Als Anfänger sicher mit dem Bootsanhänger unterwegs

Wollen Wasserratten mit größeren Kalibern als aufblasbaren Gummibooten in See stechen, kann ein Anhänger nötig werden, um Jolle oder Jacht mit dem Auto zu transportieren. Was ist zu beachten?

Mit einem Bootsanhänger verändert sich das Fahren. Wer es das erste Mal oder nach langer Pause wieder tun möchte, sollte sich erst mal auf einer großen freien Fläche oder auf einem Verkehrsübungsplatz bewegen, rät der ADAC. Besonders Rangieren und Rückwärtsfahren sind kniffelig.

"Im Hinterkopf sollte man immer haben, dass sich der Hänger beim Rückwärtsfahren anders verhält, als man es erwartet", erläutert Sprecherin Marion-Maxi Hartung. "Er bewegt sich in entgegengesetzter Richtung des Lenkradeinschlags."

Eine genaue Routenplanung kann insbesondere Einsteigern helfen: Breite und große Straßen sind für sie ratsamer als Strecken, die aufgrund von Serpentinen, schmalen Tunnel oder engen Gassen Probleme bereiten könnten. Tipp: Einen Zettel mit den Gesamtmaßen des Gespanns inklusive Boot aufs Armaturenbrett kleben, um diese stets parat zu haben, falls unterwegs Schilder auf Höhen- oder Breitenbeschränkungen hinweisen.

Gerät der Hänger auf der Fahrt ins Schlingern, gilt: Tempo rausnehmen per getretener Kupplung oder bei Automatikautos durch Gas-Wegnehmen. Falsch wäre es, der Pendelbewegung hektisch entgegen zu lenken. Besonders bei starkem Wind oder Brückenpassagen sollte man beachten, dass das Gespann aufgrund seiner höheren Angriffsfläche empfindlicher auf Seitenwind reagiert.

Freizeitkapitäne dürfen ihren Bootstrailer nicht überladen und müssen das Boot selbst und die darin enthaltene Ladung für Vollbremsungen und harte Manöver ausreichend sichern. Eine Schiffsschraube müssen sie zum Schutz vor Verletzungen immer abdecken. Ab einem Meter müssen Trailerfahrer überstehende Ladung wie etwa den Mast erkennbar kennzeichnen. Dazu auch die entsprechenden Regularien der Reise- oder Transitländer beachten.