz ins Bild. Aber das ist vor allem dem stufenlosen Automatikgetriebe geschuldet. Zudem setzt Toyota auf entspanntes Fahren, wie auch die extra dicke Dämmung deutlich macht. Doch je schneller man fährt, desto höher dreht der Benziner und desto lauter wird es an Bord.

Doch anders als auf der Autobahn kann die Konkurrenz den RAV 4 im Gelände nicht so schnell einholen. Denn Toyota rüstet den Plug-in nicht nur mit einem Allradantrieb aus, sondern spendiert ihm auch noch spezielle Offroad-Programme, bei denen elektronische Differentialsperren die Traktion erhöhen sollen.

Fazit: Fährt sich wie ein echter Stromer

Nein, ein echtes Elektroauto ist der RAV4 natürlich nicht. Und dass er zu den beiden E-Maschinen noch einen Benziner mit herumschleppt, macht sich sowohl beim Gewicht als auch beim Preis deutlich bemerkbar. Doch im Alltag fährt sich der Geländewagen nicht anders als beispielsweise ein E-Tron. Wer aber partout ganz auf den Verbrenner verzichten will, für den machen die Japaner bald ein passendes Angebot: Bei der noblen Schwester Lexus gibt es zum Jahreswechsel im gleichen Format den RAV-Bruder UX - ohne Benzintank.